Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Karlsruher SC - SV Werder Bremen

Typisch Werder

Machte seinen ersten Doppelpack im Oberhaus: KSC-Stürmer Sebastian FreisMachte seinen ersten Doppelpack im Oberhaus: KSC-Stürmer Sebastian Freis

Ein weiteres Mal entwickelte sich eine Partie mit grün-weißer Beteiligung zu einer äußerst unterhaltsamen Veranstaltung. Dass es für die spielbestimmenden Bremer nicht zu einem Sieg reichte, lag an ihrem fahrlässigen Umgang mit Chancen und an der Konterstärke des KSC.

Schon die Anfangsminuten ließen erahnen, dass die Begegnung das Potenzial für ein Torfestival hatte. Die Werderaner waren unverkennbar auf ein frühes Erfolgserlebnis aus und verbuchten durch Sanogo, dessen Kopfballaufsetzer Karlsruhes Keeper Markus Miller bravourös abwehrte (3.), und Klasnic, der aus kurzer Entfernung gleich doppelt scheiterte (6.), dicke Gelegenheiten. Die Hausherren bekamen zunächst keine Ordnung in ihre Deckung, was sie jedoch nicht daran hinderte, mit ihrem zweiten und letzten Torschuss vor dem Wechsel in Front zu gehen. Der zukünftige Dortmunder Hajnal setzte mit einem feinen Pass Sebastian Freis in Szene, der von der Strafraumgrenze seinen siebten Saisontreffer markierte (15.). Als hätte es das 1:0 nicht gegeben, stürmten die Hanseaten weiter selbstbewusst und flüssig kombinierend auf den KSC-Kasten zu. Den überfälligen Ausgleich besorgte in der 23. Minute Spielmacher Diego, der nach einem abgeblockten Borowski-Versuch in Ballbesitz kam und aus elf Metern ins linke Eck traf. Kurze Zeit später verpasste dann der freistehende Sanogo aus bester Lage das zweite Bremer Tor (27.). Mehr Fortune hatte nach einer halben Stunde Winterneuzugang Mesut Özil, dessen kullernden Distanzschuss Miller zum 1:2-Pausenresultat durch die Hände rutschen ließ.

Der Tabellenzweite knüpfte nahtlos an seinen temporeichen Auftritt an und hätte kurz nach Wiederbeginn einen Elfmeter zugesprochen bekommen müssen, doch Schiedsrichter Seemann stufte Eggimanns Handspiel im Strafraum als unabsichtlich ein (48.). An Chancen mangelte es Werder aber auch so nicht: Zunächst schoss Diego aus 22 Metern etwas zu unplatziert (51.) und wenige Augenblicke später tankte sich Naldo in die Gefahrenzone durch, fand aber nicht an Miller vorbei (52.). In gewohnter Manier waren die Schaaf-Schützlinge weit aufgerückt, was die kontererprobten Karlsruher durch Freis (59.) und den vom eingewechselten Iashvili bedienten Edmond Kapllani (67.) im Stile einer Spitzenmannschaft ausnutzten. Für den Albaner war es, genau wie für Özil, der erste Treffer in der Bundesliga. Die Bremer waren sichtlich irritiert, rafften sich allerdings in der Schlussphase noch einmal auf und schafften vier Minuten vor dem Ende in Person von Boubacar Sanogo, der aus kurzer Entfernung ein Zuspiel Diegos über die Linie drückte, das mehr als verdiente 3:3.

Christian Brackhagen

Spielstatistik Karlsruher SC - SV Werder Bremen

Karlsruher SC

-

SV Werder Bremen

3:3 (1:2)

Bundesliga 2007/2008, 30. Spieltag
26.04.2008, 15:30 Uhr
Wildparkstadion (Karlsruhe), 29.500 Zuschauer
Schiedsrichter: Marc Seemann (Essen)
Tore
1:0 Sebastian Freis 15. (Rechtsschuss, Hajnal)
1:1 Diego 23. (Rechtsschuss)
1:2 Mesut Özil 30. (Linksschuss, Borowski)
2:2 Sebastian Freis 59. (Rechtsschuss)
3:2 Edmond Kapllani 67. (Rechtsschuss, Iashvili)
3:3 Boubacar Sanogo 86. (Linksschuss, Diego)
Aufstellung Bremen
Tim Wiese (4,0)
Clemens Fritz (3,0)
Per Mertesacker (4,5)
Naldo (3,0)
Petri Pasanen (4,0)
Tim Borowski (2,5)
Daniel Jensen (3,5)
Mesut Özil (2,5)
Diego (2,0)
Boubacar Sanogo (4,0)
Ivan Klasnic (4,5)
Wechsel Bremen
Markus Rosenberg
für Ivan Klasnic
(3,5)
(65.)
Hugo Almeida
für Mesut Özil
(―)
(84.)
Karten Karlsruhe
Gelb für Andreas Görlitz
Gelb für Tamas Hajnal
Gelb für Maik Franz
Gelb für Edmond Kapllani
Karten Bremen
keine