Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Borussia Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt

Noch viel Arbeit für Meyer

Seine gute Leistung reichte nicht aus: Marko MarinSeine gute Leistung reichte nicht aus: Marko Marin

Gegen eine aus dem letzten Loch pfeifende Eintracht wollte der Borussia nicht einmal ein Punktgewinn gelingen, vor allem weil auch der neue Trainer Hans Meyer Gladbachs Abwehrsorgen noch nicht verringern konnte.

Dabei scheute Meyer das Risiko nicht, warf mit Baumjohann und Marin zwei seiner Fohlen aufs Geläuf und wählte im Vergleich zum Wolfsburg-Spiel (0:3) eine offensivere Taktik. Jedoch entsprach das Spiel einzig in der Anfangsphase ansatzweise seinen Vorstellungen: Zwar fehlte die letzte Präzision im Angriff, aber dafür waren die Gladbacher gegen arg ersatzgeschwächte Frankfurter ­ neun Spieler (u.a. Amanatidis, Chris, Inamoto) fehlten ­ schon einmal feldüberlegen. Der Führungstreffer wäre dennoch ohne gegnerische Hilfe nicht gefallen: Eine weite Flanke Marins köpfte SGE-Verteidiger Russ vor seinem fangbereiten Schlussmann Nikolov ins eigene Netz (12.). Dass danach Gladbachs Angriffsturbo nicht zündete, lag daran, dass die Eintracht nur vier Minuten später zurückschlug: Im Anschluss an einen Einwurf setzte sich Korkmaz auf der Außenbahn gegen Svärd und Daems durch und spielte einen Pass in den Rücken der Abwehr, wo der vollkommen unbewachte Fenin mit einem halbhohen Schuss dem wieder genesenen Gospodarek keine Abwehrchance ließ. Auch bei der nachfolgenden Frankfurter Tormöglichkeit gab Borussias Hintermannschaft keine gute Figur ab: Nach Svärds Querschläger köpfte Ausgleichstorschütze Fenin gegen die Latte (24.). Erst kurz vor dem Pausenpfiff kam die „Elf vom Niederrhein“ wieder besser in die Partie. Baumjohann ließ eine der besten Einschussgelegenheiten aus, als er knapp am linken Pfosten vorbei schoss (44.).

Die zweite Halbzeit begann mit einem doppelten Schock für die Platzelf: Nur wenige Sekunden waren gespielt, da verdrehte sich Voigt im Zweikampf gegen Fenin das Knie (46.), konnte aber weiterspielen. Ausgerechnet der Ex-Kölner sorgte dann für einen umstrittenen Freistoß ­ im Duell gegen Steinhöfer hatte er den Ball gespielt ­, an dessen Anschluss der unbedrängte Fink zur Führung einschoss (52.). Danach zogen sich die Hessen etwas in die Defensive zurück, auch weil die Hausherren zwar Druck machten, aber mit zu stumpfen Waffen gegen Frankfurts kompakte Abwehr agierten. Gab es mal Chancen, wurden diese jedoch leichtfertig vergeben: Nach einem Marin-Freistoß setzte der freistehende Bradley seinen Kopfball meilenweit am Tor vorbei (71.). Für Hans Meyer sah es somit noch nach viel Arbeit aus, um das Gladbacher Schiff wieder flott zu machen. Die Hessen brachten sich dagegen nach drei Siegen aus den vergangenen vier Spielen wieder ins ruhige Gewässer.

Senthuran Sivananda

Spielstatistik Borussia Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt

Borussia Mönchengladbach

-

Eintracht Frankfurt

1:2 (1:1)

Bundesliga 2008/2009, 11. Spieltag
02.11.2008, 17:00 Uhr
Borussia-Park (Mönchengladbach), 44.800 Zuschauer
Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)
Tore
1:0 Marco Russ 12. (Eigentor, Marin)
1:1 Martin Fenin 16. (Linksschuss, Korkmaz)
1:2 Michael Fink 52. (Rechtsschuss, Steinhöfer)
Wechsel Frankfurt
Faton Toski
für Ümit Korkmaz
(―)
(86.)
Juvhel Tsoumou
für Nikos Liberopoulos
(―)
(88.)