Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Olympiastadion (Berlin) · Zuschauer: 68.000 · Schiedsrichter: Babak Rafati

» Hinspiel: Bremen - Hertha BSC 5:1

1:1 Simunic (71.)
2:1 Raffael (87.)
2:1
(0:1)

Simunic blies zum Schlussakkord

Hinten der Chef - und vorne plötzlich auch: Josip Simunic
Lange sah es nach einem knappen und wohl auch verdienten Erfolg für die kompakter auftretenden Bremer in Berlin aus, doch dann machte Simunic sein erstes Saisontor und Raffael drehte die Partie zuletzt komplett.

Von einer Möglichkeit in der 3. Spielminute für Kaczar abgesehen, der im zweiten Versuch übers Tor schoss, bot die Anfangsphase wenig Interessantes. Die leicht überlegenen Berliner rannten sich, ohne echten Druck zu erzeugen, ein ums andere Mal an Mertesacker & Co. fest, während Bremen nach vorne ohne seine Kreativkräfte Diego und Özil die Spitzen Pizarro und Rosenberg durchhängen ließ, denen gegen die Übermacht an Hertha-Verteidigern wenig einfiel. Wenig verwunderlich, dass die Favre-Elf auch die nächsten Chancen fabrizierte. Kaczars Schuss wurde zum Eckball abgefälscht und Cicero köpfte in der 26. Minute an den Pfosten. Erst nach diesem Alu-Treffer wurde Werder etwas munterer. Baumann unterstrich, dass er kein Goalgetter ist (30.) und Tzolis scheiterte zweimal kurz hintereinander, nur sechs Minuten später. Kurz vor der Pause aber lag der Ball im Hertha-Tor, denn Mertesacker hatte eine Ecke von Frings über die wichtigste Linie gestochert (43.).

Im zweiten Durchgang tat sich eine Viertelstunde nahezu gar nichts, hätte nicht ein Durchbruch von Naldo, den Cufré etwas unsanft stoppte, für einen Hauch von Aufmerksamkeit gesorgt. Nach einer vollen Stunde hätte Bremen jedoch den Vorsprung ausbauen müssen, doch Niemeyer köpfte am leeren Tor vorbei. Herthas Spiel schien derweil völlig eingeschlafen zu sein, so dass Favre einen Dreierpack-Wechsel vornahm und sein Team merklich auffrischte. Gegen Cicero rettete Torwart Wiese noch das 1:0, doch als Dardei punktgenau auf Simunic flankte und der Serbe per Kopfballsenker traf, war das 1:1 Realität (71.). Vor allem der Pole Piszczek und der schnelle Chermiti (83., Pfostenkopfball) rödelten die Deckung der Hanseaten kräftig durcheinander. Der Tunesier war auch am entscheidenden Tor in der 87. Minute beteiligt. Die nunmehr kraftlosen Bremer verloren den Ball im Mittelfeld an Chermiti, der nach einem Sprint Raffael bediente, dessen Gewaltschuss aus 20 Metern von Mertesacker noch leicht abgefälscht wurde und am chancenlosen Wiese vorbei im Netz einschlug. In den Schlussminuten geriet Berlin nicht mehr in Gefahr und durchbrach die zuletzt so unerquickliche Serie.

Ulrich Merk

Reservebank


26Lukasz Piszczek  (2,5)

27Amine Chermiti  (–)

23Valeri Domovchiyski  (4,5)

 


(4) Peter Niemeyer25

(–) Hugo Almeida23

 Trainer


Thomas Schaaf
Spieltag

28. Spieltag

Freitag, 17.04.2009 Schalke4:0Cottbus
Samstag, 18.04.2009 Bielefeld0:1FC Bayern
Samstag, 18.04.2009 1. FC Köln0:3Stuttgart
Samstag, 18.04.2009 Wolfsburg2:1Leverkusen
Samstag, 18.04.2009 Bochum0:2Dortmund
Samstag, 18.04.2009 Frankfurt4:1M'Gladbach
Samstag, 18.04.2009 Karlsruhe2:2Hoffenheim
Sonntag, 19.04.2009 Hertha BSC2:1Bremen
Sonntag, 19.04.2009 Hamburg2:1Hannover

„Du kannst auf meiner Plantage arbeiten.”

— Anthony Baffoe zu einem pöbelndem Gegenspieler