Bundesliga

Spieltag

Spielbericht FC Energie Cottbus - Eintracht Frankfurt

Wechselhaftes Spiel

Seine beiden Tore reichten nicht zum Punkterfolg: Dimitar RangelovSeine beiden Tore reichten nicht zum Punkterfolg: Dimitar Rangelov

Der Begriff von den "zwei unterschiedlichen Halbzeiten" hätte für dieses Kellerduell erfunden sein können. Cottbus spielte 45 Minuten lang fast fehlerfrei, verlor dann jedoch den Faden und ermöglichte den Frankfurtern eine beeindruckende zweite Hälfte.

Ein derartiges Powerplay der Heimelf hatte man in Cottbus lange nicht gesehen. Energie zeigte vom Anpfiff weg eine hohe Bereitschaft, die bisherige Saisonbilanz mit einem Heimsieg aufzuhellen. Einen Distanzschuss von Rivic konnte Eintracht-Keeper Nikolov in der 7. Minute noch parieren, 60 Sekunden später war er jedoch geschlagen, nachdem Rangelov sich im Sechzehner durchsetzte und auf Zuspiel von Cagdas traf. Wenig später tat sich eine weitere Riesenchance auf, als Jelic über links eine hohe Flanke auf den am langen Pfosten lauernden Rost schlug - dessen Volleyabnahme verunglückte allerdings (12.). Doch Cottbus blieb am Drücker und war erneut erfolgreich. Skelas Freistoßflanke, wieder von links, verlängerte der in einer Spielertraube steckende Rivic mit dem Kopf auf Rangelov und der köpfte aus kurzer Entfernung das 2:0 (15.). Eine knappe Viertelstunde später bot sich dem Bulgaren sogar die Chance zum Hattrick. Der diesmal über die rechte Seite vorgetragene Angriff mündete in eine durch Pavicevic scharf in den Sechzehner geschlagene Flanke, bei deren Abnahme Rangelov jedoch in Rücklage geriet. Eine weitere hochkarätige Möglichkeit der Gastgeber vereitelte Nikolov, der einen Skela-Freistoß per Glanzparade noch aus dem Winkel fischte (36.). Von den ersatzgeschwächten Frankfurtern war bis dahin wenig zu sehen. Finks Anschlusstreffer aus der Distanz, bei dem Tremmel chancenlos war, fiel völlig entgegen dem Spielverlauf.

Was dann folgte war zwar keine komplette Umkehrung der ersten 45 Minuten, veränderte die Kräfteverhältnisse auf dem Platz allerdings gehörig. Die Einwechslung von Korkmaz belebte das Spiel der Hessen, die bereits kurz nach Wiederanpfiff Pech hatten, dass ein Schussversuch von Liberopoulos durch Cvitanovic auf der Linie gestoppt wurde (47.). Tremmel bekam nun viel zu tun, da Energie sich von den Gästen in die Defensive drängen ließ. Der Ausgleichstreffer zeichnete sich ab. Ein langer Ball von Spycher, den Korkmaz erlief und dann für Fenin auflegte, war der Ausgangspunkt zum 2:2 (68.). Frankfurt nutzte die Kraftlosigkeit im Spiel der Lausitzer zu weiteren Attacken und kam durch einen Kopfballtreffer des Griechen Liberopoulos zur mittlerweile nicht mehr unverdienten 3:2-Führung (75.). Erst danach rappelten sich die Gastgeber mühevoll auf und versuchten erneut, Druck auf Nikolovs Tor auszuüben. An den Spielfluss der ersten Halbzeit konnten sie jedoch nicht mehr anknüpfen - das "Brechstangen-Prinzip" der Schlussminuten verpuffte ohne Erfolg.

André Schulin

Spielstatistik FC Energie Cottbus - Eintracht Frankfurt

FC Energie Cottbus

-

Eintracht Frankfurt

2:3 (2:1)

Bundesliga 2008/2009, 9. Spieltag
25.10.2008, 15:30 Uhr
Stadion der Freundschaft (Cottbus), 13.300 Zuschauer
Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)
Tore
1:0 Dimitar Rangelov 8. (Rechtsschuss, Atan)
2:0 Dimitar Rangelov 15. (Kopfball, Rivic)
2:1 Michael Fink 38. (Rechtsschuss, Inamoto)
2:2 Martin Fenin 68. (Rechtsschuss, Korkmaz)
2:3 Nikos Liberopoulos 75. (Kopfball, Steinhöfer)
Wechsel Cottbus
Dusan Vasiljevic
für Ivica Iliev
(3,5)
(55.)
Ivan Radeljic
für Mario Cvitanovic
(4,0)
(63.)
Dennis Sörensen
für Stiven Rivic
(―)
(72.)
Wechsel Frankfurt
Ümit Korkmaz
für Kreso Ljubicic
(3,0)
(46.)
Martin Fenin
für Caio
(2,5)
(61.)
Juvhel Tsoumou
für Patrick Ochs
(―)
(73.)
Karten Cottbus
Gelb für Timo Rost
Karten Frankfurt
Gelb für Patrick Ochs
Gelb für Marco Russ
Gelb für Aaron Galindo