Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfL Bochum - VfB Stuttgart

Gerechte Punkteteilung

Eröffnete die zweite Hälfte mit einem Treffer: Thomas HitzlspergerEröffnete die zweite Hälfte mit einem Treffer: Thomas Hitzlsperger

Die von Abstiegssorgen befreiten Bochumer kosteten ihre komfortable Situation aus und entschieden sich für eine offensive Herangehensweise, die nach 20 Minuten die Führung brachte. Im zweiten Abschnitt bekämpften sich die Teams dann auf Augenhöhe. Das Endresultat war ein leistungsgerechtes 1:1.

Der VfL wollte nichts von einer Warmlaufphase wissen, sondern strebte von Beginn an die Bekanntschaft mit Sven Ulreich an. Die erste Begegnung mit dem Stuttgarter Torwart gab es bereits in der vierten Minute, als der durchgestartete Sestak zunächst scheiterte, die Kugel anschließend aber den Weg zu Benjamin Auer fand, der aus kurzer Entfernung mühelos einschob. Fälschlicherweise hatte das Schiedsrichtergespann den Angreifer jedoch im Abseits gesehen und verwehrte dem Treffer deshalb die Anerkennung. Die Platzherren waren in ihrem Gefühl, ungerecht behandelt worden zu sein, nicht lange alleine, denn nach 16 Minuten traf Peter Sippel auch eine Fehlentscheidung zu Ungunsten der Schwaben. Bevor Fernando Meira im Anschluss an eine Ecke Pardos einnetzte, war Marica angeblich unfair gegen VfL-Keeper Lastuvka zu Werke gegangen. Wenig später durfte dann aber endlich gejubelt werden: Bochums Spielgestalter Ono bewies Übersicht und bediente auf der rechten Seite Pfertzel, der nach innen weiterleitete; am zweiten Pfosten musste der unbehelligte Christoph Dabrowski nur noch den Fuß hinhalten (20.). Die bis dato unstrukturiert wirkenden Stuttgarter reagierten mit Versuchen von Marica, dessen Schuss innerhalb des 16-Meter-Raums soeben noch von Pfertzel abgeblockt wurde (28.), und Bastürk, der den Ball aus spitzem Winkel nicht voll erwischte (39.). Weil der starke Lastuvka zudem einem Eigentor von VfL-Kapitän Zdebel, der einen Pardo-Freistoß mit dem Hinterkopf verlängerte, im Weg stand (40.), blieb der Meister zunächst im Hintertreffen.

Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn befreite sich der VfB aber aus diesem Zustand. Marica stocherte sich im Zentrum gegen drei Bochumer durch und brachte das Spielgerät nach links zu Thomas Hitzlsperger ­ aus acht Metern schob der Nationalspieler unter Lastuvka hindurch zu seinem fünften Saisontor ein. Mit dem Erfolgserlebnis im Rücken agierte die Truppe von Armin Veh wesentlich sicherer als noch vor dem Seitenwechsel und trug in der verbleibenden Zeit ihren Teil zu einem offenen Schlagabtausch bei. Die nächsten Möglichkeiten gingen dann auch auf das Konto der Gäste, aber Cacau (52.) und Hilbert (61.) würzten ihre Schüsse nicht mit der nötigen Präzision. Selbiges war von den VfL-Akteuren Dabrowski, der es aus der Distanz probierte (63.), und Zdebel (67.) zu behaupten. Als Letzter begab sich acht Zeigerumdrehungen vor Schluss Stuttgarts Mario Gomez auf Torejagd, der wegen Oberschenkel- und Rückenproblemen zunächst auf der Bank Platz genommen hatte und in der 63. Minute für Marica eingewechselt worden war. Doch auch das 22-jährige Ausnahmetalent vermochte der Partie mit einem ungefährlichen Versuch nicht mehr die entscheidende Note zu verpassen. Somit mussten sich die aufstrebenden Schwaben nach vier Siegen in Serie mit einem Remis begnügen.

Christian Brackhagen

Spielstatistik VfL Bochum - VfB Stuttgart

VfL Bochum

-

VfB Stuttgart

1:1 (1:0)

Bundesliga 2007/2008, 24. Spieltag
15.03.2008, 15:30 Uhr
rewirpowerSTADION (Bochum), 25.100 Zuschauer
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Tore
1:0 Christoph Dabrowski 20. (Rechtsschuss, Pfertzel)
1:1 Thomas Hitzlsperger 47. (Linksschuss, Marica)
Wechsel Bochum
Mimoun Azaouagh
für Shinji Ono
(3,0)
(50.)
Marcin Mieciel
für Benjamin Auer
(4,0)
(62.)
Joel Epalle
für Tomasz Zdebel
(―)
(84.)
Wechsel VfB Stuttgart
Mario Gomez
für Ciprian Marica
(3,0)
(63.)
Sami Khedira
für Roberto Hilbert
(―)
(69.)
Arthur Boka
für Ludovic Magnin
(―)
(74.)
Karten Bochum
Gelb für Marcel Maltritz
Gelb für Christoph Dabrowski
Gelb für Tomasz Zdebel
Karten VfB Stuttgart
Gelb für Matthieu Delpierre
Gelb für Ludovic Magnin
Gelb für Roberto Hilbert