Fand als einziger Akteur den Weg zum erfolgreichen Abschluss: Michael FinkDas Hinspiel hatte der bislang überraschend starke Aufsteiger für sich entscheiden können. Im Rückspiel holte sich allerdings die Eintracht die Punkte, da die Badener ausgelaugt wirkten und im Angriff kaum etwas zustande brachten.
Die anfängliche Überlegenheit der Hausherren hielt nicht lange an. Schnell häuften sich die Fehlpässe und die Eintracht formierte sich defensiv so geschickt, dass sich die Umstände ändern konnten. So hatten die Eintracht-Stürmer Fenin und Amanatidis auch die ersten Tormöglichkeiten dieser Partie, trafen aber noch nicht genau genug. Karlsruhe kam im ersten Durchgang eigentlich nur in der 21. Minute zu einer echten Torchance. Aus spitzem Winkel fand Iashvili allerdings nicht die Lücke, die der bereits ausgespielte Torwart Nikolic hinterlassen hatte. Vier Minuten später machten es die Gäste besser: Ein Fehler von Görlitz leitete die Entstehung des 1:0 ein. Über Fenin kam der Ball auf der rechten Flanke zu Weissenberger, in dessen Hereingabe spritzte Fink, nahm die Kugel direkt ab und ließ Keeper Miller keine Abwehrchance. Nach dem Führungstreffer der Gäste verzettelten sich die Kontrahenten mehr und mehr in Einzelkämpfen, wobei sich besonders Amanatidis und Maik Franz hervortaten. Das Resultat war die Gelbe Karte für den Griechen und dessen Auswechslung (offiziell: wegen Knieproblemen) zur Pause, da er dicht vor dem Roten Karton stand. Vor den Toren passierte bis zur Pause nichts mehr, denn die Eintracht bevorzugte die reine Ballkontrolle, während sich der KSC immer wieder mit Fehlpässen selbst bestrafte.
Ein Konter der Hessen, bei dem Köhler an Miller scheiterte, erbrachte die erste Tormöglichkeit nach dem Seitenwechsel. Der KSC war zwar recht flott gestartet, doch die Angriffe verpufften wie im ersten Durchgang. Auf der Gegenseite hatte Franz zweimal Glück, dass grenzwertige Aktionen gegen Mantzios und Weissenberger nicht gegen ihn gepfiffen wurden. Gefahr ging sowieso nur noch von der Eintracht aus, die drei, vier Kontermöglichkeiten teils recht fahrlässig liegen ließ. Ein Kopfball von KSC-Angriffsspitze Kapplani wurde noch auf der Habenseite der Hausherren verbucht (80.), doch damit hatten die Gastgeber ihr Pulver verschossen. Der Erfolg der ersatzgeschwächten, aber meist souverän agierenden Frankfurter war somit völlig verdient, hätte allerdings um ein, zwei Tore höher ausfallen müssen.
Ulrich Merk
Karlsruher SC
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 0:1 | Michael Fink | 25. | (Rechtsschuss, Weissenberger) |
Aufstellung Karlsruhe![]() |
|
|---|---|
| Markus Miller | (2,0) |
| Andreas Görlitz | (5,0) |
| Mario Eggimann | (4,0) |
| Maik Franz | (3,5) |
| Christian Eichner | (4,0) |
| Christian Timm | (4,5) |
| Michael Mutzel | (3,0) |
| Massimilian Porcello | (4,5) |
| Tamas Hajnal | (3,5) |
| Alexander Iashvili | (4,5) |
| Edmond Kapllani | (4,5) |
Aufstellung Frankfurt |
|
|---|---|
| Oka Nikolov | (3,0) |
| Patrick Ochs | (3,0) |
| Aaron Galindo | (3,5) |
| Marco Russ | (2,5) |
| Christoph Spycher | (3,0) |
| Michael Fink | (2,0) |
| Junichi Inamoto | (3,0) |
| Markus Weissenberger | (3,5) |
| Benjamin Köhler | (3,5) |
| Ioannis Amanatidis | (3,5) |
| Martin Fenin | (3,0) |
Wechsel Karlsruhe![]() |
|
|---|---|
| Sebastian Freis für Christian Timm |
(3,5) (62.) |
| Stefan Buck für Massimilian Porcello |
(―) (77.) |
| Lars Stindl für Michael Mutzel |
(―) (81.) |
Wechsel Frankfurt |
|
|---|---|
| Evangelos Mantzios für Ioannis Amanatidis |
(3,5) (46.) |
| Faton Toski für Markus Weissenberger |
(―) (74.) |
| Mounir Chaftar für Benjamin Köhler |
(―) (89.) |
Karten Karlsruhe![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Christian Eichner |
Karten Frankfurt |
|
|---|---|
| Gelb für | Ioannis Amanatidis |
| Gelb für | Markus Weissenberger |
| Gelb für | Benjamin Köhler |
Trainer Karlsruhe![]() |
|---|
| Edmund Becker |
Trainer Frankfurt |
|---|
| Friedhelm Funkel |