Bundesliga

Spieltag

Spielbericht FC Energie Cottbus - Eintracht Frankfurt

Energie verspielte den Vorsprung

Schoss den Energie-Vorsprung per Doppelpack heraus: Dimitar RangelovSchoss den Energie-Vorsprung per Doppelpack heraus: Dimitar Rangelov

Vier Spieltage lang wartet Energie Cottbus auf einen Dreier vor eigenem Publikum. Gegner Eintracht Frankfurt sehnte hingegen seit drei Auswärtspartien einen Sieg auf fremdem Platz herbei. Es blieb beim Warten und Sehnen.

Bojan Prasnika, für viele ein unbekannter Name, debütierte als neuer Trainer in Cottbus. Er veränderte zunächst nicht viel. Einzig Shao räumte seinen Startplatz für Bassila. Bei Frankfurt fehlten die Japaner Inamoto und Takahara. Thurk, Köhler und Spycher spielten im Vergleich zur letzten Frankfurter Partie von Beginn an. Sofort nach dem Anpfiff trat Cottbus aufs Gas. Immer wieder sorgte Sörensen für Gefahr. Das Führungstor für die Lausitzer erzielte allerdings Rangelov (8.), der vom Albaner Skela schön frei gespielt wurde und mit seinem platzierten Abschluss Markus Pröll im Frankfurter Kasten keine Chance ließ. Die Eintracht antwortete mit einem Freistoß von Albert Streit, den Piplica mit seinen Fäusten abwehrte (12.). Frankfurt gelang es nun, etwas mehr Druck aufzubauen, doch Cottbus hielt mit einem gefährlichen Kopfball von Bassila (17.) dagegen. Nur eine Minute später gelang es den Cottbusern nachzulegen. Frankfurts Russ verlor leichtfertig den Ball im eigenen Strafraum an Sörensen, der geistesgegenwärtig auf Rangelov quer legte. Den Ball dann schließlich über die Linie zu schieben, war für Rangelov nur noch eine Pflichtübung. Bis zum Halbzeitpfiff passierte nicht mehr sonderlich viel. Zunächst war Energie Cottbus das agilere Team, ehe es der Eintracht gelang, ab der 25. Minute das Spiel zu bestimmen, ohne dass sie dabei konkrete Torgefahr auszustrahlen vermochte. Die Lausitzer standen demgegenüber sehr kompakt in ihrem Deckungsverbund. Mit 2:0 für Cottbus ging es zur Halbzeit in die Katakomben.

Nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit legte diesmal die Frankfurter Eintracht furios los. Michael Thurk zog nach einer zu kurzen Kopfballabwehr der Cottbuser auf und davon. Piplica konnte zwar abwehren aber gegen den nachsetzenden Amanatidis war der Keeper machtlos (49.). Weiterhin wirkten die Gäste nun viel präsenter als noch in der ersten Halbzeit. Im Stadion der Freundschaft wurde Fußball gekämpft, was dem Spielfluss nicht zuträglich war ­ spannend war es aber allemal, denn beide Teams mühten sich immerhin, offensiv etwas Fruchtbares zustande zu bringen. Meist wurde aber zu überhastet abgeschlossen. Egal ob von Sörensen oder Angelov auf Cottbuser Seite oder durch Köhler und Mahdavikia auf Seiten der Frankfurter. Wie so oft musste also eine Standardsituation herhalten, damit wieder ein Tor fallen konnte. Cottbus' Mitreski fällte Michael Thurk recht unbeholfen im Strafraum ­ Foulelfmeter. Diese Chance ließ sich Frankfurts Kapitän Amanatidis nicht entgehen. Der Ball wurde sicher im rechten Eck versenkt. Das Spiel stand nun theoretisch auf Messers Schneide, doch bis zum Abpfiff wollten beide Teams in dieser sehr intensiv geführten Partie keine Niederlage mehr riskieren. Am Ende trennten sich beide Teams leistungsgerecht mit 2:2. Die Frankfurter konnten mit diesem Ergebnis indes weit besser leben als die Lausitzer, die sich immer noch mit dem Dasein als Ligaschlusslicht abfinden mussten.

Robert Mucha

Spielstatistik FC Energie Cottbus - Eintracht Frankfurt

FC Energie Cottbus

-

Eintracht Frankfurt

2:2 (2:0)

Bundesliga 2007/2008, 8. Spieltag
30.09.2007, 17:00 Uhr
Stadion der Freundschaft (Cottbus), 14.300 Zuschauer
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Tore
1:0 Dimitar Rangelov 8. (Rechtsschuss, Skela)
2:0 Dimitar Rangelov 18. (Linksschuss, Sörensen)
2:1 Ioannis Amanatidis 49. (Rechtsschuss, Thurk)
2:2 Ioannis Amanatidis 79. (Foulelfmeter, Mitreski an Thurk)
Wechsel Cottbus
Steffen Baumgart
für Stanislav Angelov
(―)
(73.)
Stiven Rivic
für Dennis Sörensen
(―)
(85.)
Francis Kioyo
für Dimitar Rangelov
(―)
(90.)
Karten Cottbus
Gelb für Ervin Skela
Karten Frankfurt
Gelb für Albert Streit
Gelb für Michael Fink
Gelb für Patrick Ochs