Sein Treffer brachte den Nürnberger Sieg, aber noch nicht den Klassenerhalt: Andreas OttlDas parallel ausgetragene Abstiegsduell zwischen Bochum und Hannover stahl dem Club die Show. Und die Möglichkeit, den direkten Klassenerhalt zu sichern. Der Gang in die Relegation, gegen den Zweitligadritten FC Augsburg, blieb dem FCN nicht erspart.
Für den 1. FC Köln ging es im Gastspiel beim Club nur noch darum, die Saison ordentlich abzuwickeln. Man hatte die während der gesamten Spielzeit schwachen Angriffsleistungen durch seine stabile Abwehr derart kompensiert, dass die Abstiegsgefahr in der entscheidenden Phase der Saison nur selten als wirklich akute Bedrohung aufgeflackert war. Ganz anders der 1. FC Nürnberg. Vier Niederlagen in Folge hatten die Franken an den Rand des Abgrunds gebracht. Vor dem Anpfiff war nur eines gewiss: Mit einem Sieg war lediglich das Halten des 16. Ranges garantiert - ansonsten blieb Dieter Heckings Elf abhängig vom Ausgang des Abstiegsgipfels zwischen Bochum und Hannover.
Der Club machte zu Beginn ordentlich Druck, um den eigenen Beitrag zu einem erfolgreichen Saisonabschluss zu leisten. Die beiden stärksten Aktionen wurden allerdings abgepfiffen: Wolfs Kopfball-Lattentreffer weil der Nürnberger sich bei Gegenspieler Geromel aufgestützt hatte (5.), Marohs Treffer weil der Abwehrspieler im Abseits stand (26.). Zwei Minuten später klärte Kölns Keeper Mondragon vor Eigler, den Maroh mit einem Steilpass bedient hatte. Die Nürnberger Überlegenheit war offenkundig. Köln, ohne Podolski (verletzt) und Novakovic in der Startelf, konnte vor der Pause lediglich durch Distanzschüsse von Tosic und Brecko einen Hauch von Torgefahr andeuten.
Die deutliche Halbzeitführung der Hannoveraner im Parallelspiel stufte Nürnbergs Möglichkeiten herunter. Positiv: Man wusste, dass man sich sogar im Falle einer moderaten Niederlage auf dem Relegationsplatz 16 halten würde. Negativ: Der Sprung auf einen direkten Nichtabstiegsplatz war verbaut; jeder noch so hohe Sieg könnte daran nichts ändern. Kölns dezentes Verhalten ließ den Clubberern indes kaum eine andere Wahl, als weiterhin nach vorn zu spielen. Mit einem prächtigen Freistoßtor, kurz vor dem Ende der Partie von Ottl erzielt (88.), sorgten die Franken zumindest dafür, dass dieses Spiel einen verdienten Sieger fand.
André Schulin
1. FC Nürnberg
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Andreas Ottl | 88. | (Freistoß) |
Aufstellung Nürnberg![]() |
|
|---|---|
| Raphael Schäfer | (3,0) |
| Juri Judt | (3,5) |
| Andreas Wolf | (3,5) |
| Dominik Maroh | (3,0) |
| Horacio Javier Pinola | (3,0) |
| Andreas Ottl | (2,5) |
| Ilkay Gündogan | (4,5) |
| Mike Frantz | (4,0) |
| Marek Mintál | (5,0) |
| Christian Eigler | (4,5) |
| Albert Bunjaku | (5,0) |
Aufstellung FC Köln |
|
|---|---|
| Faryd Mondragon | (3,0) |
| Miso Brecko | (3,5) |
| Pedro Geromel | (3,5) |
| Carsten Cullmann | (3,5) |
| Fabrice Ehret | (3,5) |
| Petit | (4,0) |
| Adam Matuschyk | (4,0) |
| Zoran Tosic | (4,5) |
| Maniche | (5,0) |
| Taner Yalcin | (4,5) |
| Sebastian Freis | (5,5) |
Wechsel Nürnberg![]() |
|
|---|---|
| Maxim Choupo-Moting für Mike Frantz |
(5,0) (46.) |
| Marcel Risse für Ilkay Gündogan |
(―) (70.) |
| Isaac Boakye für Albert Bunjaku |
(―) (74.) |
Wechsel FC Köln |
|
|---|---|
| Milivoje Novakovic für Sebastian Freis |
(―) (76.) |
| Daniel Brosinski für Zoran Tosic |
(―) (79.) |
Karten Nürnberg![]() |
|
|---|---|
| keine |
Karten FC Köln |
|
|---|---|
| Gelb für | Petit |
| Gelb für | Miso Brecko |
| Gelb für | Pedro Geromel |
| Gelb für | Maniche |
Trainer Nürnberg![]() |
|---|
| Dieter Hecking |
Trainer FC Köln |
|---|
| Zvonimir Soldo |