Fand kurz vor dem Abpfiff doch noch eine Lücke: RaffaelDer Start in die Rückserie verlief für die beiden Bundesligisten aus Berlin und Bielefeld überaus unterschiedlich: Nach dem Sieg am vergangenen Spieltag bei Meister Stuttgart hatten sich die Herthaner zumindest vorerst aus dem Abstiegskampf verabschiedet. Dagegen steckten die Arminien tief im Abstiegsschlammassel fest. Im direkten Aufeinandertreffen bewiesen allerdings beide Mannschaften, dass sie zu Recht zur den schwächeren Teams der Liga gehörten. Ein Treffer in der Nachspielzeit bescherte den Hausherren überraschend noch einen unverdienten Heimsieg.
Der 3:1-Auswärtserfolg bei Meister VfB Stuttgart war einer der wenigen glanzvollen Auftritte der Berliner in der laufenden Spielzeit, deswegen nahm Hertha-Trainer Lucien Favre keine Veränderungen an der Startformation für das Heimspiel gegen Bielefeld vor. Aber auch die Ostwestfalen hatten die Schwaben schon einmal in dieser Saison geschlagen. Dementsprechend neutralisierten sich beide Mannschaften auf (nahezu) gleichem (niedrigen) Niveau. Arminia versuchte mit einem starken Abwehrbündnis zumindest die „Null“ hinten zu halten; die Hauptstädter rannten gegen dieses Bollwerk ideen- und konzeptlos an. Für die noch größte Torchance der Hauptstadt-Kicker in der ersten Halbzeit sorgte Patrick Ebert, als er aus guter Schussposition und 20 Metern vor dem gegnerischen Gehäuse verzog und der Ball weit am rechten Pfosten vorbei trudelte (22.). Die Fortuna stand dagegen der Hertha bei einem der wenigen Bielefelder Offensivbemühungen Pate: Eine verunglückte Flanke von Schuler landete „nur“ auf dem Querbalken (29.). Aus der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit gab es nichts Nennenswertes zu notieren.
Die Halbzeitpause brachte keine wirkliche Besserung. Zwar wurden die Hauptstädter stärker und erhöhten auch ihre Schlagzahl, doch blieben Torchancen gegen die Bielefelder Abwehrmauer Mangelware. Allerdings hätte es nach einer knappen Stunde fast im Arminien-Tor geklingelt: Hertha-Angreifer Raffael kam vor Hain zum Schuss, aber der Bielefelder Schlussmann wehrte den Ball ab. Die restliche reguläre Spielzeit und auch zwei Minuten Nachspielzeit gingen ereignislos vorüber. Die starke DSC-Defensive wehrte die zaghaften Berliner Angriffe allesamt ab - bis auf den letzten. Einen Einwurf köpfte ausgerechnet der Ex-Herthaner Marx unglücklich zu Raffael, der aus wenigen Metern zum Torerfolg einschoss. Ein Unentscheiden wäre vom Spielverlauf her indes gerechter gewesen. Immerhin zeigten die Bielefelder eine kämpferisch starke Leistung und gaben ihren Anhängern Hoffnung für die kommenden Wochen im Abstiegskampf. Die Berliner schienen nach diesem glücklichen Erfolg und bei zehn Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze vorerst aus dem Gröbsten raus zu sein.
Senthuran Sivananda
Hertha BSC
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Raffael | 90. | (Rechtsschuss) |
Aufstellung Hertha BSC![]() |
|
|---|---|
| Jaroslav Drobny | (4,0) |
| Sofian Chahed | (3,5) |
| Arne Friedrich | (3,0) |
| Josip Simunic | (2,5) |
| Malik Fathi | (3,0) |
| Patrick Ebert | (4,5) |
| Fabian Lustenberger | (4,0) |
| Gojko Kacar | (4,5) |
| Rudolf Skacel | (4,0) |
| Marko Pantelic | (4,0) |
| Raffael | (2,5) |
Aufstellung Bielefeld |
|
|---|---|
| Mathias Hain | (3,0) |
| Bernd Korzynietz | (4,0) |
| Petr Gabriel | (3,0) |
| Andre Mijatovic | (2,5) |
| Markus Schuler | (3,5) |
| Jonas Kamper | (4,0) |
| Radim Kucera | (3,5) |
| Thorben Marx | (4,5) |
| Siyabonga Nkosi | (5,5) |
| Sibusiso Zuma | (4,5) |
| Artur Wichniarek | (5,0) |
Wechsel Hertha BSC![]() |
|
|---|---|
| Mineiro für Gojko Kacar |
(3,5) (65.) |
| Solomon Okoronkwo für Rudolf Skacel |
(―) (78.) |
Wechsel Bielefeld |
|
|---|---|
| Oliver Kirch für Jonas Kamper |
(―) (72.) |
| Daniel Halfar für Siyabonga Nkosi |
(―) (80.) |
| Tobias Rau für Sibusiso Zuma |
(―) (88.) |
Karten Hertha BSC![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Rudolf Skacel |
| Gelb für | Malik Fathi |
Karten Bielefeld |
|
|---|---|
| Gelb für | Radim Kucera |
Trainer Hertha BSC![]() |
|---|
| Lucien Favre |
Trainer Bielefeld |
|---|
| Michael Frontzeck |