Bundesliga

Spieltag

Spielbericht FC Bayern München - SC Freiburg

Bayern tat sich schwer

Versenkte zwei ruhende Bälle zum Münchner Sieg: Arjen RobbenVersenkte zwei ruhende Bälle zum Münchner Sieg: Arjen Robben

Die Verteidigung der Tabellenspitze war für den FC Bayern am 26. Spieltag schwerer als erwartet. Gegen den abstiegsbedrohten SC Freiburg fand der Meisterschaftskandidat Nummer eins erst nach einer Stunde in die Partie, und die beiden siegbringenden Treffer fielen aus Standardsituationen.

Aller Wahrscheinlichkeit nach wäre das Spiel für Bayern München einfacher verlaufen, wenn Olic in der dritten Minute die erste von nur zwei bayrischen Großchancen im ersten Durchgang genutzt hätte. Jedoch scheiterte der kroatische Angreifer, der wie sein Sturmpartner Klose und sein Landsmann Pranjic für die verletzten Ribery und Gomez sowie den gelbgesperrten Schweinsteiger neu in die Mannschaft kam, am gegnerischen Schlussmann Pouplin. Weil die Münchner geduldig, aber ohne großes Tempo die kompakte Abwehr der Breisgauer zu durchbrechen versuchten, wagten die Gäste ab Mitte der ersten Halbzeit erste Nadelstiche nach vorne. Hielt FCB-Keeper Butt Abdessadkis Kopfball noch sicher (23.), war er acht Minuten später chancenlos, als der Marokkaner Jägers in den Rücken der Abwehr gespielten Pass Makiadi auflegte und dieser die Kugel aus zentraler Position unter die Latte knallte. Zuvor hatte aber Klose nach einem Konter van Buytens lange Vorlage am Zielgebiet vorbeigeköpft (27.). So gut kam die Platzelf in der restlichen Halbzeit nicht mehr zum Abschluss. Der FC Bayern tat sich schwer, Druck und Ideen nach vorne zu entwickeln, und war am Ball zu nachlässig.

Auch die Pause sorgte zunächst für keine Besserung bei den Münchnern, derweil Freiburg nach einem Konter sogar hätte erhöhen können. Flums Distanzversuch strich allerdings am linken Pfosten vorbei (51.). Erst nach einer Stunde konnten die Bajuwaren Druck erzeugen und die Gäste in deren eigener Hälfte einschnüren, jedoch noch nicht die Torchancen verwerten. Pouplin parierte sowohl Butschers ungewollte Verlängerung einer Olic-Hereingabe (61.) als auch Robbens Freistoß (64.). Zudem klärte Abdessadki Olic‘ Kopfball auf der Linie (71.). Zwischendurch half van Buyten im Sturm aus. Ein Schachzug, der in der Hinrunde gegen Eintracht Frankfurt (2:1) aufging, aber diesmal nicht. Dafür hatten die Hausherren Glück, dass Butscher die Kugel aus kurzer Distanz an die Hand sprang. Den fragwürdigen Freistoß verwandelte Robben aus 17 Metern in die Torwartecke (76.). Pouplin machte seinen Fehler zwar wieder wett, indem er einen abgefälschten Robben-Schuss mit einem fantastischen Reflex über die Latte lenkte (80.) und auch gegen Klose parierte (82.). Eine Zeigerumdrehung später war er allerdings machtlos, als Banovic Müller im Strafraum umtrat und Robben den fälligen Elfmeter sicher verwandelte. Freiburgs einzige Chance zum Ausgleich war ebenfalls einer Standardsituation zu verdanken, jedoch verfehlte Schusters Freistoß das Zielgebiet knapp (85.).

Senthuran Sivananda

Spielstatistik FC Bayern München - SC Freiburg

FC Bayern München

-

SC Freiburg

2:1 (0:1)

Bundesliga 2009/2010, 26. Spieltag
13.03.2010, 18:30 Uhr
Allianz Arena (München), 69.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)
Tore
0:1 Cedric Makiadi 31. (Rechtsschuss, Abdessadki)
1:1 Arjen Robben 76. (Freistoß)
2:1 Arjen Robben 83. (Foulelfmeter, Banovic an Müller)
Wechsel Freiburg
Ivica Banovic
für Cedric Makiadi
(―)
(72.)
Daniel Williams
für Mensur Mujdza
(―)
(75.)
Papiss Cisse
für Johannes Flum
(―)
(88.)
Karten B. München
Gelb für Danijel Pranjic
Gelb für Thomas Müller
Gelb für Philipp Lahm
Karten Freiburg
Gelb für Yacine Abdessadki
Gelb für Ivica Banovic
Gelb für Ömer Toprak
Gelb für Mohamadou Idrissou