Bundesliga

Spieltag

Spielbericht SC Freiburg - SV Werder Bremen

Schwindelig gespielt

Schlichtweg herausragend: Mesut ÖzilSchlichtweg herausragend: Mesut Özil

Selbst ohne die wichtigen Stammkräfte Pizarro, Frings und Borowski wirbelte Werder die allerdings auch recht naiv noch vorne spielenden Breisgauer so durcheinander, dass am Ende selbst das 0:6 ein schmeichelhaftes Ergebnis für die heimschwachen Gastgeber war.

Zu Beginn der Partie spielte Freiburg allerdings richtig flott mit und riss über die rechte Angriffsseite, wo Bremens Boenisch anfangs nur die Hacken seiner Gegenspieler sah, immer wieder Lücken, doch Idrissou und Banovic vergaben die ersten Möglichkeiten in der unterhaltsam startenden Begegnung. Als die Bremer jedoch ihrerseits ins Spiel kamen und durch schnelle Kombinationen glänzten, kippte das Geschehen in die SCF-Spielfeldhälfte. Die Werder-Chancen in der ersten halben Stunde ergaben sich aus teils wunderbar produzierten Spielzügen, blieben indes noch ohne krönenden Abschluss, weil Naldo, Jensen und Özil (28., Pfostenschuss) knapp scheiterten. Nach einem tollen Steilpass des mittlerweile stabilen Boenisch auf Özil und dessen Flanke auf den Kopf von Almeida konnte Pouplin den Einschlag jedoch nicht mehr verhindern (33.). Schnelle Positionswechsel der Hanseaten, Passgenauigkeit und technische Kabinettstückchen gab es zwar auch in der Restzeit vor dem Pausenpfiff zu bestaunen, doch ein weiterer Treffer gelang den Gästen vorerst nicht.

Nahtlos knüpften die Bremer nach dem Seitenwechsel an ihre entzückende Spielweise an und sorgten in der Folgezeit für Schwindelanfälle bei den Freiburger Abwehrrecken. Im Minutentakt brannte es vor Tormann Pouplin, doch erst als Marin von der linken 16er-Kante aus einen Freistoß genial im kurzen Eck zum 2:0 versenkte (54.), nahm das Unheil für den Sport-Club seinen Lauf. Zuerst feuerte Almeida einen Strich von einem Schuss ins rechte Toreck Pouplins (57.), ehe Özil den armen SC-Keeper nach einem Jensen-Steilpass umkurvte und auf 4:0 erhöhte (67.). Der überragende Özil wurde zudem in der 73. Minute von Idrissou im Strafraum umgestoßen, so dass Naldo vom Punkt auf 5:0 erhöhen durfte. Den Schlussstrich zog der eingewechselte Rosenberg - erneut hatte Özil vorbereitet - in der 82. Minute. Zwischendurch hatte Werder noch die eine oder andere Chance liegen gelassen, während Freiburg den offenen Schlagabtausch annahm, vorne aber nicht ansatzweise dem Angriffswirbel der Gäste Ebenbürtiges entgegenzusetzen vermochte. Fazit: Eine brillante Vorstellung des neuen Meisterschaftsfavoriten.

Ulrich Merk

Spielstatistik SC Freiburg - SV Werder Bremen

SC Freiburg

-

SV Werder Bremen

0:6 (0:1)

Bundesliga 2009/2010, 13. Spieltag
21.11.2009, 15:30 Uhr
Mage Solar Stadion (Freiburg), 24.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Tore
0:1 Hugo Almeida 33. (Kopfball, Özil)
0:2 Marko Marin 54. (Freistoß)
0:3 Hugo Almeida 57. (Linksschuss, Özil)
0:4 Mesut Özil 67. (Linksschuss, Jensen)
0:5 Naldo 73. (Foulelfmeter, Idrissou an Özil)
0:6 Markus Rosenberg 82. (Rechtsschuss, Özil)
Wechsel Freiburg
Tommy Bechmann
für Jonathan Jäger
(4,0)
(46.)
Johannes Flum
für Julian Schuster
(4,0)
(60.)
Mensur Mujdza
für Mohamadou Idrissou
(―)
(74.)
Wechsel Bremen
Markus Rosenberg
für Hugo Almeida
(―)
(70.)
Petri Pasanen
für Philipp Bargfrede
(―)
(76.)
Sebastian Prödl
für Naldo
(―)
(76.)
Karten Freiburg
keine
Karten Bremen
Gelb für Markus Rosenberg