Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Weserstadion (Bremen) · Zuschauer: 40.200 · Schiedsrichter: Marc Seemann

» Rückspiel: Hertha BSC - Bremen 2:1

1:0 Kacar (14., Eigentor)
2:0 Diego (20.)
3:0 Rosenberg (42.)
4:0 Claudio Pizarro (60.)
5:1 Claudio Pizarro (85.)
5:1
(3:0)

Diego schritt spielfreudig voran

Ihn hatten plötzlich alle wieder lieb: Diego
War nach den letzten Nackenschlägen der Bremer von einem unmotiviertem, ja unbelehrbarem Team die Rede, das vor allem im Defensivbereich große Mängel offenbarte, war davon gegen die Berliner Hertha nur noch wenig auszumachen.

Die Stachel der Kritiker müssen die Hanseaten dann doch nicht so tief getroffen haben wie vorab vermutet. Jegliche Verunsicherung schien wie weggeblasen. Werder trumpfte von der ersten Minute an gegen die in Bremen immer wieder gern vernaschten Berliner auf, als hätte es die letzten Wochen und vier Spiele ohne Dreier nicht gegeben. Vor allem der gescholtene Diego schwang sich früh zur Spiel bestimmenden Figur auf. Sein Schuss in der 14. Minute wurde von Herthas Torwart-Debütanten Gäng gegen den Körper von Kacar abgewehrt und prallte von dort erstmals über die Torlinie der Gäste. Das Eigentor beflügelte die Hausherren zusätzlich. Hertha gelang kaum Entlastung, verlor den Ball immer wieder in der Startphase der angestrebten Gegenangriffe. Das akrobatische 2:0 per Seitfallzieher von Diego, der einen Heber von Özil grandios verarbeitete, war der nächste Höhepunkt des Werder-Auftritts. Auch im weiteren Verlauf fanden die bislang so auswärtsstarken Hauptstädter offensiv nicht statt, verzeichneten nicht einen Torschuss und durften sich glücklich schätzen, dass sie vor der Pause nur noch das 0:3 kassierten. Rosenberg konnte sich als Vollstrecker eintragen lassen, nachdem er im Anschluss an einen Eckstoß im undurchsichtigen Torraumgewühl den Überblick behielt und die Kugel ins Gehäuse stocherte (42.).

Nach dem Seitenwechsel war der Schwung bei den Bremern allerdings weitestgehend verflogen. Erst als die Gäste auf ihrer rechten Deckungsseite den Ball vertändelten und Diego blitzschnell Pizarro einsetzte, lag der Ball erneut im Hertha-Kasten (60.). Der deutliche Vorsprung ließ die Heimelf allerdings zu locker werden. Hertha spielte plötzlich mit Druck, saugte die Abspielfehler von Frings & Co. auf und kam nicht unverdient zum Anschlusstreffer durch Cicero, der Voronins Freistoßvorlage einköpfte (68.). Übermäßige Initiativen folgten nach diesem Treffer jedoch nicht mehr. Eine Reihe Halbchancen wurden zwar noch von den Bremern herausgespielt, doch erst ein weiteres Tor von Pizarro in der 85. Minute ließ nochmals aufhorchen. Baumanns Flanke hatte der Peruaner völlig freistehend per Kopf versenkt. Auch in dieser Höhe ging Werders Sieg in Ordnung. Anzeichen eines Comebacks hatte der Bremer Auftritt vor allem im ersten Durchgang.

Ulrich Merk

Startelf


1Tim Wiese (3)

29Per Mertesacker (2,5)

3Petri Pasanen (2,5)

15Sebastian Prödl  (3)

4Naldo (2)

6Frank Baumann (2)

22Torsten Frings  (2,5)

11Mesut Özil  (2,5)

10Diego   (1)

24Claudio Pizarro   (1,5)

9Markus Rosenberg   (2,5)

Reservebank


14Aaron Hunt  (–)

7Jurica Vranjes  (–)

18Boubacar Sanogo  (–)

 


(5) Kaká2

(–) Fabian Lustenberger28

(–) Valeri Domovchiyski23

 Trainer


Lucien Favre
Spieltag

11. Spieltag

Freitag, 31.10.2008 Leverkusen2:0Wolfsburg
Samstag, 01.11.2008 B. München3:1Bielefeld
Samstag, 01.11.2008 Bremen5:1Hertha BSC
Samstag, 01.11.2008 Stuttgart1:3FC Köln
Samstag, 01.11.2008 Hannover3:0Hamburg
Samstag, 01.11.2008 Cottbus0:2Schalke
Samstag, 01.11.2008 Hoffenheim4:1Karlsruhe
Sonntag, 02.11.2008 Dortmund1:1Bochum
Sonntag, 02.11.2008 M´gladbach1:2Frankfurt

„Jetzt falle ich nicht mehr so tief.”

— Andre Lenz, der Torwart von Alemannia Aachen, nachdem der Platz begradigt wurde