Musste nur noch einschieben: Leonidas KampantaisNach zuletzt drei Unentschieden in Folge, u.a. gegen die Spitzenteams aus Bremen und Hamburg, hatte die Leistungskurve der Bielefelder nach oben gezeigt. Dementsprechend war auch ein Sieg über Karlsruhe schon eingeplant. Fast hätten sich die Arminien durch den pomadigen Auftritt im ersten Spielabschnitt und die schlechte Chancenverwertung danach selber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Erst in der Nachspielzeit besorgte KSC-Keeper Miller dem Gegner unfreiwillig doch noch den gerechten Lohn.
Schon unweit vor dem Anpfiff des Spiels in der Bielefelder Schüco-Arena erreichte KSC-Trainer Edmund Becker die erste schlechte Nachricht: Sein „Agressiv-Leader“ Maik Franz fiel wegen eines Blutergusses im Oberschenkel aus. Für ihn verteidigte Stoll. Daneben kehrten Adoube (für Buck) und Carnell (für Iashvilli) in die Mannschaft zurück. Bielefelds Übungsleiter Michael Frontzeck griff dagegen schon zum vierten Mal in Folge auf dieselbe Startformation zurück. Trotzdem war in der Anfangsphase kein Leistungsunterschied zu erkennen, denn beide Mannschaften scheuten das hohe Tempo nicht, standen aber auch in der Defensive diszipliniert, sodass Torchancen nur Mangelware waren. Mit zunehmender Spieldauer verflachte die Partie allerdings: Vor allem die Hausherren ließen sich hängen. Jedoch konnten die Karlsruher aus der neu gewonnenen Überlegenheit keinen Profit herausschlagen. Einem Treffer noch am Nächsten war Karlsruhes Mittelfeld-Regisseur Hajnal, dessen Versuch am linken Pfosten vorbei flog (19.).
In der Halbzeitpause hatte Bielefeld-Trainer Frontzeck wohl die richtigen Worte parat gehabt, denn im zweiten Spielabschnitt erhöhten die Ostwestfalen den Druck massiv, erspielten sich Tormöglichkeiten im Minutentakt, aber hatten auch jede Menge Pech im Abschluss. KSC-Goalie Miller parierte gegen Marx (50.) und Wichninarek (54.), und lenkte einen Kopfball von Eigler (61.) an den Querbalken. Zudem flogen die Schüsse von Wichniarek (61.) und Kamper (78.) am rechten Pfosten vorbei. Die Karlsruher sorgten dagegen nur selten für Entlastungsangriffe. Die größte Torchance der Badener stammte noch aus der Anfangsphase der zweiten Halbzeit. Kennedys Schuss verfehlte die linke Torstange (47.). Aber als sich selbst die Arminen mit dem Remis abfanden, erwies ausgerechnet der bis dahin beste Karlsruher Miller seiner Mannschaft einen Bärendienst. Dem Torhüter rutschte ein harmloser Schuss von Eigler aus den Händen, sodass der kurz zuvor eingewechselte Kampantais zum Torerfolg abstaubte (90+2.). Trotz des glücklichen Siegtreffers ging der dreifache Punktgewinn der Ostwestfalen mehr als in Ordnung, weil sie zumindest in der zweiten Halbzeit einen hohen Aufwand betrieben. Die Badener traten hingegen phasenweise viel zu passiv auf, um etwas Zählbares mitzunehmen.
Senthuran Sivananda
Arminia Bielefeld
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Leonidas Kampantais | 90. | (Rechtsschuss, Eigler) |
Aufstellung Bielefeld![]() |
|
|---|---|
| Rowen Fernandez | (3,5) |
| Markus Bollmann | (4,0) |
| Radim Kucera | (3,0) |
| Andre Mijatovic | (3,5) |
| Markus Schuler | (3,0) |
| Oliver Kirch | (3,5) |
| Rüdiger Kauf | (3,5) |
| Thorben Marx | (3,5) |
| Daniel Halfar | (4,0) |
| Christian Eigler | (3,0) |
| Artur Wichniarek | (4,0) |
Aufstellung Karlsruhe |
|
|---|---|
| Markus Miller | (4,0) |
| Andreas Görlitz | (3,5) |
| Mario Eggimann | (4,5) |
| Martin Stoll | (4,5) |
| Christian Eichner | (3,5) |
| Massimilian Porcello | (4,0) |
| Godfried Aduobe | (4,0) |
| Bradley Carnell | (4,5) |
| Tamas Hajnal | (4,0) |
| Sebastian Freis | (4,5) |
| Joshua Kennedy | (4,0) |
Wechsel Bielefeld![]() |
|
|---|---|
| Jonas Kamper für Artur Wichniarek |
(―) (75.) |
| Leonidas Kampantais für Thorben Marx |
(―) (82.) |
Wechsel Karlsruhe |
|
|---|---|
| Christian Timm für Bradley Carnell |
(―) (73.) |
| Alexander Iashvili für Joshua Kennedy |
(―) (73.) |
Trainer Bielefeld![]() |
|---|
| Michael Frontzeck |
Trainer Karlsruhe |
|---|
| Edmund Becker |