Stand plötzlich frei und schoss das Siegtor:
Karlsruhe ärgerte die heimschwachen Zebras konsequent mit ihren eigenen Waffen und mauerte sich unüberwindbar hinten ein. Kaum arrangierte sich Duisburg dann widerwillig mit dem 0:0, da schlugen die Badener zu und entschieden mit einem plötzlichen Überfall das trostlose Aufsteigertreffen noch für sich.
Während Meiderich trotz zuletzt großer Taten jeden Punkt zum Überleben brauchte, hatte Karlsruhe seine beste Zeit schon hinter sich und dümpelte ziellos im Tabellenmittelfeld herum. Sonderlich hungrig zeigten die Gäste sich insofern anfangs nicht, sondern zogen sich sofort in die eigene Hälfte zurück und richteten sich auf eine Begegnung aus der Konterperspektive ein. Diese Haltung gefiel Duisburg gar nicht. Die mit Abstand schwächste Heimelf der Liga tastete Karlsruhes Wand verzweifelt nach Einbruchstellen ab, verhielt sich dabei aber fürchterlich langsam und uninspiriert. Da besonders über die Außen nichts zusammenlief und sich nicht einmal gefährliche Standards ergaben, blieben den Zebras noch einzig Versuche aus der Distanz, die das Ziel aber allesamt verfehlten. Eine Einzelaktion Georgievs blieb lange die einzige taugliche Tormöglichkeit; nach einer Finte gegen Stoll schaufelte der Bulgare das Leder an den Querbalken (27.). Kurz darauf kam auch Karlsruhe zu seiner ersten offensiven Aktion, als der erstmals von Beginn an spielende Staffeldt zum Schuss kam (29.). Ansonsten taten die Gäste sich schwer zu verheimlichen, dass die Punkte für sie nicht überlebenswichtig waren.
Einzig an Duisburg war es damit, das Risiko nach der Pause zu erhöhen, wofür Rudi Bommer sogar den ungeliebten Lavric eintauschte, den er monatelang nicht berücksichtigt hatte. Spielerisch half das Meiderich aber nicht weiter. Statt dessen ergab sich eine Schrecksekunde, als Hajnal urplötzlich durchbrach und von Avalos erst kurz vor der Linie am 0:1 gehindert werden konnte (51.). Was Karlsruhe vorhatte, war noch immer nicht ganz klar, denn eigentlich gehörte die Spielführung Duisburg, das seinerseits nur überhaupt nichts damit anfangen konnte. Bezeichnend insofern der zweite Lattenschuss des MSV, der ebenfalls auf das Konto von Avalos ging, wohl eher aber als Flanke gedacht war (67.). Je länger das Spiel dauerte, desto hastiger und hilfloser wurden die Angriffe der Zebras. Da Karlsruhe seine Maurerkelle nicht weglegte, schien ein 0:0 daher kaum noch vermeidbar. Dann aber plötzlich schwärmten die Gäste aus und beschworen in zwei starken Szenen mehr Torgefahr herauf als Duisburg im gesamten Spiel. Den ersten Schuss, von Joshua Kennedy, konnte Starke noch parieren, dann aber kombinierten die Badener gekonnt und schickten Freis ganz alleine los, worauf dieser sogar noch das Auge für Hajnal bewies neun Minuten vor Schluss markierte der Ungar das 0:1 und legte damit Karlsruhes Karten auf den Tisch. Eine Antwort fand Duisburg darauf nicht mehr.
Maik Großmann
MSV Duisburg
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 0:1 | Tamas Hajnal | 81. | (Linksschuss, Freis) |
Aufstellung Duisburg![]() |
|
|---|---|
| Tom Starke | (3,0) |
| Michael Lamey | (4,0) |
| Fernando Ávalos | (4,0) |
| Björn Schlicke | (4,5) |
| Tobias Willi | (3,5) |
| Christian Tiffert | (4,5) |
| Ivica Grlic | (3,5) |
| Adam Bodzek | (3,5) |
| Maicon | (4,5) |
| Blagoy Georgiev | (5,0) |
| Claudiu Niculescu | (4,5) |
Aufstellung Karlsruhe |
|
|---|---|
| Markus Miller | (3,0) |
| Andreas Görlitz | (3,5) |
| Mario Eggimann | (3,0) |
| Martin Stoll | (3,5) |
| Christian Eichner | (3,5) |
| Timo Staffeldt | (4,0) |
| Massimilian Porcello | (4,0) |
| Godfried Aduobe | (4,0) |
| Tamas Hajnal | (3,0) |
| Sebastian Freis | (3,0) |
| Joshua Kennedy | (4,5) |
Wechsel Duisburg![]() |
|
|---|---|
| Klemen Lavric für Christian Tiffert |
(5,0) (46.) |
| Markus Daun für Maicon |
(―) (82.) |
| Olivier Veigneau für Tobias Willi |
(―) (82.) |
Wechsel Karlsruhe |
|
|---|---|
| Christian Timm für Timo Staffeldt |
(―) (70.) |
| Stefan Buck für Tamas Hajnal |
(―) (87.) |
| Edmond Kapllani für Sebastian Freis |
(―) (90.) |
Karten Duisburg![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Ivica Grlic |
| Gelb für | Klemen Lavric |
| Gelb für | Blagoy Georgiev |
Karten Karlsruhe |
|
|---|---|
| Gelb für | Martin Stoll |
Trainer Duisburg![]() |
|---|
| Rudolf Bommer |
Trainer Karlsruhe |
|---|
| Edmund Becker |