Bundesliga

Spieltag

Spielbericht MSV Duisburg - VfB Stuttgart

Unbelohnte Aufholjagd

Im ersten Durchgang in Torlaune: Mario GomezIm ersten Durchgang in Torlaune: Mario Gomez

Zur Halbzeitpause sah der amtierende, aber zuletzt auch arg schwächelnde Meister wie der sichere Gewinner in der MSV-Arena aus. Dann kämpfte sich das aktuelle Tabellenschlusslicht aus Duisburg noch einmal in das Spiel zurück, um am Ende doch ohne Punkte dazustehen.

In der ersten Viertelstunde tat sich herzlich wenig auf dem Platz. Beide Mannschaften verloren im Spielaufbau zu früh ihre Linie und die Bälle. Das 1:0 für die Gäste fiel dementsprechend überraschend. Hilbert durfte sich am rechten Flügel die Kugel gemütlich für eine Flanke zurechtlegen und bediente den unbewachten Gomez, der trocken einköpfte (16.). Da dem MSV offensiv rein gar nichts einfiel und die Stuttgarter das Tempo zusätzlich drosselten, wurde das Spiel auch danach kaum ansehbarer. Die nächste Tormöglichkeit hatte erneut der VfB nach mittlerweile 27 Minuten, wobei Gomez diesmal knapp daneben zielte. Sieben Uhrzeigerumdrehungen später tauchte auch der MSV vor des Gegners Kasten auf, doch Georgievs Abschluss bedeutete keine große Herausforderung für Torwart Ulreich. Zwei verletzungsbedingte Auswechslungen machten das MSV-Spiel zudem nicht gerade flüssiger. Als sich Georgiev dann auch noch den Ball von Pardo abnehmen ließ, der den Mexikaner Gomez bediente und dieser auf 2:0 für den VfB erhöhte (41.), schien das Spiel für die Stuttgarter bereits im Sack zu sein.

Doch das Schlusslicht kam mit unerwartetem Schwung aus den Katakomben zurück, entwickelte unerwarteten Druck und erspielte sich zwingende Aktionen am Gäste-Sechzehner. Das schnelle 1:2 war die Folge: Niculescu erzielte es mit einem blitzsauberen Freistoßtor (49.). Nur acht Minuten später gelang dem MSV sogar der Gleichstand. Der Ex-Stuttgarter Tiffert hatte mit einem schönen Pass die VfB-Deckung über halbrechts aufgerissen und seinen Stürmer Ishiaku erreicht. Dieser ließ mit einem platzierten Schuss ins rechte Toreck Ulreich keine Abwehrmöglichkeit. Bis in die Schlussphase hinein war der MSV näher am 3:2 als die inzwischen wieder völlig verunsicherten Schwaben. Das entscheidende Tor der Partie gelang allerdings nicht der mittlerweile stärkeren Heimelf, sondern den Stuttgartern, für die Hitzlsperger Sekunden vor dem Abpfiff eine kleine Unaufmerksamkeit des MSV ausnutzte und mit dem letzten Torschuss ins Schwarze traf. Besonders ärgerlich für die Duisburger war, dass Schiri Rafati nur eine Minute Nachspielzeit angegeben hatte, der Treffer aber in der 93. Spielminute fiel. Entsprechend genervt war nach dem Schlusspfiff nicht nur MSV-Coach Bommer.

Ulrich Merk

Spielstatistik MSV Duisburg - VfB Stuttgart

MSV Duisburg

-

VfB Stuttgart

2:3 (0:2)

Bundesliga 2007/2008, 20. Spieltag
16.02.2008, 15:30 Uhr
MSV-Arena (Duisburg), 21.600 Zuschauer
Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover)
Tore
0:1 Mario Gomez 16. (Kopfball, Hilbert)
0:2 Mario Gomez 41. (Rechtsschuss, Pardo)
1:2 Claudiu Niculescu 49. (Freistoß)
2:2 Manasseh Ishiaku 57. (Rechtsschuss, Tiffert)
2:3 Thomas Hitzlsperger 90. (Rechtsschuss, Hilbert)
Wechsel Duisburg
Christian Weber
für Olivier Veigneau
(5,0)
(26.)
Manasseh Ishiaku
für Ivica Grlic
(3,0)
(40.)
Silvio Schröter
für Iulian Filipescu
(―)
(78.)
Wechsel VfB Stuttgart
Cacau
für Ciprian Marica
(―)
(68.)
Sami Khedira
für Yildiray Bastürk
(―)
(89.)
Karten Duisburg
Gelb für Sascha Mölders
Gelb für Iulian Filipescu
Gelb für Silvio Schröter
Karten VfB Stuttgart
Gelb für Cacau