Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfB Stuttgart - MSV Duisburg

Gomez machte den Unterschied

Zeigte, dass er in seiner Zwangspause den Torriecher bewahren konnte: Mario GomezZeigte, dass er in seiner Zwangspause den Torriecher bewahren konnte: Mario Gomez

Meister und Aufsteiger spielten eigentlich auf Augenhöhe. Ähnlich wenig Tormöglichkeiten, ähnlich viel Spielanteile; aber da war noch ein Pluspunkt für den verletzungsgeplagten, aber Immer-noch-Favoriten VfB: Rückkehrer Mario Gomez.

Fast hätte der Ex-Stuttgarter und Neu-Duisburger Tiffert seinen ehemaligen Kameraden bereits nach drei Spielminuten einen heftigen Schock verpasst, doch der Mann von der rechten Außenbahn zielte nach einer Flanke von Verteidiger Lamey knapp am Kasten von Torwart Schäfer vorbei. Beide Teams suchten bereits in der Frühphase der Partie den direkten Weg zum Tor, so dass auch der VfB zu einer guten Möglichkeit kam, doch ebenso wie Tiffert fand auch Marica nicht den Weg ins Eckige (6.). Ein von den Kontrahenten flott absolvierter Spielabschnitt folgte, doch erst ein schöner Freistoß Pardos (23., Starke blieb Sieger) und ein Kopfstoß von Hilbert, den Gomez allerdings unfreiwillig abblockte (30.) brachten wieder Aufregung vor einem Tor. Mario Gomez, nach längerer Verletzungspause überraschend wieder in der Startelf, zeigte allerdings in der 34. Minute, warum er zum "Fußballer des Jahres" aufgestiegen war. Mit dem Rücken zum Tor nahm er eine Vorarbeit Osarios am Torraum auf, drehte sich blitzschnell und schloss in bester Torjäger-Manier zum 1:0 ab. Die Qualitäten der einzigen nominellen MSV-Spitze Ishiaku blitzten dagegen weder vor noch nach der Pause auf. Auf dieser Position machte sich letztlich der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften besonders bemerkbar.

Der VfB agierte lustlos weiter, als wollte er den knappen Vorsprung bereits zu Beginn der zweiten Hälfte nur noch konsequent verwalten. Dem nun überlegenen MSV fehlten allerdings die kreativen Mittel, um das Bollwerk der Hausherren entscheidend zu durchbrechen. So ergab sich ein immer wiederkehrendes Dilemma im Fußball: Die eine Mannschaft wollte, aber konnte nicht - die andere Mannschaft konnte zwar auch nicht wirklich, wollte scheinbar aber auch nicht. Eine Doppelchance für Idrissou (61., Kopfball) und Schlicke (62., Flachschuss) wurde die Beute von Schlussmann Schäfer, war aber auch nicht wirklich superbrenzlig. Ganz geheuer schien den Schwaben der Spielverlauf im zweiten Durchgang aber doch nicht zu sein, denn Trainer Veh hatte inzwischen frische Kräfte mit Ewerthon und da Silva gebracht, die in der Schlussphase dann auch jeweils auf 2:0 hätten erhöhen können. MSV-Keeper Starke und seine Vorderleute waren nun allerdings auf der Hut. Die durchweg mit harten Bandagen geführte Partie präsentierte neben insgesamt acht Gelben Karten zuletzt noch einen weniger schönen Höhepunkt. Tararache hatte unnötig den Ellbogen ausgefahren und durfte drei Minuten früher als der Rest der Spieler zum Duschen. Nach vorne konnte sich der MSV zuletzt nicht mehr durchsetzen, so dass sich die Spannung in diesem eigentlich engen Spiel artig in Grenzen hielt. Immerhin durfte der VfB seinen ersten Saison-Dreier feiern.

Ulrich Merk

Spielstatistik VfB Stuttgart - MSV Duisburg

VfB Stuttgart

-

MSV Duisburg

1:0 (1:0)

Bundesliga 2007/2008, 3. Spieltag
25.08.2007, 15:30 Uhr
Gottlieb-Daimler-Stadion (Stuttgart), 45.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Tore
1:0 Mario Gomez 34. (Rechtsschuss, Osorio)
Wechsel Duisburg
Maicon
für Ivica Grlic
(3,5)
(32.)
Ailton
für Mohamadou Idrissou
(―)
(70.)
Markus Daun
für Iulian Filipescu
(―)
(80.)
Karten VfB Stuttgart
Gelb für Alexander Farnerud
Gelb für Roberto Hilbert
Gelb für Fernando Meira
Gelb für Silvio Meißner
Karten Duisburg
Gelb für Iulian Filipescu
Gelb-Rot für Mihai Tararache (87.)
Gelb für Mohamadou Idrissou
Gelb für Tom Starke
Gelb für Manasseh Ishiaku