Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Volkswagen Arena (Wolfsburg) · Zuschauer: 27.500 · Schiedsrichter: Roman Potemkin

» Hinspiel: FC Köln - Wolfsburg 1:3

2:3
(1:1)
0:1 Pezzoni (7.)
1:2 Freis (57.)
2:3 Chihi (74.)

VfL mit einem Abwehrschnitzer mehr als der FC

Wie Chihi ein guter und erfolgreicher Sturmersatz des FC: Sebastian Freis
Auch ohne seine beiden verletzten Starstürmer Novakovic und Podolski konnte sich ein frech aufspielender 1. FC Köln drei Punkte beim amtierenden Meister in Wolfsburg sichern, der einmal mehr durch individuelle Abwehrschnitzer seinen Gegner begünstigte.

Das Spiel erreichte schnell eine ansehbare Geschwindigkeit, unter der allerdings die Passgenauigkeit auf beiden Seiten litt. Dennoch gelang den Kölnern bereits nach sieben Minuten die überraschende Führung: Eckball Chihi - Pezzoni-Kopfball ins kurze Eck - 1:0 für die Gäste. Dieses Tor wie aus dem Fußball-Lehrbuch schockte den seit einigen Monaten sowieso reichlich verunsicherten VfL so sehr, dass man in der Folgezeit vom Meister kaum zu Ende geführte Spielzüge sah. Köln kontrollierte die Partie somit, ohne allerdings selbst gekonnte Akzente nach vorne zu setzen. Überraschend demzufolge der Ausgleich in der 21. Minute. Diesmal patzte die Kölner Deckung in Person Geromels, der nach einer Misimovic-Ecke und einem Barzagli-Kopfball einen völlig missglückten Klärungsversuch unternahm, den Gentner umgehend ausnutzte. Besser wurde das Wolfsburger Aufbauspiel auch nach dem 1:1 keineswegs. Beide Teams versuchten zwar oft schnell zu spielen, doch die Technik der Akteure hielt diesem Anspruch nicht stand, so dass viele Bälle versprangen oder im gegnerischen Fuß landeten. Eine Großchance verzeichnete vor der Pause nur noch der FC, doch Chihi scheiterte knapp an Torwart Lenz (44.).

Wolfsburg kam nach dem Seitenwechsel dann aber besser ins Spiel als die Geißböcke, vergab jedoch erste Möglichkeiten zur Führung. Prompt schlug Köln wie aus dem Nichts erneut zu. Am Ende eines tollen Solos von Freis, der Costa, Barzagli und am Ende auch Torwart Lenz umkurvte, lag der Ball erneut im Netz des VfL (57.). Ein Abseitstor - nicht als ein solches vom Schiri-Team erkannt - brachte diesmal wesentlich schneller den erneuten Ausgleich für die umgehend wieder Tempo aufnehmenden Gastgeber. Über die Stationen Misimovic und Hasebes Torschuss brachte Geromel den Ball erneut nicht aus der Gefahrenzone und Costa (aus dem Abseits kommend) kickte die Kugel über die Torlinie (59.). Dieser Treffer beruhigte das Spiel allerdings danach so sehr, dass sich kaum noch interessante Angriffsaktionen entwickelten. Mit dem 3:2 für Köln wurden dann aber plötzlich zum dritten Mal die Abwehrschwächen des Meisters nochmals offensichtlich. Yalcin hatte den Ball recht zufällig über die VfL-Deckung geschlagen, Freis die Kugel halbrechts angenommen und auf den zweiten Pfosten für Chihi aufgelegt, der nur noch einzuschieben brauchte (74.). Drei Wolfsburger Abwehrspieler wurden hierbei auf einen Schlag düpiert. Der dritte Ausgleich wollte in der letzten Viertelstunde dann nicht mehr fallen, da der FC geschickter verteidigte und bis auf Dzeko kein Wolfsburger auch nur ansatzweise Ideen im Angriffsspiel entwickelte. Das war zu wenig und die fünfte Saisonheimniederlage des VfL besiegelt.

Ulrich Merk

 


(4)Faryd Mondragon1

(3)Miso Brecko2

(4,5)Pedro Geromel21

(4)Youssef Mohamad3

(3)Pierre Womé6

(2)  Adil Chihi20

(2) Sebastian Freis7

(4) Maniche12

(3) Kevin Pezzoni17

(3,5) Petit8

(4) Taner Yalcin19

Reservebank


24Ashkan Dejagah  (–)

8Thomas Kahlenberg  (–)

 


(–) Kevin McKenna23

(–) Christopher Schorch16

(–) Sebastian Zielinsky29

Trainer


Armin Veh

 Trainer


Zvonimir Soldo
Spieltag

19. Spieltag

Freitag, 22.01.2010 Freiburg0:1Stuttgart
Samstag, 23.01.2010 Bochum2:2Schalke
Samstag, 23.01.2010 Mainz1:0Hannover
Samstag, 23.01.2010 Nürnberg1:1Frankfurt
Samstag, 23.01.2010 Hertha BSC0:0M´gladbach
Samstag, 23.01.2010 Bremen2:3B. München
Samstag, 23.01.2010 Dortmund1:0Hamburg
Sonntag, 24.01.2010 Wolfsburg2:3FC Köln
Sonntag, 24.01.2010 Hoffenheim0:3Leverkusen

„Borussia Dortmund. Vereinsfarben: Schwarz-Geld.”

— Das Geißbock-Echo, angeblich nur ein Druckfehler