Bundesliga

Spieltag

Spielbericht FC Schalke 04 - 1. FC Nürnberg

Glück auf Schalke

Empfahl sich für einen neuen Vertrag: Gerald AsamoahEmpfahl sich für einen neuen Vertrag: Gerald Asamoah

Obwohl die Schalker das Achtelfinale der Champions League erreicht hatten, war zu viel Respekt vor den Königsblauen nicht angebracht. Das erkannte auch der 1. FC Nürnberg in der zweiten Halbzeit des Aufeinandertreffens mit den Freunden aus Gelsenkirchen. Da war es allerdings schon zu spät, denn die Slomka-Schützlinge stellten in der ersten Hälfte die Weichen für einen am Ende doch etwas glücklichen Erfolg.

Die Champions League-Strapazen der vorausgegangenen Woche waren den Hausherren zunächst nicht anzumerken. Denn die Franken forderten den Knappen in der ersten Halbzeit einfach zu wenig ab. Bei den Hausherren waren die „Discosünder“ Jones, Krstajic und Rakitic, nach einem Spiel Denkpause, wieder mit von der Partie. Aber nicht sie, sondern andere standen im Mittelpunkt. Nachdem Kuranyi den Ball über den gegnerischen Schlussmann Blazek, jedoch auch über das Tor hob (3.) und sein Sturmpartner Asamoah das Außennetz traf (11.), klappte es im dritten Versuch mit dem gewünschten Treffer. Westermann setzte sich auf der Außenbahn durch und schlug eine präzise Flanke, die Asamoah gegen die Laufrichtung des Nürnberger Schlussmann Blazek ins Tor einköpfte (14.). Die Gastgeber brannten zwar kein spielerisches Feuerwerk ab, hatten die Begegnung in der ersten Halbzeit aber jederzeit im Griff. In manchen Fällen machten sich die Franken das Leben jedoch selber schwer, wie in der 35. Minute, als Marco Engelhardt eine flache Rafinha-Hereingabe ins eigene Tor grätschte. Bis zum Ende des ersten Abschnitts blieb der Pokalsieger harmlos, allerdings wollten die Schalker nicht zu viel investieren, um die fränkische Passivität auszunutzen.

In der Kabine hatte Club-Trainer Hans Meyer wahrscheinlich die richtigen Worte gefunden. Die Nürnberger präsentierten sich nämlich wie ausgewechselt, und nur zehn Minuten nach Wiederbeginn besorgte Charisteas den Anschlusstreffer. Eine Engelhardt-Ecke befördert der Grieche mit einem Kopfball ins Tor. Auch danach blieben die Clubberer öfter am Ball, aber die Schalker Abwehrkette hielt den Nürnberger Offensivbemühungen stand. Dicht vor dem Ausgleichstreffer war in diesem Spielabschnitt Mittelfeldspieler Misimovic, dessen Freistoß den linken Pfosten traf (63.). Aber auch die Königsblauen hatten gute Chancen, schon vorzeitig für die Vorentscheidung zu sorgen. Allerdings war, wie schon des Öfteren, die Chancenverwertung ein großes Manko bei den Hausherren. Blazek faustete Bordons Freistoß weg (67.) und Kuranyi verpasste eine Altintop-Flanke im Strafraum (89.). Besonders bitter war die vergebene Möglichkeit des eingewechselten Halil Altintop in der Schlussminute. Der Türke schoss freistehend am rechten Pfosten vorbei. Im direkten Gegenzug traf Mintal nicht nur den Pfosten, sondern es hätte auch Elfmeter für die Gäste geben müssen. Krstajic behinderte den Slowaken im Strafraum beim Schuss. Die Pokalsieger hätte etwas Zählbares aus Gelsenkirchen mitnehmen können, wenn er sich schon in der ersten Halbzeit ähnlich angestrengt hätte. So ging die Niederlage am Ende in Ordnung, auch wenn die Schalker in diesem Spiel keine Glanzleistung gezeigt hatten.

Senthuran Sivananda

Spielstatistik FC Schalke 04 - 1. FC Nürnberg

FC Schalke 04

-

1. FC Nürnberg

2:1 (2:0)

Bundesliga 2007/2008, 17. Spieltag
15.12.2007, 15:30 Uhr
Veltins-Arena (Gelsenkirchen), 61.500 Zuschauer
Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)
Tore
1:0 Gerald Asamoah 14. (Kopfball, Westermann)
2:0 Marco Engelhardt 35. (Eigentor, Rafinha)
2:1 Angelos Charisteas 55. (Kopfball, Reinhardt)
Wechsel Schalke
Halil Altintop
für Mesut Özil
(4,5)
(61.)
Zlatan Bajramovic
für Ivan Rakitic
(―)
(75.)
Peter Lövenkrands
für Gerald Asamoah
(―)
(88.)
Wechsel Nürnberg
Glauber
für Tomás Galásek
(3,0)
(39.)
Ivan Saenko
für Nicky Adler
(2,5)
(46.)
Jawhar Mnari
für Marco Engelhardt
(4,0)
(63.)
Karten Schalke
Gelb für Fabian Ernst
Gelb für Rafinha
Karten Nürnberg
Gelb für Peer Kluge
Gelb für Angelos Charisteas
Gelb für Andreas Wolf