Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Rewirpowerstadion (Bochum) · Zuschauer: 24.700 · Schiedsrichter: Dr. Helmut Fleischer

» Hinspiel: Stuttgart - Bochum 2:0

1:2
(0:0)
1:1 Cacau (58.)
1:2 Tasci (89.)

Lehmanns Fauxpas ohne Folgen

Ebnete den Weg für beide Stuttgarter Treffer: Martin Lanig
Erst in der zweiten Hälfte ging es richtig zur Sache und Stuttgart zeigte den nötigen Biss, der die Schwaben auf einen Uefa-Cup-Platz bringen sollte. Bochum fehlten die Durchschlagskraft in der Spitze und später die Mittel, die stärker aufkommenden Schwaben zu stoppen.

In den letzten fünf Vergleichen mit dem VfB Stuttgart hatte Bochum lediglich einen kümmerlichen Punkt einfahren können - auch in der anstehenden Partie musste der VfB als Favorit betrachtet werden. Den besseren Eindruck vermittelten jedoch zunächst die Gastgeber. Aller Eifer der Westdeutschen indes verpuffte wirkungslos, sobald der gegnerische Sechzehner erreicht wurde. Ein knapp am linken Pfosten der Stuttgarter vorbei segelnder Freistoß Epallés (15.) brachte erstmals den Hauch von Torgefahr. Azaouaghs fünf Minuten später abgefeuerter Distanzschuss war - da zu zentral - nicht wirklich gefährlich, forderte Lehmann aber eine Flugeinlage ab. Die Schwaben lieferten bis dahin eine verhaltene Vorstellung. Schüsse von Träsch (37., aus der Distanz knapp vorbei) und Lanig (38., schoss Fernandes an) blieben als einzige ernsthafte Möglichkeiten der ersten 45 Minuten festzuhalten; Bochum vergab durch Klimowicz eine gute Kopfballchance kurz vor der Pause (43.).

Unterm Strich enttäuschte die erste Halbzeit, doch beide Mannschaften beteiligten sich intensiv an der Steigerung im zweiten Abschnitt. Durch einen nicht ganz alltäglichen Treffer hatte der VfL den besseren Start: Epallé schlug von links eine hohe Flanke vor das Stuttgarter Tor, die außer Keeper Jens Lehmann niemand erreichen konnte. Bei seiner Fangaktion verschätzte sich Stuttgarts Schlussmann jedoch und rollte sich samt Ball hinter der eigenen Torlinie ab (48.). Bochum setzte nach und verschaffte dem VfB-Keeper kurzfristig Möglichkeiten seinen Fauxpas auszubügeln. Die flotte Gangart der Bochumer weckte jedoch den VfB auf, der nun mit giftigen Gegenstößen aufwartete. Nach einem Eckstoß fiel der Ausgleich: Lanig verlängerte den hereingeschlagenen Ball mit der Schulter zu Cacau, der per Kopf das 1:1 besorgte (58.). Nun war es an den Gästen, das Erfolgsgefühl eines Treffers zu einem energischen Nachsetzen zu nutzen. Cacau, Delpierre und der wieder glücklos agierende Gomez hätten das Übergewicht der Schwaben zu weiteren Treffern nutzen können; die größte Chance verpatzte jedoch Hilbert, als er eine scharfe Hereingabe aus drei Metern Torentfernung am Kasten der Bochumer vorbeischob (81.). Als die Punkteteilung schon fast beschlossene Sache schien, wurde der VfL doch noch durch einen Schwabenstreich geschlagen. Hitzlspergers Flanke in Bochums Sechzehner legte Lanig mit dem Kopf ideal für Tasci vor, der am langen Eck unbedrängt den 2:1-Siegtreffer markierte (89).

André Schulin
Spieltag

26. Spieltag

Freitag, 03.04.2009 Bielefeld0:2Schalke
Samstag, 04.04.2009 Frankfurt2:1Cottbus
Samstag, 04.04.2009 Hamburg1:0Hoffenheim
Samstag, 04.04.2009 Wolfsburg5:1FC Bayern
Samstag, 04.04.2009 Bochum1:2Stuttgart
Samstag, 04.04.2009 Hertha BSC1:3Dortmund
Sonntag, 05.04.2009 Karlsruhe0:0M'Gladbach
Sonntag, 05.04.2009 1. FC Köln0:2Leverkusen
Sonntag, 05.04.2009 Bremen4:1Hannover

„Er ist wirklich sehr schnell und wenn er auch an sich selber vorbei kommt, fängt ihn keiner mehr ab.”

— Bobby Robson