Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Karlsruher SC - 1. FC Nürnberg

Grüße an den Ex

Gut in Karlsruhe angekommen:
Joshua KennedyGut in Karlsruhe angekommen:
Joshua Kennedy

Nach seiner verkorksten Hinrunde schien der Pokalsieger zunächst zu allem entschlossen, nur traf er wie so oft nicht ins Tor. Als nach der Pause dann der KSC die Leitung übernahm, erhielt das Schicksal einen Namen. Ausgerechnet Joshua Kennedy, kurzfristig aus Nürnberg nach Baden geflüchtet, bescherte dem Neuling einen Sieg.

Vor allem mit Hilfe Jan Kollers sollte beim Club aus Nürnberg alles besser werden, hatte man das Spiel in der Winterzeit doch gar extra auf den baumlangen Tschechen fixiert. Jeder halbwegs plausible Angriff nun lief tatsächlich mindestens einmal über Koller, allein es fehlte am Ertrag - vor allem dem aus Toren. Der FCN fand sich in Baden gut zurecht und bestimmte nach der längeren Abtastphase das Spiel allmählich klar. Engelhardt (24./30.) und Mintal (26.) hatten die Gästeführung jeweils auf dem Fuß, wogegen die verhaltenen Badener nur zu einer einzigen vernünftigen Torchance kamen. Hajnal war es, der ein Zuspiel von Kennedy verwerten wollte, noch in letzter Sekunde aber vom Nürnberger Schmidt daran gehindert wurde (28.). Dieser war kurz vorher für den verletzten Kluge ins Spiel gekommen.

Ab der 50. Minute aber wendete sich das Blatt, weil erstens die Badener flüssiger kombinierten und Nürnberg immer tiefer in die eigene Hälfte drängten und sich zweitens der Pokalsieger bald selbst dezimierte. Abwehrspieler Wolf rauschte wiederholt und vollkommen ungeschickt in seinen Gegenspieler und wurde zu Recht unter die Dusche geschickt (57.). Nachdem kurz zuvor bereits Iashvili zweimal knapp ein einer Führung gescheitert war (55./56.), hatte Karlsruhe nun erst Recht ganz leichtes Spiel. Denn in Unterzahl konnte Nürnberg nur noch schwimmen. Nach 65 Minuten schlug dann die Stunde des Joshua Kennedy. Nur durch die Verletzung Kapllanis überhaupt in die Startelf gerückt, legte der Ex-Nürnberger zuerst Christian Eichner die Führung auf den Fuß ­ gegen seinen strammen Linksschuss war Gäste-Keeper Blazek völlig machtlos (66.). Wenig später dann startete Kennedy selbst ganz plötzlich durch und scheiterte alleine vor Blazek an seinen Nerven (73.), um nur eine Minute darauf allerdings doch ins Tor zu treffen, nach schöner Vorarbeit durch Mutzel, und seine Ex-Kameraden damit offiziell zu erledigen. Den Rest spielte der KSC souverän herunter und schloss damit wie selbstverständlich an seine erfolgreiche Hinrunde an. Nürnbergs viel versprechende erste Halbzeit fiel dagegen komplett unter den Tisch.

Maximilian Hendel

Spielstatistik Karlsruher SC - 1. FC Nürnberg

Karlsruher SC

-

1. FC Nürnberg

2:0 (0:0)

Bundesliga 2007/2008, 18. Spieltag
02.02.2008, 15:30 Uhr
Wildparkstadion (Karlsruhe), 29.700 Zuschauer
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Tore
1:0 Christian Eichner 66. (Linksschuss, Kennedy)
2:0 Joshua Kennedy 74. (Linksschuss, Mutzel)
Wechsel Karlsruhe
Edmond Kapllani
für Joshua Kennedy
(―)
(84.)
Sebastian Freis
für Alexander Iashvili
(―)
(88.)
Timo Staffeldt
für Tamas Hajnal
(―)
(90.)
Wechsel Nürnberg
Ralf Schmidt
für Peer Kluge
(5,0)
(25.)
Michael Beauchamp
für Marek Mintál
(4,5)
(61.)
Nicky Adler
für Glauber
(―)
(75.)
Karten Karlsruhe
Gelb für Tamas Hajnal
Gelb für Godfried Aduobe
Gelb für Timo Staffeldt
Karten Nürnberg
Gelb für Jan Koller
Gelb-Rot für Andreas Wolf (57.)
Gelb für Dominik Reinhardt
Gelb für Tomás Galásek