Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt

Frankfurt unter Beschuss

Eine Woche nach seinem Ersatz Nikolov zeigte auch der Stammkeeper seine Extraklasse: Markus PröllEine Woche nach seinem Ersatz Nikolov zeigte auch der Stammkeeper seine Extraklasse: Markus Pröll

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit bliesen die Borussen zum Sturmlauf, der jedoch nicht mehr als den späten Ausgleichstreffer durch Kringe hervorbrachte. Zu verdanken hatten die Gäste dies, allen voran, ihrem Torwart Markus Pröll.

Der Sekundenzeiger hatte seine zweite Umdrehung noch nicht beendet, da hätte es auch schon 1:0 für die Schützlinge von Thomas Doll stehen können. Allerdings war Stoßstürmer Diego Klimowicz, der später mit Verdacht auf Gehirnerschütterung seinen Platz für Valdez räumen musste (30.), nicht in der Lage, das Spielgerät in bester Einschussposition auch nur einigermaßen gewinnbringend zu berühren. Die Eintracht, bei der Abwehrchef Kyrgiakos nach abgelaufener Gelbsperre in die Startformation zurückgekehrt war, brauchte dagegen etwa 15 Minuten, um erste Ambitionen in Richtung des gegnerischen Gehäuses zu entwickeln. Dies geschah vor allem in Person des griechischen Nationalspielers Ioannis Amanatidis, der sowohl in der 22. als auch in der 39. Minute Anlauf nahm, bei seinen Schüssen aber von Linksverteidiger Dedé bzw. Keeper Weidenfeller geblockt wurde. Ansonsten legten die Hessen Wert auf eine gute Organisation in der Rückwärtsbewegung, was die engagierten Platzherren jedoch nicht an ihren Chancen zwei und drei hinderte. Nachdem Neuzugang Mladen Petric, seit Saisonstart bereits sechs Mal erfolgreich, eine Hereingabe Dedés hauchdünn verpasst hatte (23.), vermochte Kringe einen Kopfball nicht im Zielgebiet unterzubringen (38.).

Nach der Rückkehr aus den Kabinen verstärkten die Dortmunder ihre Offensivbemühungen. Diese Maßnahme trug in der 53. Minute erste Früchte, als der unbewachte Tinga an Prölls Blitzreaktion scheiterte. Nur zwei Minuten später dann der Schock für den BVB: Ochs flankte von der rechten Seite und Amanatidis durfte in Abwesenheit seines Kontrahenten Brzenska per Kopf ins lange Eck vollenden. Die überraschende Führung veranlasste die Funkel-Elf natürlich dazu, sich weit in die eigene Hälfte zurückzuziehen, um die Platzherren angreifen zu lassen. Die Borussen nahmen die Offerte an und hatten erneut durch den agilen Tinga eine hochkarätige Möglichkeit zu verzeichnen (61.). Dumm war aus Sicht der konsequent Attackierenden nur, dass Frankfurt über einen bärenstarken Rückhalt verfügte, der in dieser sowie in einigen anderen Situationen seine ganze Klasse zeigte. Machtlos war Pröll aber zehn Minuten vor dem Ende, als er einen abgefälschten Versuch von Dedé gerade noch mit dem Fuß parieren konnte und Florian Kringe im Nachsetzen zum überfälligen 1:1 einschob. Allerdings hätten sich die Gastgeber nicht beklagen dürfen, wenn Schiedsrichter Stark die vorangegangene Zweikampfführung des Torschützen gegen Chris als regelwidrig eingestuft hätte. Der BVB startete daraufhin eine weitere Offensive, die in einer von Blaszczykowski und Valdez kläglich vergebenen Doppelchance gipfelte (87.).

Christian Brackhagen

Spielstatistik Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt

Borussia Dortmund

-

Eintracht Frankfurt

1:1 (0:0)

Bundesliga 2007/2008, 13. Spieltag
10.11.2007, 15:30 Uhr
Signal Iduna Park (Dortmund), 75.300 Zuschauer
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)
Tore
0:1 Ioannis Amanatidis 55. (Kopfball, Ochs)
1:1 Florian Kringe 80. (Linksschuss, Dédé)
Karten Dortmund
Gelb für Tinga
Gelb für Jakub Blaszczykowski
Karten Frankfurt
Gelb für Patrick Ochs
Gelb für Christoph Spycher
Gelb für Chris