Führte sein Team auf Platz vier:
Der Karlsruher SC und der MSV Duisburg, letztes Jahr noch auf Augenhöhe in der zweiten Liga, haben sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Der 1:0 Sieg der Badener im direkten Duell war mehr als eine Momentaufnahme.
Von Beginn an war der KSC die bestimmende Mannschaft. Durch engagierteres Zweikampfverhalten, höhere Laufbereitschaft und vor allem klarer strukturierte Spielzüge zeigte sie, dass sie die Bedingungen und Anforderungen der ersten Liga besser und schneller antizipiert hatte als die Meidericher. Die Bommer-Truppe trat mit dem denkbar sprödesten Rezept an: Sie mauerte und spekulierte wohl auf ein torloses Unentschieden. Tatsächlich gelang es den Gastgebern zunächst nicht, ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. Mario Eggimann (5. Minute) und Massimilian Porcello (12.) vergaben viel versprechende Gelegenheiten. Doch steter Tropfen höhlt den Stein: Einen Freistoß des Spielmachers Tamas Hajnal brachte Eggimann im Gehäuse unter (29.). „In der ersten Halbzeit haben wir ein sehr gutes Spiel abgeliefert“, freute sich Trainer Ede Becker und lobte vor allem seinen Kapitän: „Mario hat überragend gespielt und seine tolle Leistung mit dem Tor gekrönt.“ Porcello (39.) und Edmond Kapllani, der gleich zwei Gelegenheiten ungenutzt ließ (33. Und 40.), hätten die Führung sogar noch erhöhen müssen.
Nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Duisburger mit dem Mute der Verzweiflung zurück in die Partie, ließen jedoch weiterhin klare Ideen vermissen und kamen nur zu einer erwähnenswerten Chance, die Mannaseh Ishiaku vergab (50.). Da auch die Karlsruher wiederum in Gestalt Kapllanis, der kurz vor Schluss sogar einen Elfmeter verschoss nicht mehr trafen, blieb es beim 1:0. Während der KSC damit seit derweil sechs Spielen ungeschlagen war und wieder auf den vierten Tabellenplatz vorrücken konnte, krebste der MSV weiterhin dort, wo Mannschaften ohne Rezept im Allgemeinen so rumlungern: im Keller. Und dort ist es ungemütlich, wie Coach Rudi Bommer wusste: „Uns steht eh das Wasser bis zum Hals, deshalb war die Niederlage sehr schmerzlich“, räumte er ein. „In der zweiten Hälfte hat meine Mannschaft bewiesen, dass sie spielen und kämpfen kann. Das müssen wir schon im nächsten Spiel mal über 90 Minuten zeigen.“ Dann sollte es schon in einem jener „Sechspunktespiele“ gegen den VfL Bochum gehen.
Dirk Gieselmann
Karlsruher SC
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Mario Eggimann | 29. | (Kopfball, Hajnal) |
Aufstellung Karlsruhe![]() |
|
|---|---|
| Jean-Francois Kornetzky | (3,0) |
| Andreas Görlitz | (3,5) |
| Mario Eggimann | (2,0) |
| Maik Franz | (2,5) |
| Christian Eichner | (3,5) |
| Christian Timm | (3,0) |
| Michael Mutzel | (3,5) |
| Massimilian Porcello | (3,0) |
| Tamas Hajnal | (2,5) |
| Bradley Carnell | (3,5) |
| Edmond Kapllani | (4,5) |
Aufstellung Duisburg |
|
|---|---|
| Tom Starke | (2,5) |
| Michael Lamey | (3,5) |
| Björn Schlicke | (4,5) |
| José Roque Junior | (3,5) |
| Pablo Caceres | (4,0) |
| Christian Tiffert | (4,5) |
| Mihai Tararache | (3,5) |
| Ivica Grlic | (3,0) |
| Blagoy Georgiev | (4,0) |
| Manasseh Ishiaku | (4,5) |
| Mohamadou Idrissou | (4,5) |
Wechsel Karlsruhe![]() |
|
|---|---|
| Godfried Aduobe für Michael Mutzel |
(3,0) (64.) |
| Timo Staffeldt für Edmond Kapllani |
(―) (89.) |
| Stefan Buck für Bradley Carnell |
(―) (90.) |
Wechsel Duisburg |
|
|---|---|
| Youssef Mokhtari für José Roque Junior |
(―) (68.) |
| Ailton für Blagoy Georgiev |
(―) (74.) |
| Markus Daun für Christian Tiffert |
(―) (82.) |
Karten Karlsruhe![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Stefan Buck |
Karten Duisburg |
||
|---|---|---|
| Gelb für | Blagoy Georgiev | |
| Gelb für | Christian Tiffert | |
| Gelb für | Mihai Tararache | |
| Gelb für | Ivica Grlic | |
| Rot für | Björn Schlicke | (86.) |
| Gelb für | Michael Lamey | |
Trainer Karlsruhe![]() |
|---|
| Edmund Becker |
Trainer Duisburg |
|---|
| Rudolf Bommer |