Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hertha BSC - Hannover 96

Untergang nach einer Stunde

Seine Einwechslung machte sich bezahlt: Andrej VoroninSeine Einwechslung machte sich bezahlt: Andrej Voronin

Die 96er verteidigten zunächst geschickt, waren zu Beginn der zweiten Hälfte sogar die bessere Mannschaft und gingen am Ende dennoch mit 0:3 unter. Berlin stieß durch den Dreier in die Spitzengruppe vor.

Die Begegnung kam nur schleppend in Gang und hatte zunächst nur einen kleinen Aufreger zu bieten: In der fünften Minute wollte Pantelic den günstig positionierten Gojko Kacar in Szene setzen, der den Pass des Hertha-Torjägers aber knapp verpasste. Mit einem von Fromlowitz parierten Weitschuss Ciceros (20.) ergriffen die Einheimischen dann die Initiative und kamen innerhalb kürzester Zeit zu hochprozentigen Gelegenheiten durch Nicu (22.) und Dardai, der nach einer Ecke und der anschließenden Kopfballablage Kacars aus 15 Metern den Pfosten traf (23.). Ähnlich eng war es 120 Sekunden später, als Raffael die Kugel auf Zuspiel von Stein am Kasten der Hannoveraner vorbeiköpfte. Von dieser Phase abgesehen leisteten die Hecking-Schützlinge gute Abwehrarbeit, die allerdings auf Kosten der Offensive ging. Für den einzigen Lichtblick sorgte in der 35. Minute Mikael Forssell mit einem etwas zu unplatzierten Distanzversuch.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs wollten die 96er ihre Versäumnisse im Spiel nach vorne offensichtlich nachholen. Sie attackierten die Berliner früh und hatten abermals durch Forssell zwei verheißungsvolle Schusschancen, die jedoch ungenutzt blieben (50./52.). Im weiteren Verlauf eroberte die Hertha den Taktstock zurück und markierte nach 63 Minuten das 1:0: Nicu passte von rechts zu Marko Pantelic, der das Spielgerät nur noch zu seinem dritten Saisontor über den Kreidestrich schieben musste. 120 Sekunden später schloss der Serbe dann lieber selbst ab als den mitgelaufenen Friedrich zu bedienen und scheiterte an Fromlowitz. Hannover schickte sich an, den Eigensinn zu bestrafen, doch Huszti traf aus acht Metern nur den Pfosten (78.). Als die Gäste in der Schlusssequenz mit Mann und Maus stürmten, schlug die Favre-Elf in Person von Andrej Voronin, der wegen einer Fußprellung zunächst auf der Bank gesessen hatte, eiskalt zu (84.). Der ebenfalls neu in die Partie gekommene Domovchiyski sorgte schließlich nach einem weiteren Konter und einer Vorlage Voronins aus kurzer Entfernung für das 3:0-Endergebnis (90.).

Christian Brackhagen

Spielstatistik Hertha BSC - Hannover 96

Hertha BSC

-

Hannover 96

3:0 (0:0)

Bundesliga 2008/2009, 10. Spieltag
29.10.2008, 20:00 Uhr
Olympiastadion (Berlin), 31.300 Zuschauer
Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)
Tore
1:0 Marko Pantelic 63. (Rechtsschuss, Nicu)
2:0 Andrej Voronin 84. (Kopfball, Cicero)
3:0 Valeri Domovchiyski 90. (Rechtsschuss, Voronin)
Aufstellung Hertha BSC
Jaroslav Drobny (3,0)
Sofian Chahed (3,0)
Arne Friedrich (3,0)
Kaká (3,5)
Marc Stein (3,5)
Pal Dardai (3,5)
Cicero (3,5)
Gojko Kacar (4,0)
Maximilian Nicu (3,0)
Raffael (5,0)
Marko Pantelic (2,0)
Wechsel Hertha BSC
Andrej Voronin
für Raffael
(2,5)
(46.)
Valeri Domovchiyski
für Marko Pantelic
(―)
(87.)
Wechsel Hannover
Jan Schlaudraff
für Gaetan Krebs
(3,5)
(46.)
Mike Hanke
für Sergio Pinto
(―)
(72.)
Jirí Stajner
für Altin Lala
(―)
(77.)
Karten Hertha BSC
Gelb für Marc Stein
Gelb für Marko Pantelic
Gelb für Gojko Kacar
Karten Hannover
keine