Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfB Stuttgart - FC Energie Cottbus

Fürs "Finale" gerüstet

Wegbereiter des Stuttgarter Sieges: Thomas HitzlspergerWegbereiter des Stuttgarter Sieges: Thomas Hitzlsperger

Mit dem 2:0-Arbeitssieg hatte der VfB seinen Teil erfüll, sich bis zum letzten Spieltag die Titelchance offen zu halten. Cottbus spielte nicht unbedingt wie ein Absteiger, hinterließ aber nicht den Eindruck, dass man sich in Stuttgart etwas ausgerechnet hatte.

Meisterschaftschance auf Seiten der Gastgeber, Abstiegsnot bei den angereisten Lausitzern. Zwischen diesen beiden unterschiedlichen Polen entspann sich am vorletzten Spieltag eine Begegnung, die nur in seltenen Momenten gehobenen fußballerischen Ansprüchen genügte. Zwar musste zuerst der Stuttgarter Schlussmann seine Aufmerksamkeit unter Beweis stellen, doch stellte Julas Distanzschuss keine echte Bewährungsprobe für Lehmann dar (2.). Nachfolgend nahm der VfB das Heft in die Hand. Marica (6.) und Cacau (12.) ließen die mögliche Führung der Schwaben noch aus, in der 19. Minute aber machte Hitzlsperger mit einem Freistoßtreffer das nicht unerwartete 1:0. Seine von halbrechts hoch in den Cottbuser Sechzehner getretene Hereingabe traf im langen Eck an den Innenpfosten und prallte von dort über die Linie. Den Spielverlauf veränderte das Tor nicht. Stuttgart hatte wenig Probleme die Partie zu kontrollieren und hätte durch Gebhart fast erhöhen müssen, nachdem Träsch dass Leder prima aufgelegt hatte. Gebharts Schuss sauste jedoch knapp über Querlatte (38.). Der VfB hatte keinen Grund, sein Engagement zu erhöhen aber Cottbus blieb entschieden zu passiv.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs wirkten die stark abstiegsbedrohten Lausitzer endlich entschlossener. Sörensen und Rost unternahmen zumindest einmal Versuche, Lehmann zu überwinden. Zwar konnte noch keine Rede davon sein, dass Cottbus im Begriff war, das Blatt zu wenden. Und doch entschied sich VfB-Coach Markus Babbel dafür, den angeschlagenen Torjäger Mario Gomez einzuwechseln. Die 1:0-Führung war schließlich kein sanftes Ruhekissen. Bevor Stuttgarts bester Goalgetter zur Entscheidung beitragen sollte, kamen aber die Gäste zu einer hervorragenden Möglichkeit. Rivic leitete einen schnell vorgetragenen Konter auf Shao weiter, der in den Sechzehner flitzte und Boulahrouz mit einer Finte versetzte. Sein Abschluss war jedoch wenige Zentimeter zu hoch angesetzt - der Ball prallte von der Latte zurück ins Feld (76.). Der Frust über die vergebene Ausgleichschance war noch nicht verraucht, da führte der VfB vor, wie man Kontervorstöße erfolgreich abschließt. Über die linke Seite wurde Energies Staffelung überrollt und Gomez passte in die Mitte, wo sich Cacau freigelaufen hatte. Tremmel eilte noch heraus, doch Cacau war schneller am Ball und spitzelte die Kugel am Keeper vorbei (78.). Damit war die Luft raus. Im Schongang brachten die Schwaben den Arbeitssieg gegen die entmutigten Lausitzer über die Zeit.

André Schulin

Spielstatistik VfB Stuttgart - FC Energie Cottbus

VfB Stuttgart

-

FC Energie Cottbus

2:0 (1:0)

Bundesliga 2008/2009, 33. Spieltag
16.05.2009, 15:30 Uhr
Mercedes-Benz-Arena (Stuttgart), 55.500 Zuschauer
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)
Tore
1:0 Thomas Hitzlsperger 19. (Freistoß)
2:0 Cacau 78. (Linksschuss, Gomez)
Wechsel VfB Stuttgart
Mario Gomez
für Ciprian Marica
(―)
(68.)
Jan Simak
für Timo Gebhart
(―)
(72.)
Elson
für Roberto Hilbert
(―)
(85.)
Wechsel Cottbus
Ivan Radeljic
für Cagdas Atan
(4,0)
(46.)
Stiven Rivic
für Emil Jula
(3,5)
(60.)
Vragel da Silva
für Stanislav Angelov
(―)
(67.)
Karten VfB Stuttgart
keine
Karten Cottbus
Gelb für Mario Cvitanovic
Gelb für Stiven Rivic