Machte wieder einmal den Unterschied:
Der Versuch der Hamburger, ihren Fans zum Abschluss der Hinrunde begeisternden Fußball zu zeigen, schlug vollständig fehl. Dennoch gewann die Jol-Truppe dank Goalgetter Petric mit 1:0 und bestrafte die Eintracht damit für ihre passive Spielweise.
Frankfurt begann mutig und sorgte in der vierten Minute für den ersten Aufreger, als Liberopoulos um Haaresbreite eine Hereingabe Inamotos von der linken Seite verpasste. Doch nach dieser Gelegenheit zogen sich die Adlerträger zurück und überließen ihrem Kontrahenten das Feld. Der HSV suchte allerdings vergeblich nach einem passenden Rezept, um die Hintermannschaft der Gäste aus den Angeln zu heben. Gefährlich wurde es für Torhüter Markus Pröll lediglich bei Weitschüssen und Standardsituationen: Trochowski (7./17.) sowie die Kopfballspieler Reinhardt (13.) und Petric (23.) verpassten den Führungstreffer aber knapp. Die Veranstaltung war alles andere als spektakulär und nahm erst in der Schlussphase des ersten Abschnitts wieder ein wenig Fahrt auf, als es Mladen Petric aus der Distanz (34.) und mit dem Kopf (40.) probierte, in beiden Fällen jedoch die erforderliche Präzision vermissen ließ. Zur Pause war somit ein 0:0 auf der Anzeigetafel abzulesen.
Auch nach der Rückkehr auf den Rasen spielte sich das Geschehen fast ausschließlich in der Hälfte der Eintracht ab. Nachdem Kapitän Jarolim aus kurzer Entfernung an Pröll gescheitert war (49.), markierte Petric in der 59. Minute im Anschluss an eine Trochowski-Flanke per Flugkopfball das 1:0. Hamburg wollte nachlegen und hatte durch Reinhardt, der das Spielgerät nach weiteren Standards von Piotr Trochowski mit dem Schädel am Kasten vorbeisetzte (72./74.), zwei vielversprechende Chancen. Gezwungenermaßen legten die Funkel-Schützlinge nun ihre Zurückhaltung ab und hatten fünf Minuten vor dem Ende in Gestalt von Fenin tatsächlich den Ausgleich auf dem Fuß: Der von Liberopoulos bediente Tscheche musste sich aus fünf Metern allerdings dem aufmerksamen Rost geschlagen geben. Von dieser Möglichkeit abgesehen, verteidigte der HSV seinen Vorsprung souverän und bejubelte schließlich den zehnten Saisonsieg.
Christian Brackhagen
Hamburger SV
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Mladen Petric | 59. | (Kopfball, Trochowski) |
Aufstellung Hamburg![]() |
|
|---|---|
| Frank Rost | (2,5) |
| Jerome Boateng | (3,5) |
| Bastian Reinhardt | (3,0) |
| Joris Mathijsen | (3,0) |
| Dennis Aogo | (3,5) |
| Collin Benjamin | (4,0) |
| David Jarolim | (3,0) |
| Marcell Jansen | (4,0) |
| Piotr Trochowski | (3,0) |
| Mladen Petric | (2,0) |
| Ivica Olic | (5,0) |
Aufstellung Frankfurt |
|
|---|---|
| Markus Pröll | (3,0) |
| Patrick Ochs | (3,0) |
| Marco Russ | (5,0) |
| Aaron Galindo | (3,5) |
| Benjamin Köhler | (3,5) |
| Michael Fink | (3,0) |
| Markus Steinhöfer | (4,5) |
| Junichi Inamoto | (4,0) |
| Nikos Liberopoulos | (4,5) |
| Mehdi Mahdavikia | (4,0) |
| Martin Fenin | (4,5) |
Wechsel Hamburg![]() |
|
|---|---|
| Paolo Guerrero für Ivica Olic |
(―) (72.) |
| Jonathan Pitroipa für Mladen Petric |
(―) (88.) |
Wechsel Frankfurt |
|
|---|---|
| Faton Toski für Junichi Inamoto |
(―) (71.) |
| Caio für Mehdi Mahdavikia |
(―) (82.) |
Karten Hamburg![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | David Jarolim |
Karten Frankfurt |
|
|---|---|
| Gelb für | Faton Toski |
| Gelb für | Marco Russ |
Trainer Hamburg![]() |
|---|
| Martin Jol |
Trainer Frankfurt |
|---|
| Friedhelm Funkel |