Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Eintracht Frankfurt - Hannover 96

Abreibung für 96

Traf zunächst per Kopf und dann mit dem Fuß: Nikos LiberopoulosTraf zunächst per Kopf und dann mit dem Fuß: Nikos Liberopoulos

Während die Eintracht überzeugend auftrat und ihre Chancen kühl verwertete, offenbarte Hannover vor allem im Defensivverhalten erhebliche Mängel. Somit blieb das Hecking-Team auch beim siebten Anlauf ohne Auswärtssieg.

Beide Mannschaften gingen stark ersatzgeschwächt an den Start, und zunächst schien es, als könnten die 96er die Ausfälle besser kompensieren. Doch nach einer Gelegenheit durch Bastian Schulz, dessen Volleyschuss aus spitzem Winkel Nikolov entschärfte (12.), arbeitete sich Frankfurt in die Partie hinein und hatte in der 23. Minute in Gestalt von Liberopoulos ebenfalls die Führung auf dem Fuß. 120 Sekunden später holte der griechische Neuzugang das Versäumnis nach, indem er eine Ecke Steinhöfers zu seinem vierten Saisontor einnickte. Die Gäste waren nun völlig von der Rolle und mussten mitansehen, wie sich die Adlerträger in ihrer Hälfte einnisteten. Die logische Konsequenz war der zweite Treffer durch Innenverteidiger Marco Russ, der im Anschluss an einen Lattenkopfball von Fenin aus sechs Metern, ebenfalls mit dem Schädel, abstaubte (40.). Steinhöfer (43.) und Fenin (45.) hätten den Vorsprung sogar noch vergrößern können, doch es blieb vorerst beim 2:0.

Die Hannoveraner hatten sich für den zweiten Abschnitt offensichtlich eine Menge vorgenommen. Sie bemühten sich, die zurückhaltenden Funkel-Schützlinge unter Druck zu setzen und zeigten auch einige gute Ansätze. Saisondebütant Markus Pröll, der für den am Knie verletzten Nikolov gekommen war, musste allerdings lediglich bei einem an Freund und Feind vorbeifliegenden Freistoß Brugginks zur Tat schreiten (57.). Nachdem Huszti in der 70. Minute eine Hereingabe von Rausch verpasst hatte, kamen mehr und mehr die Frankfurter Konterqualitäten zum Vorschein. So passte der aktionsfreudige Fenin von der rechten Seite zurück auf Nikos Liberopoulos, der locker einschieben durfte und damit den Deckel auf die Begegnung setzte (86.). Es wurde aber noch bitterer für die 96er, denn in der Nachspielzeit spitzelte Fenin die Kugel nach einer feinen Vorlage von Ochs, für den es der 100. Bundesligaeinsatz war, zum 4:0-Endstand in die Maschen.

Christian Brackhagen

Spielstatistik Eintracht Frankfurt - Hannover 96

Eintracht Frankfurt

-

Hannover 96

4:0 (2:0)

Bundesliga 2008/2009, 14. Spieltag
22.11.2008, 15:30 Uhr
Commerzbank-Arena (Frankfurt), 39.600 Zuschauer
Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Tore
1:0 Nikos Liberopoulos 25. (Kopfball, Steinhöfer)
2:0 Marco Russ 40. (Kopfball, Fenin)
3:0 Nikos Liberopoulos 86. (Rechtsschuss, Fenin)
4:0 Martin Fenin 90. (Linksschuss, Ochs)
Wechsel Frankfurt
Markus Pröll
für Oka Nikolov
(2,5)
(46.)
Faton Toski
für Caio
(―)
(73.)
Wechsel Hannover
Sergio Pinto
für Bastian Schulz
(4,0)
(46.)
Fathi Yigitusagi
für Arnold Bruggink
(―)
(73.)
Salvatore Zizzo
für Konstantin Rausch
(―)
(83.)
Karten Frankfurt
Gelb für Habib Bellaid
Gelb für Martin Fenin
Karten Hannover
keine