Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfL Bochum - SV Werder Bremen

Serie gerissen, Aufwärtstrend fortgesetzt

Stark als Vorbereiter und Vollstrecker: Aaron HuntStark als Vorbereiter und Vollstrecker: Aaron Hunt

Mit bemerkenswerter Souveränität steckten die Bremer den frühen Rückstand weg, hatten jedoch Glück, dass dem VfL in seiner druckvollen Auftaktphase nicht noch ein weiterer Treffer gelang. Das 4:1-Endresultat bestrafte die Bochumer zu arg.

Die Überrumplung glückte; jedoch nicht in dem Umfang, der zur Vorentscheidung zugunsten der Gastgeber hätte reichen können. Nach gestoppten 38 Sekunden brachte der von Ono bestens in Szene gesetzte Sestak die Kugel im Bremer Tor unter und zertrat damit abrupt die Hoffnungen der Gäste, die sich in Bochum eine Fortsetzung ihrer gegentorfreien Serie ausgemalt hatten. 23 Minuten fehlten Wiese, um den von Oliver Reck (641 Minuten) gehaltenen, vereinsinternen Rekord zu brechen - vorbei, noch bevor es richtig losging. Es hätte jedoch noch weitaus schlimmer für die Bremer kommen können, denn der VfL ruhte sich keineswegs auf der 1:0-Führung aus. Azaouagh verpasste wenig später das mögliche 2:0, nachdem sein Schlenzer ans lange Eck vom Pfosten des Bremer Gehäuses zurück ins Feld prallte (3.). Während die Bremer sich ob der Bochumer Angriffslust verwundert die Augen rieben, landete ein weiterer VfL-Schuss am Gebälk des Gästetores: Fuchs traf bei einem Eckstoß nur an die Querlatte (7.). Mit ihrem ersten Gegenangriff setzten die Grün-Weißen ein Zeichen der Gegenwehr. Pizarro erwischte den von Özil getretenen Eckball mit dem Kopf und Hunt lenkte das Leder zum Ausgleich über die Linie (9.). Bochum kümmerte sich wenig um den Rückschlag und setzte beherzt seine Angriffsbemühungen fort, doch ganz allmählich begann Werder, sich besser auf das Spiel einzustellen. Nach einer guten halben Stunde schlug sich das veränderte Kräfteverhältnis im Ergebnis nieder. Im Zusammenspiel mit Hunt feierte Marin seinen ersten Bundesligatreffer für die Bremer (32.).

Gewarnt durch den frühen Gegentreffer gingen die Bremer hoch konzentriert in die zweite Hälfte und übernahmen gleich wieder die Spielregie. Chancen von Frings, Hunt, Naldo und Pizarro verstrichen fruchtlos, ehe Bochum sich nachdrücklich zurück melden konnte. Klimowicz’ Treffer aus der 61. Minute wurde zu Recht wegen abseits die Anerkennung verwehrt. Gleichwohl drehte der VfL in der Folgezeit wieder auf; Azaouagh (66.) und Sestak (75.) scheiterten erst am reaktionsschnellen und aufmerksamen Bremer Keeper. Dem eingewechselten Borowski war es dann vorbehalten, die Vorentscheidung zugunsten der Gäste zu markieren. Nach Frings’ schnell ausgeführtem Freistoß tauchte der Bayern-Rückkehrer frei vor Heerwagen auf und traf zum 3:1 (76.). Nun war die Luft raus, der tapfer kämpfende VfL fand nicht mehr die Kraft, seinen Offensivdruck aufrecht zu erhalten. Die Norddeutschen hatten leichtes Spiel und legten in der Nachspielzeit noch einen Treffer drauf, als Özil das Leder mit dem Außenrist ins lange Eck beförderte. Während der VfL auf den vorletzten Platz zurück fiel, feierten die Bremer ihren vierten Ligadreier in Folge.

André Schulin

Spielstatistik VfL Bochum - SV Werder Bremen

VfL Bochum

-

SV Werder Bremen

1:4 (1:2)

Bundesliga 2009/2010, 10. Spieltag
25.10.2009, 17:30 Uhr
rewirpowerSTADION (Bochum), 25.700 Zuschauer
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Tore
1:0 Stanislav Sestak 1. (Rechtsschuss, Ono)
1:1 Aaron Hunt 10. (Linksschuss, Pizarro)
1:2 Marko Marin 32. (Rechtsschuss)
1:3 Tim Borowski 76. (Rechtsschuss, Frings)
1:4 Mesut Özil 90. (Linksschuss, Niemeyer)
Wechsel Bochum
Vahid Hashemian
für Diego Fernando Klimowicz
(4,0)
(63.)
Zlatko Dedic
für Paul Freier
(―)
(75.)
Andreas Johansson
für Shinji Ono
(―)
(80.)
Wechsel Bremen
Tim Borowski
für Philipp Bargfrede
(3,0)
(63.)
Peter Niemeyer
für Marko Marin
(―)
(74.)
Marcelo Moreno
für Aaron Hunt
(―)
(85.)
Karten Bochum
Gelb für Paul Freier
Gelb für Mimoun Azaouagh
Karten Bremen
keine