Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt

Graue Wolfsburger Realität

Durfte nach langer Zeit auf der Ersatzbank erstmals wieder ins Tor: André LenzDurfte nach langer Zeit auf der Ersatzbank erstmals wieder ins Tor: André Lenz

Hohe Ambitionen und ein Alleinherrscher mit viel Geld bestückt. In Wolfsburg begann vor der Saison eine neue Zeitrechnung, aber unter Felix I. herrschte knapp fünf Monate später immer noch fußballerische Tristesse in der grauen Autostadt. Das bewies ein Mal mehr der Punktverlust im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt.

Der VfL ließ es jedoch gut angehen. Nach einer Ecke köpfte Gentner in der sechsten Minute gänzlich unbedrängt zur Führung ein. Unverständlicherweise igelten sich die Auto-Städter danach jedoch in der heimischen Spielhälfte ein und ließen bemühte Frankfurter walten. Zuerst standen sich Galindo und Amanatidis gegenseitig im Weg, kurz darauf rettete Wolfsburgs Simunek vor Amanatidis in höchster Not. Zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff schritt dann Mahdavikia zur Ecke, der aufgerückte Innenverteidiger Chris konnte gar nicht anders, da völlig allein gelassen, als mit seinem Kopf eindrücken. Zeitgleich auf der Wolfsburger Bank sah man einen rohrspatzigen Felix Magath außer sich vor Wut. Keeper Simon Jentzsch wartete vor dem Ausgleich verunsichert auf seiner Torlinie, anstatt im Fünfmeterraum brachial abzuräumen.

Der erzürnte Magath, so und so spürbar unzufrieden mit den derzeitigen Auftritten Jentzschs, ließ den Torwart in der Kabine und bescherte André Lenz nach ewig langer Wartezeit den Einsatz in der zweiten Hälfte. Die begann mit einem Paukenschlag. Josué steckte nach drei Minute durch, der eben eingewechselte Dzeko blieb aus der Nahdistanz eiskalt. Nur vier Minuten darauf überwand der Frankfurter Fink mit einem gefühlvollen Heber den herausstürzenden Lenz zum erneuten Ausgleich. Im weiteren Verlauf der zweiten Durchgangs verpassten dann nur noch Gentner und Grafite beste Möglichkeiten (53., 68.) und André Lenz parierte gegen Ende der Partie noch einmal in großer Bedrängnis einen Amanatidis-Versuch. Es blieb somit bei einem Remis, mit dem sich die Kontrahenten im Niemandsland der Bundesliga festsetzten.

Maximilian Hendel

Spielstatistik VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt

VfL Wolfsburg

-

Eintracht Frankfurt

2:2 (1:1)

Bundesliga 2007/2008, 15. Spieltag
01.12.2007, 15:30 Uhr
Volkswagen Arena (Wolfsburg), 20.700 Zuschauer
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Tore
1:0 Christian Gentner 6. (Kopfball, Marcelinho)
1:1 Chris 35. (Kopfball, Mahdavikia)
2:1 Edin Dzeko 48. (Rechtsschuss, Grafite)
2:2 Michael Fink 52. (Rechtsschuss, Toski)
Wechsel Wolfsburg
André Lenz
für Simon Jentzsch
(3,5)
(46.)
Edin Dzeko
für Vlad Munteanu
(2,5)
(46.)
Sergiu Radu
für Ashkan Dejagah
(―)
(84.)
Wechsel Frankfurt
Martin Hess
für Mehdi Mahdavikia
(―)
(77.)
Kreso Ljubicic
für Faton Toski
(―)
(80.)
Mounir Chaftar
für Benjamin Köhler
(―)
(90.)