Mit ihm ging einer der wenigen Aktivposten vom Platz: Patrick OchsMit einem Sieg im direkten Duell hätte Bielefeld in der Tabelle zu Frankfurt aufschließen können. Eher noch als die Heimelf hätten aber die gebeutelten Hessen drei Punkte mitgenommen, weil sie unter den wenigen erwähnenswerten Chancen noch die besseren besaßen. Das Spiel der Arminen wiederum schlug sich im Endergebnis optimal nieder.
Die Personalnot der Eintracht hatte inzwischen solche Ausmaße angenommen, dass Friedhelm Funkel nicht mal mehr die Ersatzbank voll bekam. Zusätzlich zu allen Verletzen fehlten diesmal auch die gelbgesperrten Fenin und Russ. So verzieh man den Gästen letztlich eher das schwache Niveau der Partie, die im ersten Abschnitt aus, wenn überhaupt, einer gefährlichen Torszene bestand: Michael Fink passte von der Grundlinie flach auf Frankfurts einzige Spitze Kweuke, der vier Meter vor dem Tor allerdings zu spät kam (23.). Die Eintracht tat ohnehin mehr für die Partie und verstand es gut, den DSC durch eigenes Vorpreschen vom Tor von Oka Nikolov fernzuhalten. Vor allem Patrick Ochs, der später angeschlagen ausschied, sorgte auf seiner rechten Seite für mächtig Betrieb. Arminias einziger Torabschluss blieb dagegen ein ungefährlicher Distanzschuss von Daniel Halfar, der den kurzfristig ausgefallenen Wichniarek ersetzen sollte. Als Mitte des Durchgangs den Ostwestfalen zudem der bisher recht aktive Jonas Kamper verletzt ausfiel, deutete sich für den zweiten Abschnitt bereits ein Trauerspiel an.
Immerhin etwas übertreffen sollte der neue Durchgang den alten allerdings doch, auch wenn speziell die Arminia viel zu wenig für einen Sieg unternahm. Zuerst am Drücker waren ohnehin die Hessen, die nach 51 Minuten um ein Haar in Führung gegangen wären, als Petkovic auf Zuspiel von Köhler plötzlich in eine gute Position kam, sich statt abzuschließen aber für ein wenig sinnvolles Abspiel entschied. Neun Minuten vor dem Ende schossen die Gäste dann noch ein letztes Mal aufs Tor. Ansonsten dümpelte die Begegnung dahin oder aber wurde bestimmt vom DSC, der immerhin eine gute Viertelstunde lang andeuten konnte, nach Abzug aller Verletzten das bessere Team zu sein. Bollmann per Kopf (70.) und Thorben Marx (72.) sowie gleich darauf Daniel Halfar vergaben allerdings die eher mittelmäßigen Chancen. Eine Schlussoffensive, wie Frankfurt sie eigentlich erwartete, bekam Bielefeld dann nicht mehr zustande und konnte als logische Konsequenz seinen Fans somit zum zwölften Mal in dieser Saison nur ein Unentschieden anbieten. Die Frankfurter Rumpfelf dagegen konnte mit dem ehrbar erkämpften Zähler hervorragend leben.
Maik Großmann
Arminia Bielefeld
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| --- |
Aufstellung Bielefeld![]() |
|
|---|---|
| Dennis Eilhoff | (3,0) |
| Radim Kucera | (3,5) |
| Markus Bollmann | (3,5) |
| Nico Herzig | (3,0) |
| Markus Schuler | (4,5) |
| Rüdiger Kauf | (4,0) |
| Thorben Marx | (3,5) |
| Oliver Kirch | (5,0) |
| Christopher Katongo | (4,0) |
| Jonas Kamper | (4,0) |
| Daniel Halfar | (4,0) |
Aufstellung Frankfurt |
|
|---|---|
| Oka Nikolov | (3,0) |
| Patrick Ochs | (2,5) |
| Chris | (3,0) |
| Habib Bellaid | (3,5) |
| Nikola Petkovic | (4,0) |
| Michael Fink | (3,5) |
| Junichi Inamoto | (4,0) |
| Markus Steinhöfer | (4,5) |
| Alexander Meier | (4,5) |
| Benjamin Köhler | (4,0) |
| Léonard Kweuke | (4,5) |
Wechsel Bielefeld![]() |
|
|---|---|
| Berat Sadik für Jonas Kamper |
(5,0) (27.) |
| Zlatko Janjic für Oliver Kirch |
(―) (70.) |
Wechsel Frankfurt |
|
|---|---|
| Ümit Korkmaz für Junichi Inamoto |
(4,5) (46.) |
| Sebastian Jung für Patrick Ochs |
(―) (75.) |
Karten Bielefeld![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Markus Bollmann |
| Gelb für | Thorben Marx |
Karten Frankfurt |
|
|---|---|
| Gelb für | Alexander Meier |
| Gelb für | Patrick Ochs |
Trainer Bielefeld![]() |
|---|
| Michael Frontzeck |
Trainer Frankfurt |
|---|
| Friedhelm Funkel |