Überragend im ersten Spielabschnitt: Artur WichniarekEin kampfstarkes, mit zahlreichen Höhepunkten gespicktes Spiel, aus dem der Hamburger SV als beeindruckender 4:2-Sieger hervorging; die Arminia aber ebenfalls Applaus verdient hatte.
Mit dem nach einem Blitztransfer zum HSV gewechselten Marcell Jansen in der Startelf stellten sich die Norddeutschen auf der Alm einer Heimelf, die mit unerwarteter Vehemenz die Spielregie an sich riss. Ein Pfostentreffer von Katongo bestätigte in der fünften Minute, dass die Arminia wesentlich giftiger in die Partie gegangen war. Die Verunsicherung der Hanseaten drückte sich kurz darauf in der Szene aus, aus Mathijsen einen Querschläger baute und Wichniarek die Unentschlossenheit von Rost und Demel entschlossen nutzte. Seine Kopfballvorlage konnte Katongo unbedrängt zum 1:0 verwandeln (9.). Es brauchte seine Zeit, ehe der HSV sich auf die forsche Spielweise der Arminen einzustellen verstand. Ein Schuss von de Jong aus der 25. Minute (Eilhoff parierte) stellte die erste gute Tormöglichkeit der Gäste dar. In der Defensive jedoch war man anfällig. Wichniarek - mit Ball - hängte Mathijsen mit Leichtigkeit ab und vollendete sehr überlegt zum 2:0 für die Arminia (37.); Rost hatte keine Abwehrchance. Mit unvermindertem Tempo eilte das Spiel zu zwei weiteren Höhepunkten vor der Pause. Bastian Reinhardt konnte an früherer Wirkungsstätte für die Gäste verkürzen (40.). Um ein Haar hätte Bielefeld jedoch fast umgehend den Zwei-Tore-Vorsprung wieder hergestellt, als Halfar eine scharfe Flanke Wichniareks nur um eine Stiefelspitze verpasste.
Bielefelds Führung hätte deutlicher sein können, umso bitterer für die Ostwestfalen, dass bereits fünf Minuten nach Wiederbeginn der 2:2-Ausgleich fiel. Reinhardts Kopfballstärke hatte sich nach einer Flanke Trochowskis ausgezahlt. Mit viel Leidenschaft und Einsatz auf beiden Seiten wogte das Geschehen hin und her, da schlug der HSV zum dritten Mal zu. Guerrero tankte sich auf Links im Sechzehner durch, passte den Ball zur Mitte wo Olic den Flunken hinhielt und das Spiel drehte: 3:2 nach 0:2-Rückstand (64.). Aber noch konnte in diesem rasanten Spiel alles passieren, denn Bielefeld wehrte sich gegen die Niederlage. Halfar und Katongo scheiterten an Rost, bevor Jarolim mit dem Treffer zum 4:2 den Schlusspunkt setzte. Sein Schuss wurde noch abgefälscht, so dass Eilhoff überhaupt keine Schuld traf. Auch danach steckte die Arminia nicht auf, wenngleich zu spüren war, dass der Widerstand erlahmte.
André Schulin
Arminia Bielefeld
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Christopher Katongo | 9. | (Rechtsschuss, Wichniarek) |
| 2:0 | Artur Wichniarek | 37. | (Rechtsschuss) |
| 2:1 | Bastian Reinhardt | 40. | (Linksschuss, Demel) |
| 2:2 | Bastian Reinhardt | 50. | (Kopfball, Trochowski) |
| 2:3 | Ivica Olic | 64. | (Rechtsschuss, Paolo Guerrero) |
| 2:4 | David Jarolim | 77. | (Rechtsschuss, Paolo Guerrero) |
Aufstellung Bielefeld![]() |
|
|---|---|
| Dennis Eilhoff | (4,0) |
| Michael Lamey | (3,5) |
| Markus Bollmann | (4,5) |
| Radim Kucera | (4,5) |
| Markus Schuler | (4,0) |
| Thorben Marx | (4,0) |
| Rüdiger Kauf | (5,0) |
| Christopher Katongo | (3,0) |
| Daniel Halfar | (2,5) |
| Oliver Kirch | (4,0) |
| Artur Wichniarek | (2,0) |
Aufstellung Hamburg |
|
|---|---|
| Frank Rost | (4,0) |
| Guy Demel | (4,0) |
| Bastian Reinhardt | (1,5) |
| Joris Mathijsen | (5,0) |
| Marcell Jansen | (4,0) |
| Jonathan Pitroipa | (4,5) |
| David Jarolim | (3,0) |
| Nigel de Jong | (3,0) |
| Piotr Trochowski | (2,0) |
| Paolo Guerrero | (2,0) |
| Ivica Olic | (3,5) |
Wechsel Bielefeld![]() |
|
|---|---|
| Jonas Kamper für Oliver Kirch |
(―) (68.) |
| Berat Sadik für Thorben Marx |
(―) (78.) |
Wechsel Hamburg |
|
|---|---|
| Mladen Petric für Jonathan Pitroipa |
(4,5) (46.) |
| Collin Benjamin für Marcell Jansen |
(3,5) (65.) |
| Tunay Torun für Paolo Guerrero |
(―) (88.) |
Karten Bielefeld![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Markus Bollmann |
| Gelb für | Rüdiger Kauf |
Karten Hamburg |
|
|---|---|
| Gelb für | Bastian Reinhardt |
| Gelb für | Nigel de Jong |
Trainer Bielefeld![]() |
|---|
| Michael Frontzeck |
Trainer Hamburg |
|---|
| Martin Jol |