Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Eintracht Frankfurt - Hertha BSC

Nicht Fisch und schon gar nicht Fleisch

Traf die Hertha ins Mark: Marco RussTraf die Hertha ins Mark: Marco Russ

Das Unentschieden zwischen Eintracht Frankfurt und Hertha BSC Berlin war zwar leistungsgerecht, half allerdings beiden nicht weiter. Weder den Frankfurter Europapokal-Träumen noch der Hertha im Abstiegskampf.

Den deutlich besseren Start ins Spiel erwischte die Frankfurter Eintracht. In der Defensive wehrten die Hessen die Berliner Angriffe spätestens vor dem eigenen Tor ab. Vorne brachten sie die gegnerische Abwehr in Verlegenheit, wenn sie schnell spielten oder im Anschluss an Standardsituationen. Der beste Berliner in der Anfangsphase war Torwart Drobny, der Caios Kopfball nach dessen toller Einzelleistung (11.) sowie Meiers Schuss (14.) parierte. Auf der Gegenseite brachte der erste gelungene Durchbruch die Hertha in Führung. Raffael setzte sich auf der linken Strafraumkante gegen Franz durch, seine Flanke legte Cicero per Kopf auf Kacar ab, der aus wenigen Metern einnickte (17.). Die Platzelf blieb auch danach die spielbestimmende Mannschaft, jedoch waren ihre Offensivbemühungen zu hektisch, um weitere Einschussgelegenheiten herauszuspielen. Nach Altintops Schuss, den Drobny glänzend abwehrte (29.), agierte die Platzelf allerdings wieder durchdachter. Der Ausgleichstreffer in der 37. Minute war überfällig: Korkmaz nahm eine Ochs-Flanke an und ließ dem gegnerischen Schlussmann keine Abwehrmöglichkeit. Die Eintracht war dann der Führung näher, erst recht in der 42. Minute, als sie einen Elfmeter bekam, nachdem Lustenberger Caio hinten am Fuß getroffen hatte. Während aber Schwegler den Strafstoß verschoss, ließ im direkten Gegenzug SGE-Keeper Nikolov Ramos’ Schuss in die Mitte abprallen und Raffael staubte ab (42.).

In der zweiten Halbzeit hatten zunächst die Herthaner Vorteile. Sie hielten das Spielgeschehen vom eigenen Tor fern, sorgten aber auch kaum für Gefahr vor dem gegnerischen. Die Eintracht-Offensive blieb bis zur 63. Minute ungefährlich, dann fiel der unerwartete Ausgleichstreffer. Russ köpfte mit dem Hinterkopf Köhlers Freistoßflanke ins lange Eck. In der Restspielzeit wollte nur die Hertha unbedingt den Sieg, die letzte Präzision fehlte ­ sowohl in der Spielgestaltung als auch im Abschluss bei mehreren Gekas-Chancen (73., 82., 85.). Die beste Möglichkeit zur erneuten Führung durch Raffael vereitelte Nikolov (88.). Frankfurt hatte in der Schlussphase Kontergelegenheiten, kam jedoch nur einmal zum Vollzug: Drobny hatte vor der Raffael-Möglichkeit Caios Schuss sicher pariert (88.).

Senthuran Sivananda

Spielstatistik Eintracht Frankfurt - Hertha BSC

Eintracht Frankfurt

-

Hertha BSC

2:2 (1:2)

Bundesliga 2009/2010, 31. Spieltag
18.04.2010, 17:30 Uhr
Commerzbank-Arena (Frankfurt), 49.800 Zuschauer
Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)
Tore
0:1 Gojko Kacar 17. (Kopfball, Cicero)
1:1 Ümit Korkmaz 37. (Rechtsschuss, Ochs)
1:2 Raffael 42. (Rechtsschuss, Ramos)
2:2 Marco Russ 63. (Kopfball, Köhler)
Aufstellung Frankfurt
Oka Nikolov (3,0)
Maik Franz (4,5)
Marco Russ (3,5)
Chris (3,5)
Benjamin Köhler (3,5)
Patrick Ochs (3,5)
Alexander Meier (4,0)
Pirmin Schwegler (4,5)
Caio (3,0)
Ümit Korkmaz (3,5)
Halil Altintop (4,5)
Wechsel Frankfurt
Martin Fenin
für Maik Franz
(4,0)
(63.)
Marcel Heller
für Ümit Korkmaz
(―)
(78.)
Nikos Liberopoulos
für Caio
(―)
(90.)
Karten Frankfurt
Gelb für Marco Russ
Gelb für Chris
Karten Hertha BSC
keine
Besondere Vorkommnisse: Schwegler verschießt Foulelfmeter (42.) - an die Latte (Lustenberger an Caio)