Bundesliga

Spieltag

Spielbericht 1. FC Köln - Hamburger SV

Ein starker Petric genügte

Spiegelbild des HSV-Spiels: Mladen PetricSpiegelbild des HSV-Spiels: Mladen Petric

Eine halbwegs ordentliche erste Halbzeit reichte dem Hamburger SV zum Sieg. Selbst nach dem Kölner Anschlusstreffer waren die Hanseaten einem weiteren Tor näher als der bemühte, aber ideenlose Gastgeber dem Ausgleich.

Dabei begann die Partie mit einem Schreckensmoment für den HSV: Alex Silva zog sich bei einem Foul von Antar wahrscheinlich einen Bänderriss zu (1.). Jedoch ließen sich die Hanseaten von diesem Störkommando nicht beeindrucken. Köln machte zwar den engagierteren Eindruck, ohne aber die kompakte HSV-Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Die noch größte FC-Chance der ersten Halbzeit wäre zudem ohne einen Hamburger Flüchtigkeitsfehler nie zustande gekommen: Boatengs unnötigen Rückpass nahm Hamburgs Schlussmann Rost mit der Hand auf; den anschließenden indirekten Freistoß von Womé wehrte die Hamburger Mauer ab (11.). Auf der Gegenseite gab es zwar weniger Angriffsversuche, die dafür aber umso brandgefährlicher waren: Eine Jansen-Flanke verwandelte Petric per Kopf zur Führung (15.). Nur etwa eine Viertelstunde später nickte der Kroate Mathijsens Kopfballverlängerung eines Trochowski-Eckballs ebenfalls erfolgreich ein (31.).

Trotz phasenweiser Dominanz in der zweiten Halbzeit und selbst nach der Hereinnahme von zwei zusätzlichen Angreifern kamen die Domstädter gegen die starke Gäste-Abwehr höchstens nach Distanzversuchen zum Abschluss. Unter anderem flog ein solcher Schuss vom eingewechselten Ishiaku knapp über den Querbalken (72.). Für den einzigen gefährlichen Abschluss im Strafraum sorgte Antar, dessen Kopfball Rost erst im Nachfassen festhielt (74.). Schon kurz vor der Pause musste der HSV-Goalie bei einem Novakovic-Nicker seine Hände herausfahren (36.). Die Hanseaten hielten hinten gut die Schotten dicht, das Angriffsspiel nahmen sie dafür umso seltener auf. Jedoch hätte allein Ivica Olic mit einer der viel versprechenden Konterchancen den Gastgebern endgültig den Garaus machen können. Zweimal scheiterte der Kroate am FC-Goalie Mondragon (72., 75.), einmal an Broich (54.) und ein weiteres Mal schoss er den Ball freistehend über die Latte (65.). So aber kamen die Domstädter sieben Minuten vor Toresschluss noch einmal heran: Antar setzte sich im Zweikampf gegen Boateng fragwürdig durch, dessen Hackenvorlage verwandelte Novakovic. Die Gäste warfen daraufhin im Stile eines Siegers noch einmal die Offensive an. Mathijsen köpfte einen Trochowski-Freistoß lediglich gegen die Latte (87.), aber auch so waren die im ersten Spielabschnitt äußerst effektiven Hansestädter zufrieden. Nach der vierten Niederlage in Serie drohten dagegen die Rheinländer wieder in den Tabellenkeller abzurutschen. Gegen den HSV hatten sie sich nur Fleißkärtchen, jedoch nicht die Punkte verdient.

Senthuran Sivananda

Spielstatistik 1. FC Köln - Hamburger SV

1. FC Köln

-

Hamburger SV

1:2 (0:2)

Bundesliga 2008/2009, 16. Spieltag
07.12.2008, 17:00 Uhr
RheinEnergieStadion (Köln), 50.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Tore
0:1 Mladen Petric 15. (Kopfball, Jansen)
0:2 Mladen Petric 31. (Kopfball, Mathijsen)
1:2 Milivoje Novakovic 83. (Rechtsschuss, Antar)
Wechsel FC Köln
Manasseh Ishiaku
für Kevin Pezzoni
(3,0)
(46.)
Wilfried Sanou
für Fabrice Ehret
(―)
(71.)
Nemanja Vucicevic
für Thomas Broich
(―)
(80.)
Wechsel Hamburg
Collin Benjamin
für Alex Silva
(3,5)
(3.)
Paolo Guerrero
für Mladen Petric
(―)
(78.)
Karten FC Köln
Gelb für Petit
Karten Hamburg
Gelb für Collin Benjamin
Gelb für Guy Demel