Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hamburger SV - MSV Duisburg

Zu viel Lethargie

Verpasste Hamburgs beste Ausgleichsmöglichkeiten: Nigel de JongVerpasste Hamburgs beste Ausgleichsmöglichkeiten: Nigel de Jong

Die erste Heimpleite - auch noch gegen den Tabellenletzten - musste der HSV sich selbst anrechnen. Eine geschlagene Stunde ließen die Norddeutschen verstreichen, ehe der Motor auf Touren kam. Duisburgs Grlic bewies, dass er nicht nur durch Freistöße torgefährlich ist.

Der Gastauftritt des Tabellenletzten MSV Duisburg hatte schon dem Hamburger Nordrivalen Werder Bremen nicht geschmeckt - besonders viel wussten auch die Elbstädter nicht mit den Westdeutschen in den ersten 45 Minuten anzufangen. Duisburg stand solide, setzte - wie erwartet - zunächst einmal auf die Absicherung der Null und wurde von den ideenlosen Hanseaten in diesem Bestreben wahrlich nicht überfordert (drei Hamburger Torschüsse). Ein lauer Kick ohne Höhepunkte lief vor den Augen der zahlenden Kundschaft auf den Rängen ab, was jene mit einem gellenden Pfeifkonzert beim Pausengang quittierte. Wenn ein Treffer möglich war, dann bestenfalls für die Zebras. Tiffert hatte in der 36. Minute aus halbrechter Position freie Schussbahn, zog aber deutlich drüber. Die einzig zählbare Ausbeute der Gastgeber zur Pause war negativer Natur: Atouba und van der Vaart sicherten sich mittels Gelber Karten eine Pause fürs nächste Spiel.

Wer aus Hamburger Sicht glaubte, es könne nur besser werden, wurde in der 54. Minute eines besseren belehrt. Ivica Grlic nahm auf der rechten Seite einen Einwurf auf, steuerte Richtung Sechzehner und traf, weil Reinhardt noch leicht abfälschte, per Rechtsschuss zum 1:0. Der HSV fand keine spielerische Lösung, diesen Rückschlag zu beheben. Die Einwechselung Pablo Sorins, nach langer Verletzungsauszeit noch nicht der erhoffte Impulsgeber, bewirkte zwar keinen Spontaneffekt, aber langsam bauten die Hanseaten in dem nickeliger werdenden Spiel den erforderlichen Druck auf. Nur in der Verwertung haperte es. De Jongs Kopfball verfehlte das Ziel immerhin nur sehr knapp (63.). Die Schlussphase war dann gekennzeichnet vom verzweifelten Anrennen der Gastgeber. De Jongs Geschoss aus spitzem Winkel war noch eine der besseren Möglichkeiten zum Ausgleich (87.), jagte jedoch über Duisburgs Kasten. Der letzte Aufreger der Partie entstand nach einem Freistoß van der Vaarts, den Willi im Strafraum angeblich handspiel-verdächtig berührt haben sollte - des Schiedsrichters Pfeife blieb jedoch stumm. Zurecht, wie Zeitlupen später bestätigten. Duisburg konnte sich zwei Plätze, auf Rang 16, hochschieben, derweil die Hamburger auf Rang vier zurückfielen.

André Schulin

Spielstatistik Hamburger SV - MSV Duisburg

Hamburger SV

-

MSV Duisburg

0:1 (0:0)

Bundesliga 2007/2008, 28. Spieltag
12.04.2008, 15:30 Uhr
HSH Nordbank Arena (Hamburg), 54.200 Zuschauer
Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)
Tore
0:1 Ivica Grlic 54. (Rechtsschuss, Lamey)
Wechsel Hamburg
Juan Pablo Sorin
für Piotr Trochowski
(4,0)
(56.)
Sidney Sam
für Thimothee Atouba
(―)
(77.)
Anton Putsila
für Mohamed Zidan
(―)
(89.)
Wechsel Duisburg
Blagoy Georgiev
für Christian Tiffert
(―)
(77.)
Markus Daun
für Claudiu Niculescu
(―)
(78.)
Fernando Santos
für Iulian Filipescu
(―)
(82.)
Karten Hamburg
Gelb für Rafael van der Vaart
Gelb für Thimothee Atouba
Gelb für Guy Demel
Karten Duisburg
Gelb für Mihai Tararache
Gelb für Christian Tiffert
Gelb für Maicon
Gelb für Fernando Ávalos