Bundesliga

Spieltag

Spielbericht 1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart

Hans im Pech

Ein Garant für die Rückkehr zur alten Stärke: Thomas HitzlspergerEin Garant für die Rückkehr zur alten Stärke: Thomas Hitzlsperger

Bei der Wiederauflage des Pokalendspiels der vergangenen Spielzeit näherten sich sowohl Meister Stuttgart als auch Pokalsieger Nürnberg ihrer alten Stärke. Allerdings wurde nur die Stuttgarter Leistung mit Punkten belohnt. Den Clubberern mangelte es vor allem an der entscheidenden Portion Glück in der Chancenverwertung.

Die Franken schienen anfangs auf dem besten Wege, ihrem Trainer Hans Meyer den gewünschten Sieg zu seinem 65. Geburtstag zu schenken. Trotz einer agilen Nürnberger Leistung, bekam Stuttgarts Schlussmann Raphael Schäfer - bei seinem ersten Gastspiel in der alten Heimat ­ zunächst nicht viel zu tun. Einzig bei einem Distanzversuch von Mnari durfte er seine Klasse beweisen (10.). Stattdessen musste kurze Zeit später sein Nachfolger im Nürnberger Gehäuse, Jaromir Blazek, hinter sich greifen. Nur Minuten nachdem der Tscheche einen Meira-Kopfball gerade noch über die Latte lenkte (22.), gelang Mario Gomez der entscheidende Treffer an diesem Nachmittag. Erst umkurvte er die drei Franken Glauber, Kluge und Blazek wie Slalomstangen, dann schob er die Kugel ins leere Tor ein (25.). Die Clubberer zeigten sich allerdings nicht sonderlich geschockt, hatten aber, über die gesamte Spieldauer gesehen, kein Glück in der Chancenverwertung. Kennedy traf den Innenpfosten (35.) und Mintals Seitfallzieher flog über die Latte (37.).

Zur Beginn der zweiten Halbzeit zeigten die Schwaben wieder eine schon verloren geglaubte Zuverlässigkeit in der Defensive und ließen kaum noch Torchancen der Franken zu. Vorne hätten sie sogar für einen weiteren Treffer sorgen können. Hitzlspergers Schuss lenkte Blazek mit den Fingerspitzen über den Querbalken (58.) und auch bei Cacaus Schuss war der Schlussmann zu Stelle (68.). Allerdings schien dem Meister die wieder gefundene Stärke im Defensivbereich wohl zu Kopf gestiegen zu sein. Statt die Vorentscheidung zu suchen, vertrauten die Cannstädter auf ihre Abwehr und lauerten auf Kontermöglichkeiten. Eine Taktik, die in die Hose gegangen wäre, wenn der Pokalsieger mehr Erfolg im Abschluss gehabt hätte. Allein Joshua Kennedy hatte drei Mal einen Treffer auf dem Fuß. Erst strich ein Schuss am rechten Pfosten vorbei (60.), dann lenkte VfB-Goalie Schäfer seinen Kopfball über die Latte (62.); genauso flog sein Kopfball in der 84. Minute über den Querbalken. Aber auch seine Mannschaftskameraden agierten vor dem Tor nicht besser. Galaseks Kopfball landete in Schäfers Armen (76.) und Marek Mintal hatte in der Schlussminute gleich doppelt Pech. Erst wurde sein Versuch nur zur Ecke abgelenkt und anschließend köpfte er aus zwei Metern rechts am Tor vorbei. Wie so oft in dieser Saison fehlte den Franken auch an diesem Nachmittag die Fortune, um den verdienten Lohn abzuholen. Dagegen gefährdeten die Stuttgarter ihren Sieg in der Schlussphase durch ihre Passivität selbst.

Senthuran Sivananda

Spielstatistik 1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart

1. FC Nürnberg

-

VfB Stuttgart

0:1 (0:1)

Bundesliga 2007/2008, 12. Spieltag
03.11.2007, 15:30 Uhr
easyCredit-Stadion (Nürnberg), 45.600 Zuschauer
Schiedsrichter: Herbert Fandel (Kyllburg)
Tore
0:1 Mario Gomez 25. (Rechtsschuss, Beck)
Wechsel Nürnberg
Marco Engelhardt
für Jawhar Mnari
(3,5)
(62.)
Nicky Adler
für Zvjezdan Misimovic
(―)
(70.)
Leon Benko
für Ivan Saenko
(―)
(81.)
Wechsel VfB Stuttgart
Ciprian Marica
für Cacau
(―)
(74.)
Silvio Meißner
für Mario Gomez
(―)
(87.)
Alexander Farnerud
für Yildiray Bastürk
(―)
(90.)
Karten Nürnberg
Gelb für Glauber
Gelb für Nicky Adler
Karten VfB Stuttgart
Gelb für Serdar Tasci