Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Bayer Leverkusen - Karlsruher SC

KSC hoffnungslos unterlegen

Dreh- und Angelpunkt einer starken Werkself: Bernd SchneiderDreh- und Angelpunkt einer starken Werkself: Bernd Schneider

Nach den bisherigen Auftritten an den beiden vorangegangen Spieltagen hätte man gut und gerne eine enge Partie erwarten können. Letztlich gab in der BayArena über die gesamten 90 Minuten jedoch nur die Heimelf den Ton an. Einziges Manko von Schneider & Co. trotz des deutlichen Erfolges: die Chancenaverwertung.

Nach einem rasanten Start ins Spielgeschehen, Gekas und Kapllani hatten innerhalb der ersten vier Minuten die Chance zum 1:0, wurde es einseitig. Einzig Bayer gelang es nun, Druck zu entwickeln und weitere Möglichkeiten herauszuspielen. Im KSC-Strafraum brannte es in der Folge in einem fort lichterloh. Hintereinander ergaben sich für Schneider, Kießling und Barnetta in der ersten Viertelstunde weitere Großchancen, die nur knapp von Torwart Miller & Co. vor ihrer optimalen Vollendung bewahrt wurden. Als Schneider allerdings aus dem linken Halbfeld eine scharfe Flanke vor den Torraum zog und Maik Franz die Kugel unhaltbar per Kopf ins eigene Netz weitergeleitet hatte, war der Bann gebrochen (20.). Zwischen dem 2:0 durch Manuel Friedrich, der nach einem kleinen Durcheinander in Folge eines Eckstoßes glücklich abstaubte bzw. angeschossen wurde (27.), hatte Rolfes noch den rechten Pfosten getroffen (23.). Die drastische Überlegenheit der Werkself gipfelte in einen weiteren Alu-Treffer Schneiders (32., per Freistoß) und dem 3:0 durch Torschützenkönig Gekas, der nach Vorarbeit von Schneider aus acht Metern durch die vielbeinige KSC-Deckung traf (35.). Letzte Highlights vor der Pause waren ein elfmeterwürdiges Foul von Franz an Kießling und ein Außennetzschuss - Überraschung! - von Kapllani (KSC).

Leverkusen setzte seine Sturm- und Drangzeit nach dem Seitenwechsel nahtlos fort. Die Aufzählung der vielfältigen Möglichkeiten zu weiteren Treffern, die sich für Rolfes, Kießling und vor allem Gekas, der allein dreimal aussichtsreich vergab, würde fast ermüden. Tatsache blieb: der KSC war völlig überfordert und Bayer ging fahrlässig mit den vielen Tormöglichkeiten um. Insgesamt aber ließ die Skibbe-Elf im Verlauf des zweiten Durchgangs dann doch merklich in ihren Bemühungen nach. Den Karlsruhern gelang in den letzten zehn Minuten dann noch der ein oder andere Durchbruch. Bayer-Schlussmann Adler war jedoch, mit dem was letztlich bei ihm anlandete, nicht echt gefordert. Freiers schöner Drehschuss, er jagte das Leder knapp über den linken Torgiebel, schloss die einseitige Partie dann ab. Karlsruhe enttäuschte in allen Belangen, reihte sich mit diesem Auftritt vorerst in die Gruppe der mutmaßlichen Kellerkinder ein, während sich Bayer für höhere Ansprüche empfahl.

Ulrich Merk

Spielstatistik Bayer Leverkusen - Karlsruher SC

Bayer Leverkusen

-

Karlsruher SC

3:0 (3:0)

Bundesliga 2007/2008, 3. Spieltag
25.08.2007, 15:30 Uhr
BayArena (Leverkusen), 22.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Tore
1:0 Maik Franz 20. (Eigentor, Schneider)
2:0 Manuel Friedrich 27. (Linksschuss, Haggui)
3:0 Theofanis Gekas 35. (Rechtsschuss, Schneider)
Wechsel Leverkusen
Arturo Vidal
für Carsten Ramelow
(―)
(77.)
Paul Freier
für Theofanis Gekas
(―)
(81.)
Lukas Sinkiewicz
für Simon Rolfes
(―)
(87.)
Wechsel Karlsruhe
Sebastian Freis
für Edmond Kapllani
(4,5)
(46.)
Timo Staffeldt
für Bradley Carnell
(5,0)
(46.)
Sanibal Orahovac
für Christian Timm
(―)
(72.)
Karten Leverkusen
Gelb für Carsten Ramelow
Karten Karlsruhe
Gelb für Bradley Carnell
Gelb für Mario Eggimann