Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hertha BSC - Hamburger SV

Hertha schlug zurück

Leitete per Flugkopfball-Treffer die Wende ein: CiceroLeitete per Flugkopfball-Treffer die Wende ein: Cicero

Nach Vollendung der ersten 45 Minuten sprach alles für einen Sieg der Gäste, die mit einem wunderschönen Treffer in Führung gegangen waren. Herthas Druckphase nach Wiederbeginn kippte jedoch die Partie, die bis zur letzten Minute spannend blieb und einen sehr unterhaltsamen Nachmittag im Stadion bescherte.

Das Kabinettstückchen von Mladen Petric aus der 12. Minute war allein schon das Eintrittsgeld wert. Ein weiter Einwurf von der rechten Seite erreichte den Hamburger Goalgetter, der das Leder mit der Brust stoppte. Anstatt jedoch abzulegen, oder erst zu warten, bis der Ball auf den Boden tropfte, legte sich der Kroate plötzlich quer in die Luft und drosch die Pille per Fallrückzieher unerreichbar für Drobny in die Maschen. Hertha, ohne den verletzten Marko Pantelic, hatte bis dahin eine brauchbare Torchance erarbeitet. HSV-Schlussmann Frank Rost musste in der 8. Minute den Schuss des frei vor ihm auftauchenden Andrej Voronin parieren. Der Treffer gab den ohnehin leicht dominierenden Gästen noch mehr Auftrieb, sie ließen allerdings das letzte Quäntchen Entschlossenheit vermissen, ihren Vorsprung auszubauen. Hertha in Schach zu halten, gelang indes bis zur Pause relativ souverän.

Die Hamburger Souveränität war allerdings dahin, als die Berliner gleich nach Wiederbeginn einen ungestümen Drang entwickelten. Als äußerst sehenswert konnte auch das Ausgleichstor bezeichnet werden: Chaheds Maßflanke von der rechten Seite wurde von Cicero mittels eines platzierten Flugkopfballes zum Treffer veredelt (46.). Anders als in der ersten Hälfte der HSV setzten die Berliner energisch nach. Erneut ging die Aktion über den rechten Flügel, über den Nicu einen Sololauf vortrug. Im Sechzehner legte er den Ball dem eingewechselten Domovchiyski auf, der aus fünf Metern Herthas Führung perfekt machte (49.). Die Gastgeber hatten nun klar Oberwasser und der HSV viel Mühe, zurück in die Spur zu finden. Immerhin gelang es den Hanseaten nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit, sich dem Berliner Strafraum wieder gefährlich anzunähern. Trochowskis Distanzschuss (70., Außennetz) und Petrics Schussversuch (74., Drobny klärte) belegen, dass die lebhafte Partie noch längst nicht entschieden war. Auf Berliner Seite war es vor allem Voronin, der einem Ausbau der knappen Führung sehr nahe kam, aber zweimal an Rost scheiterte. Für den letzten Höhepunkt des attraktiven Vergleichs sorgten die Hamburger. Ein Volleyschuss des eingewechselten Pitroipa brachte Herthas Sieg nochmals in Gefahr - das Ding war jedoch um wenige Zentimeter zu hoch angesetzt und knallte von der Querlatte zurück ins Feld.

André Schulin

Spielstatistik Hertha BSC - Hamburger SV

Hertha BSC

-

Hamburger SV

2:1 (0:1)

Bundesliga 2008/2009, 13. Spieltag
15.11.2008, 15:30 Uhr
Olympiastadion (Berlin), 48.300 Zuschauer
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Tore
0:1 Mladen Petric 12. (Linksschuss, Boateng)
1:1 Cicero 46. (Kopfball, Chahed)
2:1 Valeri Domovchiyski 49. (Linksschuss, Nicu)
Wechsel Hertha BSC
Valeri Domovchiyski
für Raffael
(2,5)
(46.)
Patrick Ebert
für Andrej Voronin
(―)
(90.)
Fabian Lustenberger
für Gojko Kacar
(―)
(90.)
Wechsel Hamburg
Jonathan Pitroipa
für Jerome Boateng
(2,5)
(60.)
Paolo Guerrero
für Piotr Trochowski
(―)
(75.)
Dennis Aogo
für Marcell Jansen
(―)
(81.)
Karten Hertha BSC
Gelb für Gojko Kacar
Gelb für Pal Dardai
Gelb für Josip Simunic
Gelb für Sofian Chahed
Karten Hamburg
Gelb für Jerome Boateng
Gelb für Mladen Petric
Gelb für David Jarolim