Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hertha BSC - Karlsruher SC

Typisch Hertha

Heimlicher Matchwinner: 
Jaroslav DrobnyHeimlicher Matchwinner:
Jaroslav Drobny

Im Gegensatz zur Vorwoche auf Schalke (0:1) zeigten die Herthaner diesmal zumindest in den ersten acht Minuten anständigen Tempofußball. Das reichte allerdings gegen einen zwar bemühten, aber dennoch harmlosen Abstiegskandidaten aus Karlsruhe schon zu einem Kantersieg.

Die Hertha legte wie die Feuerwehr los: Ohne unnötiges Abtasten visierten die Berliner das gegnerische Tor an. Jedoch folgte der Lohn für ihre Anstrengungen viel zu früh. Denn nachdem Nicu Bucks Abwehr einer Cicero-Flanke unter die Latte geknallt hatte (8.), zogen sich die Gastgeber in die Defensive zurück und ließen die Gäste ins Spiel hineinfinden. Der KSC spielte sich zwar optische Vorteile, aber keine Torchancen heraus; diese hatte immer noch der auf Konter lauernde Hausherr. Pantelic, der freistehend einen Kopfball über den Querbalken setzte (30.), und Cicero, der aus guter Schussposition an Miller scheiterte, wobei der Brasilianer von seinem Gegenspieler Stoll elfmeterreif festgehalten wurde (34.), verpassten die Vorentscheidung. So aber erschreckte sich der Hausherr, als die Badener in der 39. Minute ihre erste Tormöglichkeit besaßen. Erst scheiterte Schindl an BSC-Goalie Drobny, den Nachschuss von Kapllani blockte Kaka ab.

Dennoch verharrten die Hauptstädter auch nach dem Seitenwechsel in ihrer Passivität. Einzig Karlsruhes miese Chancenverwertung und ein starker Jaroslav Drobny retteten die Führung. Der Tscheche parierte erst die Doppelchance von Freis (66.), dann noch einmal gegen Schindl (71.) und leitete mit einem Abstoß auch noch jenen Angriff ein, den der kurz zuvor eingewechselte Domovchiyski zur Vorentscheidung vollendete. Pantelic verlängerte den Ball auf den jungen Bulgaren, der alleine aufs gegnerische Tor zulief und dann keine Mühen hatte, KSC-Schlussmann Miller zu verladen (73.). Die Badener gaben danach den Widerstand auf und die Hausherren kamen nach zwei weiteren gelungenen Konterangriffen zu einem am Ende viel zu hoch ausfallenden Sieg. Die Tore erzielten dabei die ebenfalls eingewechselten Lustenberger, der nach einem Pfostenschuss erst im zweiten Versuch das Netz traf (86.), und Raffael, der Dardais Vorlage mühelos einschob (88.). Berlin zehrte im letzten Spiel des Jahres fast schon übertrieben von seiner effektiven Spielweise. Mit 33 Punkten und einem Champions-League-Platz reichte es dennoch für die beste Hinrunde in Herthas Bundesligageschichte.

Senthuran Sivananda

Spielstatistik Hertha BSC - Karlsruher SC

Hertha BSC

-

Karlsruher SC

4:0 (1:0)

Bundesliga 2008/2009, 17. Spieltag
13.12.2008, 15:30 Uhr
Olympiastadion (Berlin), 38.400 Zuschauer
Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover)
Tore
1:0 Maximilian Nicu 8. (Linksschuss)
2:0 Valeri Domovchiyski 73. (Linksschuss, Pantelic)
3:0 Fabian Lustenberger 86. (Linksschuss, Raffael)
4:0 Raffael 88. (Linksschuss, Dardai)
Wechsel Hertha BSC
Raffael
für Andrej Voronin
(2,5)
(63.)
Fabian Lustenberger
für Gojko Kacar
(―)
(68.)
Valeri Domovchiyski
für Steve von Bergen
(―)
(70.)
Karten Hertha BSC
Gelb für Maximilian Nicu
Gelb für Marko Pantelic
Karten Karlsruhe
keine