Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

HSH Nordbank Arena (Hamburg) · Zuschauer: 56.500 · Schiedsrichter: Markus Schmidt

» Hinspiel: Hannover - Hamburg 3:0

1:0 Petric (2.)
2:0 Petric (52.)
2:1
(1:0)

Genehmigte Verschnaufpause

Wenig Aufwand, viel Ertrag: Mladen Petric
Kräftesparend wie eine Energiesparlampe besiegte der Hamburger SV Hannover 96, auch weil die Niedersachsen, selbst nach dem 1:2-Anschlusstreffer, ihren Gegner zu wenig forderten.

Obwohl nur drei HSV-Profis, der gelbgesperrte Abwehrchef Mathijsen, der grippegeschwächte Aogo und Olic, nach der kräftezehrenden Europapokal-Schlacht gegen Manchester City (1:2) eine Verschnaufpause bekamen, starteten die Hanseaten forsch in die Partie und warfen nach nur 62 Sekunden Hannovers Taktik, erst einmal hinten sicher zu stehen und dann nach vorne Nadelstiche zu versuchen, über den Haufen: Denn Petric´ Direktabnahme einer Boateng-Diagonalflanke schlug neben dem verdutzten Nationaltorhüter Enke im Tor ein. Für weitere 20 Minuten hielt der Titelkandidat die Konzentration und die Schlagzahl hoch, erspielte sich sogar noch eine von Enke vereitelte Trochowski-Großchance (12.) heraus, ehe er sich zurückzog. Allerdings konnte der abstiegsgefährdete Gegner aus Hannover mit der neu gewonnenen Freiheit nur wenig anfangen: Nach zwei Versuchen von Bruggink (13.) und Balitsch (21.) aus etwas größerer Distanz kam Krebs als einziger Hannoveraner in der ersten Halbzeit im Strafraum zum Abschluss, jedoch jagte er den Ball aus wenigen Metern über die Latte (42.). Wenn dagegen die Hausherren das Tempo einmal anzogen, wurde es wieder vor dem Tor gefährlich: Wie zum Beispiel in der 40. Minute, als Mladen Petric das Außennetz traf.

Auch in der zweiten Halbzeit brauchte der Hamburger SV seine Akkus nicht leeren, nicht nur weil 96 in der Abwehr zu schläfrig und im Angriff zu harmlos agierte, sondern auch weil die Hannoveraner Defensive ihrem Nordnachbarn das zweite Tor geradezu vorlegte: Eggimann ließ sich von Guerrero ausspielen, dessen Schuss parierte zwar Enke, aber genau zu Petric, der nur noch den Ball ins leere Tor einschieben musste (52.). Nachdem Trochowski ungestört von der linken Außenbahn einen Schuss abfeuern durfte (58.), versuchte Torhüter Enke seine eingeschlafene Vordermannschaft wachzurütteln, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Zumindest in der Offensive hatten die Niedersachsen danach ihre beste Phase, aber vor allem dank des Schiedsrichters: Erst touchierte Hankes Kopfball den Außenpfosten (68.), wenig später gab Schiedsrichter Schmidt einen fragwürdigen Handelfmeter: Er wollte ein Handspiel gesehen haben, als ein Bruggink-Freistoß Demels Unterarm traf (69.). Der eingewechselte Forssell verwandelte zwar den Strafstoß (70.), aber trotzdem war der HSV bis auf eine Ausnahme, einen von Rost parierten Stajner-Schuss (75.), weiterhin einem weiteren Treffer näher als der Gast dem Ausgleich. Dem Hausherrn blieb sogar ein reguläres Tor durch Pitroipa wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zu Unrecht verwehrt (80.). Am Ende fiel der Sieg der Gastgeber noch zu niedrig aus, das was der Jol-Elf an Kraft fehlte, machte sie zumeist durch Kombinationssicherheit wieder wett.

Senthuran Sivananda

Reservebank


20Guy Demel  (4)

24Marcel Ndjeng  (–)

11Ivica Olic  (–)

 


(–) Leon Balogun28

(–) Salvatore Zizzo15

(3)  Mikael Forssell32

Trainer


Martin Jol

 Trainer


Dieter Hecking
Spieltag

28. Spieltag

Freitag, 17.04.2009 Schalke4:0Cottbus
Samstag, 18.04.2009 Bielefeld0:1FC Bayern
Samstag, 18.04.2009 1. FC Köln0:3Stuttgart
Samstag, 18.04.2009 Wolfsburg2:1Leverkusen
Samstag, 18.04.2009 Bochum0:2Dortmund
Samstag, 18.04.2009 Frankfurt4:1M'Gladbach
Samstag, 18.04.2009 Karlsruhe2:2Hoffenheim
Sonntag, 19.04.2009 Hertha BSC2:1Bremen
Sonntag, 19.04.2009 Hamburg2:1Hannover

„Du kannst auf meiner Plantage arbeiten.”

— Anthony Baffoe zu einem pöbelndem Gegenspieler