Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hertha BSC - Hannover 96

Hertha mit Last Minute-Tor

Einer der wenigen Lichtblicke bei der Hertha: GilbertoEiner der wenigen Lichtblicke bei der Hertha: Gilberto

Aufgrund des plötzlichen Schneefalls in Berlin mussten die Teams vor über 34.000 Zuschauern in der ersten Halbzeit auf weißem, glitschigem Untergrund auflaufen, was dem Spielfluss nicht zuträglich war. Vor allem Hannover hatte große Probleme, ins Spiel zu finden Die ersten 45 Minuten gehörten somit dem Gastgeber.

Allen voran sorgte der Brasilianer Gilberto für die wenigen Höhepunkte. Nach vier Minuten fasste sich der Hertha-Mittelfeldspieler ein Herz und zog aus der Distanz ab. Enke konnte den gefährlichen Aufsetzer gerade noch aus dem rechten Eck ablenken. Piszczek legte noch einmal quer zu Pantelic, dessen Abschluss aber von Tarnat gestört wurde, so dass der 96-Keeper den abgeblockten Schuss unter sich begrub. Da die Rasenheizung ihren Dienst noch nicht erfüllte, entwickelte sich in der Folge ein unansehnliches Bundesligaspiel. Bälle verhungerten im Schnee oder wurden zu schnell, so dass flüssiger Kombinationsfußball nicht möglich war. Ein eigentlich harmloser 30-Meter-Versuch Gilbertos führte dann fast zum 1:0, da Enke ausrutschte (19.). Wenig später setzte sich Fathi am linken Flügel gegen Cherundolo durch und spielte zurück an die Strafraumgrenze. Wieder war es Gilberto, der direkt abzog, das Visier aber zu hoch eingestellt hatte (23.). Auch Piszczeks 13-Meter-Schuss segelte sieben Minuten später über das Tor. So erhielt die verletzungsbedingte Auswechslung von Hertha-Goalgetter Pantelic (36., Zerrung) noch die größte Aufmerksamkeit in der Schlussphase einer wenig ansehnlichen ersten Hälfte, in der 96 zu keinem echten Torschuss kam.

Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild: So flankte Rosenthal von halbrechts auf Hanke am kurzen Pfosten, der direkt verlängerte und Drobny erstmals zu einer Torwart-Aktion zwang (50.). Bei Pintos Distanzversuchen (54., 56.) musste der Hertha-Keeper dann schon mehr zeigen, um die Gästeführung zu verhindern. Dazu landete ein Kopfball Hankes im Anschluss an eine Pinto-Linksecke am Außennetz (55.). Es folgten folgten 25 Minuten Leerlauf, in denen sich beide Teams weitgehend neutralisierten. Dann setzte der Gastgeber plötzlich zu seiner Schlussoffensive an. Weckruf war ein Abseitstreffer des eingewechselten Lima, der Enke aus acht Metern keine Abwehrchance ließ (80.) Doch Schiedsrichter Dr. Felix Brych hatte zu Recht abgepfiffen. Im Gegensatz zur Spiel entscheidenden Szene sieben Minuten später: Simunic zu Fathi, der scharf nach innen. André Lima, der bei Abspiel vor Bewacher Fahrenhorst stand, lenkte das Leder an Enke vorbei in die Maschen (87.). Dieses Mal erkannte der Unparteiische fälschlicherweise auf Tor. Doch Hannover wollte sich noch nicht geschlagen geben und hätte in der Nachspielzeit fast noch den verdienten Ausgleichstreffer erzielt. Ein Freistoß Cherundolos segelte in den Strafraum, in dem sich nun sogar 96-Keeper Enke positioniert hatte. Drobnys Faustabwehr misslang, doch Hankes Kopfball strich knapp am linken Pfosten des leeren Tores vorbei und Herthas schmeichelhafter Erfolg wurde Realität.

Benjamin Apitius

Spielstatistik Hertha BSC - Hannover 96

Hertha BSC

-

Hannover 96

1:0 (0:0)

Bundesliga 2007/2008, 13. Spieltag
10.11.2007, 15:30 Uhr
Olympiastadion (Berlin), 34.200 Zuschauer
Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)
Tore
1:0 André Lima 87. (Rechtsschuss, Fathi)
Wechsel Hertha BSC
André Lima
für Marko Pantelic
(2,5)
(36.)
Solomon Okoronkwo
für Lukas Piszczek
(―)
(84.)
Fabian Lustenberger
für Patrick Ebert
(―)
(90.)
Wechsel Hannover
Hanno Balitsch
für Szabolcs Huszti
(―)
(66.)
Jirí Stajner
für Sergio Pinto
(―)
(77.)
Thomas Kleine
für Jan Rosenthal
(―)
(90.)
Karten Hertha BSC
Gelb für Mineiro
Gelb für Sofian Chahed
Karten Hannover
keine