Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Veltins-Arena (Gelsenkirchen) · Zuschauer: 61.700 · Schiedsrichter: Michael Kempter

» Hinspiel: 2:0

1:2
(1:1)

Europa League ohne Schalke

Füllte die Spielmacherrolle und schoss ein exzellentes Freistoßtor: Ivan Rakitic
Beide Seiten hatten konkrete Ziele in der Liga vor Augen, das war dem intensiven Spiel anzumerken. Jubeln konnte letztendlich nur der Gast, der seinen Titeltraum am Leben hielt. Schalkes Europapokal-Abstinenz der nächsten Saison wurde zementiert.

Eine Adduktoren-Verletzung von „Super Mario“ Gomez, die einen Einsatz des Stuttgarter Mittelstürmers unmöglich machte, musste als nennenswertes Handikap des VfB beim Gang gegen die Königsblauen angesehen werden. Und somit als Schwächung im Titelkampf. Schalke durfte sich keinen Ausrutscher mehr erlauben, wollte man im Kampf um die Europa League-Teilnahme (Platz 5) nicht vorzeitig scheitern. Mit kontrolliertem Engagement setzten deshalb beide Seiten darauf, sich keine Blöße zu geben. Leichte Vorteile für die Gastgeber ließen sich ausmachen, bis Cacau die Schwaben mit einem Gewaltschuss in Führung brachte. Der möglicherweise vor seinem DFB-Debüt stehende (lt. Löw im erweiterten Kader für Asien-Reise), gebürtige Brasilianer schnappte dem zögerlichen Krstajic das Leder weg und steuerte auf Neuers Gehäuse zu. Aus etwa 20 Metern Torentfernung ließ er dann einen mächtigen Rechtsschuss ab, der einen gewaltigen Drall entwickelte und Schalkes Keeper jeder Abwehrmöglichkeit beraubte (16.). Es dauerte nicht lange, dann hätten die Gastgeber ausgleichen können - oder sogar müssen. Farfan köpfte nach einer guten Flanke Rakitics jedoch aus kurzer Distanz freistehend über den Querbalken (19.). Schalke gab aber nun den Ton an, derweil der VfB mit giftigen Konterattacken dagegen hielt. Als Rakitic aus halblinker Position per Freistoß den Ausgleich besorgte (39.), war dies dem Spielverlauf absolut angemessen.

Kuranyi verpasste kurz nach Wiederanpfiff eine Kopfballchance, die forsch beginnenden Knappen in Führung zu bringen. Auch Rafinha, dessen gezirkelter Schuss am langen Pfosten vorbei trudelte, hätte Schalkes Führung bedeuten können (54.). Das Tor fiel indes auf der anderen Seite. Neuer sah gegen Hitzlspergers Flatterball alt aus und ließ das Leder nach vorn abprallen, wo der lauernde Marica problemlos zum 2:1 für die Schwaben abstaubte (57.). Vehement stemmte sich Schalke gegen den erneuten Rückstand und hatte in der 71. Minute enormes Pech, dass Kuranyis Kopfball nur den linken Torpfosten des Stuttgarter Kastens touchierte. Der Stuttgarter Nachwuchsspieler Schieber fügte sich nach seiner Einwechselung gut ein und war an zwei aussichtsreichen Aktionen der Schwaben beteiligt, die in der Schlussphase des Spiels entstanden, aber ohne Auswirkungen blieben. Eigentlich hatte sich das einsatzwillige Schalker Ensemble ein Unentschieden verdient - die leidige Problematik der Chancenverwertung grätschte jedoch einmal mehr den Erfolg der Knappen weg.

André Schulin
Spieltag

32. Spieltag

Dienstag, 12.05.2009 B. München3:0Leverkusen
Dienstag, 12.05.2009 Karlsruhe2:3Hannover
Dienstag, 12.05.2009 FC Köln1:2Hertha BSC
Dienstag, 12.05.2009 Wolfsburg3:0Dortmund
Mittwoch, 13.05.2009 Schalke1:2Stuttgart
Mittwoch, 13.05.2009 Hamburg3:1Bochum
Mittwoch, 13.05.2009 Cottbus0:1M´gladbach
Mittwoch, 13.05.2009 Bielefeld0:2Hoffenheim
Mittwoch, 13.05.2009 Frankfurt0:5Bremen

„Im Training habe ich mal die Alkoholiker meiner Mannschaft gegen die Antialkoholiker spielen lassen. Die Alkoholiker gewannen 7:1. Da war's mir wurscht. Da hab i g'sagt: "Sauft's weiter."”

— Max Merkel