Entlud seine Wut über die Verbannung aus der Startelf in einem Freistoß: Piotr TrochowskiNach zwei Niederlagen beendete Titelaspirant Hamburger SV mit einem 2:0-Arbeitssieg über Energie Cottbus seine Durststrecke in der Bundesliga. Dafür reichte gegen die erst nach der Pause im Angriff bemühten Lausitzer eine ordentliche erste Halbzeit.
Schon die zweite Hälfte des UEFA-Pokal-Achtelfinalhinspiels gegen Galatasaray Istanbul (1:1) war der erste Schritt zur Besserung gewesen, und daran knüpften die Hamburger gegen Cottbus an. Jedoch fehlte dem Spiel des souverän überlegenen HSV lange Zeit das notwendige Tempo, um die engagiert und nach einer schwachen Anfangsphase auch sicher verteidigenden Cottbuser in Verlegenheit zu bringen. Obwohl die Hausherren zudem ab der 29. Minute ohne ihren Stürmerstar Mladen Petric auskommen mussten, der sich während eines Sprints wahrscheinlich einen Muskelfaserriss zuzog, hätten sie trotzdem schon vor der 32. Minute in Führung gehen können, denn Radeljics Trikotzupfer im Strafraum gegen Streit, der sein erstes HSV-Spiel von Beginn an bestritt, blieb ungeahndet (28.). Dazu vergaben Guerrero (6.) und Olic (12.) aussichtsreiche Einschussgelegenheiten. Dafür nutzte der HSV jedoch gleich den ersten Cottbuser Abwehrfehler erfolgreich aus: Nach einem Fehlpass von Radeljic nickte Olic eine Tavares-Flanke zur Führung ein (32.). Sieben Minuten später ließ sich FCE-Schlussmann Tremmel von Trochowskis direkt verwandeltem 22-Meter-Freistoß überraschen; der Torhüter hatte eigentlich mit einer Flanke gerechnet. Auf der Gegenseite brannte bei der zuletzt so anfälligen Hamburger Abwehr in der ersten Halbzeit kaum etwas an, weil die Brandenburger mit ihren viel zu hastig ausgeführten Angriffen nur selten zum Abschluss kamen.
Nach dem Seitenwechsel wurde es besser, auch weil die Hanseaten ihre Gegenwehr auf ein Minimum zurückfuhren. Wäre einer der Cottbuser Schüsse im Tor gelandet, es hätte möglicherweise noch einmal spannend werden können. Aber da Rangelov den Ball am linken Pfosten vorbeisetzte (56.), HSV-Schlussmann Rost den abgefälschten Distanzversuch seines Cottbuser Namensvetters hielt (58.) und genauso Iliev, sowohl per Kopf (74.) als auch mit dem Fuß (75.), das Zielgebiet verfehlte, konnten sich die Gastgeber sogar den Luxus leisten, ihre Konterangriffe mit zu ungenauen Kombinationen zu vertändeln. Die einzige HSV-Chance in der zweiten Halbzeit, einen Olic-Kopfball, schlug Iliev schon in der Anfangsphase von der Linie (48.). Trotzdem ging der Sieg der Gastgeber am Ende in Ordnung, dafür war ihr Gast vor der Pause im Angriff deutlich zu harmlos geblieben und konnte auch danach die von den Hamburgern gebotenen Spielräume nicht stark genug ausnutzen.
Senthuran Sivananda
Hamburger SV
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Ivica Olic | 32. | (Kopfball, Tavares) |
| 2:0 | Piotr Trochowski | 39. | (Freistoß) |
Aufstellung Hamburg![]() |
|
|---|---|
| Frank Rost | (3,0) |
| Collin Benjamin | (4,0) |
| Alex Silva | (3,0) |
| Joris Mathijsen | (3,0) |
| Marcell Jansen | (2,5) |
| David Jarolim | (3,0) |
| Mickael Tavares | (3,0) |
| Albert Streit | (4,0) |
| Ivica Olic | (2,5) |
| Paolo Guerrero | (4,5) |
| Mladen Petric | (4,5) |
Aufstellung Cottbus |
|
|---|---|
| Gerhard Tremmel | (5,0) |
| Savo Pavicevic | (4,0) |
| Cagdas Atan | (3,5) |
| Ovidiu Burca | (4,5) |
| Ivan Radeljic | (5,0) |
| Stanislav Angelov | (4,5) |
| Timo Rost | (4,0) |
| Jan Rajnoch | (3,5) |
| Ivica Iliev | (4,0) |
| Dimitar Rangelov | (4,0) |
| Dennis Sörensen | (5,0) |
Wechsel Hamburg![]() |
|
|---|---|
| Piotr Trochowski für Mladen Petric |
(3,0) (29.) |
| Dennis Aogo für Albert Streit |
(―) (73.) |
Wechsel Cottbus |
|
|---|---|
| Emil Jula für Dennis Sörensen |
(4,0) (53.) |
| Daniel Ziebig für Savo Pavicevic |
(3,5) (64.) |
| Branko Jelic für Ivica Iliev |
(―) (83.) |
Karten Hamburg![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | David Jarolim |
Karten Cottbus |
|
|---|---|
| Gelb für | Cagdas Atan |
Trainer Hamburg![]() |
|---|
| Martin Jol |
Trainer Cottbus |
|---|
| Bojan Prasnikar |