Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt

Es war mehr drin für die Wölfe

Mit Direktabnahme zum 2:1-Führungstreffer: Ashkan DejagahMit Direktabnahme zum 2:1-Führungstreffer: Ashkan Dejagah

Das Spiel hatte seine Reize, auch wenn die gastgebenden Wolfsburger mit dem unbestimmten Gefühl vom Platz gingen, dass sie der Verlierer der 2:2-Punkteteilung waren.

Ohne den von einem Infekt geplagten Stammkeeper Benaglio, aber mit den wieder zur Verfügung stehenden Stürmern Grafite und Dzeko machte sich Wolfsburg im dritten Anlauf daran, einmal nicht einem Rückstand hinterher hecheln zu müssen. Frankfurt hatte naturgemäß andere Pläne und verstand es anfangs mit aggressivem Gegenhalten, das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Pech für die Hessen, dass frühe Verletzungen (Oberschenkelprobleme bei Russ und Amanatidis) zu Umstellungen zwangen. Zudem zog sich Chris nach einem Zusammenprall mit Fink eine Platzwunde am Kopf zu, konnte jedoch weiterspielen. Bevor der agile Amanatidis in der 33. Minute vom Platz musste, hatte er mit einem gut getimten Heber dafür gesorgt, dass Wolfsburg auch im dritten Saisonspiel zunächst ins Hintertreffen geriet (22.). Josués fataler Fehlpass hatte den Griechen optimal in Stellung gebracht. Immerhin steckte der VfL den Rückschlag unbeeindruckt weg und konnte den Fauxpas bereits fünf Minuten später beheben. Grafite bekam nach einem Zweikampf mit Galindo einen Strafstoß zugesprochen und verwandelte selbst. Nikolov war zwar noch mit einer Hand dran, konnte dem scharfen Schuss jedoch keine Richtungsänderung mehr mitgeben. In der 40. Minute allerdings vereitelte Frankfurts Keeper einen möglichen Gegentreffer: Wolfsburg war mittlerweile klar spielbestimmend und hätte durch Misimovic die Führung machen können - Nikolov stand dem jedoch im Weg.

Die Norddeutschen behielten das Heft in der Hand. Die sehenswerte Kombination zwischen Schäfer (Flankengeber) und Dejagah (Volley-Abnehmer) bescherte dem Spielverlauf seine logische Konsequenz: Wolfsburg übernahm die Führung (51.). Und Magaths Schützlinge machten in den folgenden 15 Minuten alles richtig, bis auf eines - sie konnten ihre Überlegenheit nicht zu weiteren Treffern nutzen. Die Chancen waren da (Grafite und Dejagah). Es kam zu einem Bruch, der Frankfurt die Möglichkeit verschaffte, wieder offensiver am Geschehen teilzuhaben. Peu á peu arbeitete die Eintracht sich an den gegnerischen Sechzehner heran; zunächst noch ohne zwingende Torgelegenheiten. In der 84. Minute jedoch passte es. Ochs bediente den im Wolfsburger Strafraum lauernden Toski, gegen dessen platzierten 14-Meter-Schuss ins lange Eck VfL-Keeper Lenz nichts ausrichten konnte. Die aus Wolfsburger Sicht unnötige Punkteteilung kam doch noch zustande. Auch weil Gentner mit seinem Distanzschuss, drei Minuten vor dem Abpfiff, glücklos blieb - das Leder krachte nur ans Lattenkreuz.

André Schulin

Spielstatistik VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt

VfL Wolfsburg

-

Eintracht Frankfurt

2:2 (1:1)

Bundesliga 2008/2009, 3. Spieltag
30.08.2008, 15:30 Uhr
Volkswagen Arena (Wolfsburg), 23.200 Zuschauer
Schiedsrichter: Marc Seemann (Essen)
Tore
0:1 Ioannis Amanatidis 22. (Rechtsschuss)
1:1 Grafite 27. (Foulelfmeter, Galindo an Grafite)
2:1 Ashkan Dejagah 51. (Rechtsschuss, Schäfer)
2:2 Faton Toski 84. (Rechtsschuss, Ochs)
Wechsel Wolfsburg
Rodrigo Alvim
für Marcel Schäfer
(―)
(68.)
Alexander Madlung
für Ricardo Costa
(―)
(73.)
Jonathan Santana
für Ashkan Dejagah
(―)
(77.)
Karten Wolfsburg
Gelb für Edin Dzeko
Gelb für Ashkan Dejagah
Karten Frankfurt
Gelb für Michael Fink
Gelb für Habib Bellaid