Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt

Europapokal weiter in Sicht

Er ließ seine Kritiker verstummen: Yildiray BastürkEr ließ seine Kritiker verstummen: Yildiray Bastürk

Durch den Sieg über Eintracht Frankfurt hielt der VfB Stuttgart seine Chancen im Rennen um die Europapokal-Plätze weiterhin aufrecht. Gegen völlig von der Rolle auftretende Frankfurter Verteidiger hatten spielfreudige Schwaben keine Mühen. Dabei war die Höhe der Niederlage für die Eintracht sogar noch schmeichelhaft, denn der Meister der vergangenen Saison ließ viele Großchancen aus.

Nur für den VfB Stuttgart ging es in diesem Spiel um etwas: Während die Cannstädter nämlich noch Chancen auf den Einzug ins internationale Geschäft hatten, befanden sich die Fußballer vom Main im Tabellen-Niemandsland. Dementsprechend hoch war auch der Einsatz der Hausherren von Beginn an. Der Gast aus Frankfurt präsentierte sich dagegen, vor allem in der Defensive, konfus und brachte sich selbst durch grobe Abwehrfehler schon früh auf die Verliererstraße. Gleich nach drei Minuten wehrte Kyrgiakos eine Boka-Flanke unglücklich zu Bastürk ab und der Mittelfeld-Regisseur sorgte per Direktabnahme für die Führung. Nicht viel besser stellten sich anschließend Kyrgiakos' Teamkollegen an. Am Strafraumeck vertändelte Ochs den Ball an Boka, dessen Hereingabe fälschte Köhler in die Mitte ab, wo Gomez mit einem strammen Schuss Eintracht-Keeper Pröll keine Abwehrmöglichkeit ließ (7.). Doch damit nicht genug: Nachdem Cacau seinen Kopfball an den linken Außenpfosten setzte (9.), war es dem zuletzt so oft gescholtenen Bastürk vorbehalten, für die Vorentscheidung zu sorgen. Der Türke umkurvte erst Spycher und SGE-Goalie Pröll, um dann ins leere Tor einzuschieben (17.). Auch danach dauerte der Stuttgarter Sturm aufs Frankfurter Tor an, allerdings zeigte zumindest das Schiedsrichtergespann etwas Mitleid gegenüber den Hessen und pfiff ein reguläres Tor von Hilbert wegen eines angeblichen Handspiels ab (35.). Zudem ließen der Ex-Fürther (30., 36.), Cacau (39.) und Gomez (45.) weitere gute Möglichkeiten aus. Während die Frankfurter Viererkette unter der Last der vielen Abwehrarbeit nahezu zusammenbrach, blieb die Offensive in der ersten Halbzeit beschäftigungslos und erspielte sich nicht mal eine gute Torchance. Auch die zweite Halbzeit versprach für die Main-Kicker keine große Verbesserung....

..., denn Eintracht-Trainer Funkel wollte keine höhere Niederlage riskieren, um die maue Chancenbilanz seiner Schützlinge aufzupolieren. So nahm er auch keine Änderung an der taktischen Ausrichtung vor, sondern wechselte stattdessen nur zweimal (Inamoto für Russ, Mahdavika für Fenin) zur Stabilisierung der Defensive. Allerdings zerstreute Cacau schon zwei Minuten nach Wiederbeginn die Frankfurter Hoffnungen auf Schadensbegrenzung. Der Brasilianer jagte aus knapp zwanzig Metern das Leder unter die Latte, dabei beschränkte sich die Frankfurter Abwehrarbeit auf den Begleitschutz für den VfB-Angreifer. Sein Sturmpartner Gomez (49., 56.) vergab zwei weitere Großchancen, ehe der Eintracht nach ihrem einzigen gelungenen Angriff wenigstens der Ehrentreffer gelang. Tosci und Amanatidis trieben die Kombination voran, die der Grieche mit einem Lupfer über Stuttgarts Schlussmann Schäfer zum Torerfolg vollendete (62.). Danach wollten sich weder die Schwaben noch die Hessen großartig anstrengen, so dass die Partie bis zum Schlusspfiff ereignislos vorüber ging. Die Frankfurter erwischten einen schwarzen Tag und wurden dafür von spielstarken Stuttgarter mit einer noch zu niedrigen Klatsche bestraft.

Senthuran Sivananda

Spielstatistik VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt

VfB Stuttgart

-

Eintracht Frankfurt

4:1 (3:0)

Bundesliga 2007/2008, 31. Spieltag
03.05.2008, 15:30 Uhr
Gottlieb-Daimler-Stadion (Stuttgart), 55.800 Zuschauer
Schiedsrichter: Dr. Markus Merk (Otterbach)
Tore
1:0 Yildiray Bastürk 3. (Rechtsschuss)
2:0 Mario Gomez 7. (Rechtsschuss)
3:0 Yildiray Bastürk 18. (Linksschuss, Gomez)
4:0 Cacau 48. (Rechtsschuss, da Silva)
4:1 Ioannis Amanatidis 63. (Rechtsschuss, Toski)
Wechsel VfB Stuttgart
Ciprian Marica
für Mario Gomez
(4,0)
(63.)
Ludovic Magnin
für Cacau
(―)
(77.)
Andreas Beck
für Arthur Boka
(―)
(81.)
Wechsel Frankfurt
Junichi Inamoto
für Marco Russ
(4,0)
(46.)
Mehdi Mahdavikia
für Martin Fenin
(4,0)
(46.)
Karten VfB Stuttgart
keine
Karten Frankfurt
Gelb für Christoph Spycher