Bundesliga

Spieltag

Spielbericht FC Energie Cottbus - Arminia Bielefeld

Alles wieder offen

Nährte Energies Hoffnung auf den Ligaverbleib: Stanislav AngelovNährte Energies Hoffnung auf den Ligaverbleib: Stanislav Angelov

Ein Bielefelder Auswärtssieg hätte für beide Teams einen vorentscheidenden Charakter gehabt. Statt dessen aber gelang der überlebenswichtige Dreier Energie Cottbus, das sich im erwartet engen Kellerduell als einen Tick konzentrierter erwies und dank eines verdienten 2:1-Erfolges nun wieder aussichtsreich im Geschäft war.

Nach fünf Pleiten hintereinander hieß es für Cottbus bereits ‚Alles oder Nichts’, und Bojan Prasnikar war sich schon vor dem Spiel sicher, dass diese Partie „keinen Spaß machen“ würden. Zumindest seine Mannschaft spielte im ersten Abschnitt jedoch durchaus erstligatauglichen Fußball. Rost (4.) und Jula (11.) hätten Bielefeld gleich in den ersten Minuten fast ertragreich überfallen. Erst eine plötzliche Konterchance Katongos, der völlig frei vor Tremmel vergab (14.), ermahnte die stürmische Heimelf zu etwas mehr Vorsicht, die aufgrund der zähen Bemühungen Arminias aber keineswegs angebracht war. Keinmal mehr kamen die Gäste nun vor das Tor von Gerhard Tremmel, worauf Cottbus den Druck bald wieder erhöhte und nach einer zwischenzeitlichen Iliev-Möglichkeit (34.) schließlich sogar einen wunderschönen Treffer fabrizierte: Auf der rechten Seite tankte sich Rost durch die Abwehr und hob den Ball butterweich zum vergessenen Rangelov, der aus kurzer Distanz mit einem unhaltbaren Seitfallzieher ins Ziel traf (43.).

Trotz Arminias Harmlosigkeit sah Cottbus keine Veranlassung nachzulassen und eröffnete Durchgang zwei direkt mit der besten Torchance des ganzen Spiels, als erst Jula an Eilhoff scheiterte und dann Skela es fertig brachte, den Abpraller statt ins verlassene Tor dem auf der Linie postierten Bollmann an den Kopf zu schießen (47.). Diese Sünde bestrafte der Fußballgott hart, nämlich mit dem sofortigen Ausgleich durch Munteanu, der seinen letzten Treffer noch im Cottbuser Trikot erzielt hatte und der nun nach einer Lamey-Flanke plötzlich völlig frei zum Abschluss kam (48.). An dieser Stelle aber zeigte sich, wer die größere Willensstärke besaß. Energie schüttelte das Ausgleichstor sofort aus den Gliedern und besann sich des unbedingten Gewinnenmüssens. Den Ostwestfalen wiederum, denen auch ein Unentschieden gefallen hätte, fehlte dieser Tunnelblick, was letztlich den entscheidenden Ausschlag zum Endergebnis gab. Nach einer knappen Stunde war es dann Angelov, der Cottbus wieder nach vorn bringen konnte und einen abgeprallten Skela-Schuss zum 2:1 abstaubte. Jener Skela wäre im Falle eines anderen Ausgangs zum Lausitzer Sündenbock geworden, da er zusätzlich zu seiner ersten Großchance noch weitere drei Gelegenheiten verschwendete (56./79./90.). Nicht einmal viel hätte gefehlt, und Bielefeld hätte dies doch noch bestraft (71./84.). Insgesamt aber tat der DSC viel zu wenig, um sich Cottbus in der Tabelle vom Hals zu halten und ging daher hochverdient als Verlierer vom Platz.

Maik Großmann

Spielstatistik FC Energie Cottbus - Arminia Bielefeld

FC Energie Cottbus

-

Arminia Bielefeld

2:1 (1:0)

Bundesliga 2008/2009, 27. Spieltag
11.04.2009, 15:30 Uhr
Stadion der Freundschaft (Cottbus), 17.200 Zuschauer
Schiedsrichter: Lutz Wagner (Kriftel)
Tore
1:0 Dimitar Rangelov 43. (Rechtsschuss, Rost)
1:1 Vlad Munteanu 48. (Linksschuss, Lamey)
2:1 Stanislav Angelov 59. (Rechtsschuss, Skela)
Wechsel Cottbus
Mariusz Kukielka
für Ivica Iliev
(―)
(75.)
Jiayi Shao
für Emil Jula
(―)
(84.)
Savo Pavicevic
für Stanislav Angelov
(―)
(90.)
Wechsel Bielefeld
Daniel Halfar
für Christopher Katongo
(4,5)
(63.)
Oliver Kirch
für Robert Tesche
(4,0)
(63.)
Zlatko Janjic
für Michael Lamey
(―)
(77.)
Karten Cottbus
Gelb für Mario Cvitanovic
Gelb für Daniel Ziebig
Gelb für Stanislav Angelov
Gelb für Dimitar Rangelov
Karten Bielefeld
Gelb für Michael Lamey
Gelb für Robert Tesche