Bundesliga

Spieltag

Spielbericht SV Werder Bremen - FC Energie Cottbus

Eine Frage der Geduld

Erzielte elf Minuten nach seiner Hereinnahme das 1:0: Markus RosenbergErzielte elf Minuten nach seiner Hereinnahme das 1:0: Markus Rosenberg

Die Begegnung war nichts anderes als eine 90-minütige Daueroffensive in Grün-Weiß. Es dauerte allerdings bis zur Mitte der zweiten Hälfte, ehe der eingewechselte Rosenberg den Knoten zum Platzen brachte. Durch den Sieg setzten sich die zweitplatzierten Bremer zwei Punkte von ihrem nur remis spielenden Verfolger Schalke ab.

Werder-Coach Thomas Schaaf konnte wieder auf Anführer Frings zurückgreifen, musste dafür aber auf den am Oberschenkel verletzten Diego verzichten. Die Abwesenheit des Regisseurs machte sich allerdings zu keiner Zeit bemerkbar. Von der ersten Sekunde an stürmten die Platzherren auf das Energie-Gehäuse zu und kamen durch Özil auch gleich zu zwei guten Möglichkeiten, die Gerhard Tremmel jedoch zunichte machte (1./5.). Im Gegensatz zu seinen Teamkollegen war der Cottbuser Schlussmann gleich voll auf der Höhe, wie in der zwölften Minute auch Jensen erfahren musste, der es nach einem Pass von Fritz aus spitzem Winkel probierte. Nach 20 Minuten waren die Lausitzer dann einigermaßen sortiert, konnten aber nur ganz selten für ein wenig Entlastung sorgen. Echte Chancen besaßen ausschließlich die Bremer, die sich ständig in der Nähe des gegnerischen Strafraums herumtrieben. Wie schon häufiger in den letzten Wochen mangelte es ihnen jedoch am nötigen Killerinstinkt. So zielten Jensen (27.), Borowski (34.) und Klasnic (38.) allesamt zu hoch, bevor Boubacar Sanogo in der 40. Minute aus sieben Metern an Tremmel scheiterte und damit die hochprozentigste aller Werder-Gelegenheiten im ersten Durchgang vergab.

Da sich nach dem Wechsel bei den weiterhin in allen Belangen überlegenen Hanseaten zunächst keine Besserung in Sachen Chancenverwertung einstellte, brachte Schaaf mit Almeida und Rosenberg zwei frische Offensivkräfte (56.). Ein kluger Schachzug, denn Beide trugen sich im weiteren Verlauf in die Torschützenliste ein. Die erlösende Führung markierte Markus Rosenberg: Nach einem Zuspiel von Frings schaltete der Schwede schneller als Gegenspieler Ziebig und schoss aus kurzer Entfernung seinen zwölften Saisontreffer (67.). Weniger Mühe hatte in der 79. Minute Hugo Almeida, der eine Vorlage Borowskis völlig freistehend nur noch über die Linie schubsen musste. Cottbus dagegen hatte mit Ausnahme eines Versuchs durch Angelov im Anschluss an einen Konter, den Keeper Wiese parierte (54.), im Angriff nichts zu bieten. In Anbetracht weiterer Bremer Möglichkeiten durch Özil (62.), Rosenberg (71./88.) und Pasanen (74.) konnten sich die abstiegsbedrohten Gäste schließlich glücklich schätzen, nach der 0:5-Packung auf Schalke am vorletzten Spieltag nicht erneut unter die Räder gekommen zu sein. Bitter für Werder: Torsten Frings kassierte die fünfte Gelbe Karte und wird damit im Nordderby gegen Hamburg fehlen.

Christian Brackhagen

Spielstatistik SV Werder Bremen - FC Energie Cottbus

SV Werder Bremen

-

FC Energie Cottbus

2:0 (0:0)

Bundesliga 2007/2008, 31. Spieltag
03.05.2008, 15:30 Uhr
Weserstadion (Bremen), 39.700 Zuschauer
Schiedsrichter: Dr. Helmut Fleischer (Ulm)
Tore
1:0 Markus Rosenberg 67. (Rechtsschuss, Frings)
2:0 Hugo Almeida 79. (Rechtsschuss, Borowski)
Wechsel Bremen
Hugo Almeida
für Ivan Klasnic
(3,0)
(56.)
Markus Rosenberg
für Boubacar Sanogo
(2,0)
(56.)
Patrick Owomoyela
für Clemens Fritz
(―)
(78.)
Wechsel Cottbus
Dusan Vasiljevic
für Branko Jelic
(5,0)
(34.)
Dimitar Rangelov
für Stiven Rivic
(―)
(68.)
Michal Papadopulos
für Ervin Skela
(―)
(87.)
Karten Bremen
Gelb für Torsten Frings
Karten Cottbus
Gelb für Daniel Ziebig
Gelb für Stanislav Angelov
Gelb für Vragel da Silva