Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Weserstadion (Bremen) · Zuschauer: 36.100 · Schiedsrichter: Markus Schmidt

» Hinspiel: 2:2

1:0 Mertesacker (1.)
2:0 Mertesacker (20.)
3:0 Borowski (36.)
4:2 Fritz (90.)
4:2
(3:0)

Wankelmütige Bremer

Doppelpack per Kopf: Per Mertesacker
Zur Halbzeit war Werder dem Club mit der 3:0-Führung eigentlich bereits meilenweit davongerannt, doch der typische Einbruch der Hanseaten ließ die Franken nochmals herankommen. Die Entscheidung für die Gastgeber fiel dann erst in der Nachspielzeit.

Hochstart für Werder: Ecke Özil - Kopfball Mertesacker - 1:0 nach 40 Sekunden. Grausamer hätte Nürnberg nicht ins Spiel kommen können, und die Mannschaft von Dieter Hecking hatte anschließend Mühe, Ordnung in den eigenen Reihen zu schaffen. Gegenwehr deutete sich dann mit zwei Halbchancen für Maroh und Frantz nach zehn Minuten an, doch spielbestimmend blieben die technisch stärkeren Hanseaten, die mit dem zweiten Tor - fast eine Kopie des Führungstreffers - nachlegten: Ecke Marin - Kopfball Mertesacker - 2:0 nach 20 Minuten. Der Club reagierte mit angemessenen Offensivantworten und prüfte Werders Tormann Nummer drei Sebastian Mielitz zwischen Minute 28 und 35 durch Wolf, Diekmeier und Ottl, die indes alle am starken Schlussmann scheiterten. Dann unterlief Maroh ein grober Ballverlust am eigenen 16er, den Marin zum Querpass auf den zentral postierten Borowski nutzte, der mit einem platzierten Flachschuss den 3:0-Vorsprung zur Pause dingfest machte (36.).

Durch das frühe 1:3 von Frantz, der aus der Drehung nach Vorarbeit von Judt schon zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff traf, rüttelte sich Nürnberg zur Aufholjagd wach. Werders Deckung wirkte plötzlich wie ein unsortierter Haufen und hatte Glück, dass Gündogan und Ottl nicht umgehend zum 2:3 trafen. Doch auch Werder blieb zumindest im Angriff bemüht, doch Almeida vergab kläglich und ein Foul an Marin wurde nicht geahndet. Dafür bekam der FCN gegenüber einen Elfer zugesprochen, weil Fritz im Luftkampf mit beiden Händen am Ball war. Choupo-Moting verlud den chancenlosen Mielitz beim Strafstoß (63.) und der Club war plötzlich ganz dicht am Punktgewinn, denn er spielte danach weiterhin munter nach vorne. Werders Coach Schaaf brachte frisches Personal und Werder nahm die Gegenwehr wieder etwas konzentrierter auf. Fast 20 Minuten tat sich allerdings keine weitere Großchance auf, ehe Borowski nur das Außennetz mit einem Kopfball anvisierte. Zwei Minuten später musste Frings überraschend auf den Roten Karton in der Hand von Schiri Schmidt schauen (82.). Der Unparteiische hatte einen absichtlichen Ellenbogenschlag der SVW-Kapitäns wahrgenommen, lag damit aber richtig falsch. Nun warfen die Franken natürlich alle Kräfte nach vorne, doch Werders Abwehr arbeitete inzwischen wieder sehr stabil und konterte die Gäste in der Nachspielzeit sogar noch einmal erfolgreich aus, als sich Schäfer, der mit nach vorne geeilt war, nicht wieder rechtzeitig im Tor befand. Fritz vollendete den flüssigen Gegenzug zum 4:2-Erfolg der erneut wankelmütig auftretenden Hausherren.

Ulrich Merk
Spieltag

28. Spieltag

Freitag, 26.03.2010 Bochum1:2Frankfurt
Samstag, 27.03.2010 Mainz0:2Wolfsburg
Samstag, 27.03.2010 B. München1:2Stuttgart
Samstag, 27.03.2010 Hertha BSC0:0Dortmund
Samstag, 27.03.2010 Hannover1:4FC Köln
Samstag, 27.03.2010 Bremen4:2Nürnberg
Samstag, 27.03.2010 Leverkusen0:2Schalke
Sonntag, 28.03.2010 Hoffenheim1:1Freiburg
Sonntag, 28.03.2010 M´gladbach1:0Hamburg

„Man darf jetzt nicht alles so schlecht reden, wie es war.”

— Fredi Bobic