Sein Treffer rüttelte die Fans einmal wach:
Von zwei sehr schwachen Teams spielte der Meister etwas weniger desolat und quälte sich zu einem glanzlosen Arbeitssieg. Bochum blieb bis zum Ende ohne Meinung zum Spiel.
Für den VfB Stuttgart und den VfL Bochum ging es darum, Anschluss an die oberen Tabellenränge zu halten. Während der VfB im Wesentlichen auf die in Bremen mit 1:4 unterlegene Formation vertraute und nur Magnin durch Boka ersetzte, tauschten die Bochumer gleich auf vier Positionen, inklusive der kompletten Sturmreihe, aus: Der zuletzt glücklose Bechmann wurde durch Mieciel ersetzt, Grote spielte für Fuchs, für Sestak kam Pfertzel in die Startformation, und Imhof sollte für Zdebel im defensiven Mittelfeld für Ordnung sorgen. Das Spiel begann entsetzlich niveauarm. Der VfB hatte größere Feldanteile, kam aber nie gefährlich vor das Tor des VfL. Umso überraschender, dass es Bochums Bönig war, der die erste große Chance des Spiels hatte. Mit seinem strammen Schuss scheiterte er jedoch in der 21. Minute an Schäfer. In der Folgezeit steigerten sich die Schwaben etwas, ohne jedoch auch nur ansatzweise zwingend zu werden. Nur der emsige Cacau sorgte für Gefahr, traf jedoch in der 24. Minute lediglich das Außennetz. Beide Mannschaften wirkten wie gelähmt und schafften es nie, den Gegner unter Druck zu setzen. Folgerichtig ging es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause, aus der beide Mannschaften unverändert herauskamen.
Die Platzelf erwischte den besseren Start: Hilbert nutzte eine Verwirrung im Bochumer Strafraum und traf mit einem satten Schuss ins linke Toreck. Lastuvka war ohne Abwehrchance (50.). Wer aber dachte, das Spiel würde nun an Fahrt aufnehmen, sah sich schnell getäuscht. Weder kam es zu einem Aufbäumen der Bochumer, noch zu dem aus der Meistersaison gefürchteten Kombinationsspiel des VfB Stuttgart. Dennoch hatte Gomez die Chance auf 2:0 zu erhöhen, zielte nur knapp am linken Pfosten vorbei. Bochum antwortete mit Fernschüssen, die jedoch keinerlei Gefahr brachten. Die Schwaben blieben zwar stärker, letztlich überboten sich jedoch beide Mannschaften an Hilflosigkeit. In der 62. Minute kam beim VfL Bechmann für den unauffälligen Pfertzel, beim VfB ersetzte Farnerud den entkräfteten Bastürk. Die Auswechselungen fruchteten jedoch nicht, und so blieb das Spiel bis zum Schlusspfiff auf äußerst niedrigem Niveau. Der VfB, bei dem Khedira und in der ersten Halbzeit Bastürk noch am ehesten überzeugen konnten, siegte letztlich verdient, weil er mehr investierte als die noch harmloseren Bochumer. Eine Trendwende konnte bei den Schwaben jedoch ebenso wenig beobachtet werden wie bei den Bochumern, die nach tollem Start nun bereits im unteren Tabellendrittel strandeten.
Johannes Lindenlaub
VfB Stuttgart
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Roberto Hilbert | 50. | (Rechtsschuss, Cacau) |
Aufstellung VfB Stuttgart![]() |
|
|---|---|
| Raphael Schäfer | (3,0) |
| Ricardo Osorio | (3,5) |
| Fernando Meira | (3,0) |
| Serdar Tasci | (3,5) |
| Arthur Boka | (3,5) |
| Pavel Pardo | (3,5) |
| Roberto Hilbert | (2,5) |
| Sami Khedira | (3,0) |
| Yildiray Bastürk | (3,5) |
| Cacau | (2,5) |
| Mario Gomez | (3,5) |
Aufstellung Bochum |
|
|---|---|
| Jan Lastuvka | (3,5) |
| Matias Concha | (3,5) |
| Anthar Yahia | (4,0) |
| Marcel Maltritz | (4,0) |
| Philipp Bönig | (4,0) |
| Marc Pfertzel | (4,0) |
| Christoph Dabrowski | (4,0) |
| Daniel Imhof | (3,5) |
| Dennis Grote | (4,0) |
| Joel Epalle | (4,5) |
| Marcin Mieciel | (4,0) |
Wechsel VfB Stuttgart![]() |
|
|---|---|
| Ciprian Marica für Cacau |
(4,0) (65.) |
| Alexander Farnerud für Yildiray Bastürk |
(―) (67.) |
| Silvio Meißner für Mario Gomez |
(―) (87.) |
Wechsel Bochum |
|
|---|---|
| Stanislav Sestak für Dennis Grote |
(4,5) (62.) |
| Tommy Bechmann für Marc Pfertzel |
(5,0) ( 63.) |
| Oliver Schröder für Joel Epalle |
(―) (77.) |
Karten VfB Stuttgart![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Sami Khedira |
Karten Bochum |
|
|---|---|
| Gelb für | Daniel Imhof |
| Gelb für | Joel Epalle |
| Gelb für | Christoph Dabrowski |
Trainer VfB Stuttgart![]() |
|---|
| Armin Veh |
Trainer Bochum |
|---|
| Marcel Koller |