Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hertha BSC - Hamburger SV

HSV ging die Luft aus

Sorgte auf dem linken Flügel wenigstens für etwas Belebung: 
Lukas PiszczekSorgte auf dem linken Flügel wenigstens für etwas Belebung:
Lukas Piszczek

Mit der Punkteteilung im direkten Vergleich blieben die Kicker aus den Metropolen Berlin und Hamburg schon zum siebten bzw. fünften Mal in Folge sieglos. Während sich für die Hauptstädter im Tabellen-Niemandsland nichts Grundlegendes veränderte, verloren die Hanseaten weiteren wichtigen Boden im Kampf um die Europapokal-Plätze. Dabei vergaben sie sogar einen Strafstoß.

Richtig viel Betrieb herrschte in der ersten Halbzeit nur in den Anfangsminuten, als Herthas Defensive noch Anlaufschwierigkeiten hatte und mit zahlreichen Fehlern überraschend agile Hamburger zu Torchancen einlud. Gleich nach 15 Sekunden landete Skacels Rückpass beim wieder genesenen Olic, der aber dann nur das Außennetz traf, ehe Sturmpartner Zidan kurz darauf über den Querbalken schoss (3.). Danach verflachte die Partie, weil die Herthaner nun hinten sicher standen und die HSV-Offensive schlicht zu ideenlos agierte, um dieses Abwehrbollwerk zu durchbrechen. Nur in der 35. Minute wurde es noch einmal gefährlich, als der eingewechselte Ben-Hatira, sträflich freistehend, an BSC-Schlussmann Drobny scheiterte. Die Hausherren präsentierten sich in der Offensive sogar noch zaghafter als ihr Gegner und sorgten daher auch für keinerlei gefährliche Torraumszenen im ersten Spielabschnitt.

Dafür zeigten sich die Gastgeber nach der Halbzeitpause geläutert und betrieben nun ihr Spiel nach vorne erheblich schneller. Für diese Bemühungen wurden sie nicht einmal 100 Sekunden nach Wiederbeginn beinahe belohnt, jedoch schoss Ebert den Ball unglücklich links am Tor vorbei. Nur wenige Zeigerumdrehungen später setzte sich Piszczek im Laufduell gegen einige HSVler durch, übersah jedoch den besser postierten Lima, so dass der Angriff doch noch abgefangen wurde (47.). Auch danach blieben die Berliner am Drücker, nur fehlte ihren Angriffen weiterhin die entscheidende Portion Durchschlagskraft. Zudem wurde die beste Berliner Chance abgepfiffen: Zu Unrecht sah das Schiedsrichter-Gespann Chahed vor seiner Flanke im Abseits, so dass Piszczeks anschließender Schuss ins Tor Makulatur blieb (62.). Hamburgs größte Tormöglichkeit war dagegen einer Einzelleistung zu verdanken. Demel wurde nach seinem 60-Meter-Solo von Simunic im Strafraum zu Fall gebracht, was Schiedsrichter Sippel auch bemerkte sowie ahndete. Den fälligen Elfmeter verschoss Olic jedoch auf bezeichnend klägliche Weise: Er zielte am Tor vorbei (75.). Immerhin weckte dies neue Lebensgeister bei den Nordlichtern, aber sowohl Demel, dessen Versuch von Hertha-Keeper Drobny über die Latte gelenkt wurde (81.), als auch Benjamin, der knapp am Lattenkreuz vorbei drosch (85.), hatten nicht mehr Glück im Abschluss als ihre Teamkollegen. Verdient wäre ein Hamburger Sieg ohnehin nicht gewesen, da die Gäste es kaum jemals schafften, ihren biederen und pomadigen Gegner zu beherrschen. Insofern knüpften beide Mannschaften nur an ihre Leistungen der letzten Wochen an.

Senthuran Sivananda

Spielstatistik Hertha BSC - Hamburger SV

Hertha BSC

-

Hamburger SV

0:0 (0:0)

Bundesliga 2007/2008, 29. Spieltag
15.04.2008, 20:00 Uhr
Olympiastadion (Berlin), 40.300 Zuschauer
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Tore
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Wechsel Hertha BSC
Pal Dardai
für Fabian Lustenberger
(―)
(69.)
Pascal Bieler
für Patrick Ebert
(―)
(76.)
Chinedu Ede
für Lukas Piszczek
(―)
(85.)
Wechsel Hamburg
Änis Ben-Hatira
für Juan Pablo Sorin
(4,5)
(18.)
Miso Brecko
für Jerome Boateng
(4,0)
(55.)
Paolo Guerrero
für Ivica Olic
(―)
(76.)
Karten Hertha BSC
Gelb für Josip Simunic
Gelb für Pascal Bieler
Karten Hamburg
keine
Besondere Vorkommnisse: Olic verschießt Foulelfmeter (75.) - am Tor vorbei (Simunic an Demel)