Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt

Schale futsch, Kanone bleibt

In der vergangenen Saison nah dran, diesmal erfolgreich im Kampf um die Torjägerkrone: Edin DzekoIn der vergangenen Saison nah dran, diesmal erfolgreich im Kampf um die Torjägerkrone: Edin Dzeko

Die Wolfsburger Saisonziele waren verpasst, aber der geglückte Abschluss im eigenen Stadion sowie der erneute Gewinn der Torjägerkanone stellten ein kleines Trostpflaster für die "Wölfe" dar. Frankfurt mischte streckenweise gut mit, hatte jedoch Pech in der Anfangsphase.

Ehe Misimovic den Ball in der 22. Minute zur Wolfsburger 1:0-Führung ins Gästenetz drückte, mussten die Hausherren zwei kritische Momente überstehen. Die Eintracht spielte forsch auf und wurde in der vierten Minute möglicherweise eines Treffers beraubt. Hellers Kopfballtor soll aus einer Abseitspostion heraus erzielt worden sein - eine Millimeterentscheidung. Der gleiche Spieler entwickelte in der 20. Minute nochmals Pech, als er vom linken Sechzehnerrand einen strammen Schuss abgab, der vom rechten Wolfsburger Torpfosten ins Spielfeld zurückgeworfen wurde. Einmal offensiv in Fahrt gekommen, setzte der VfL nach dem ersten Treffer nach. Dzekos Kopfballversuch aus der 29. Minute rauschte noch über den Querbalken; eine Zeigerumdrehung später jedoch gönnte sich Riether seinen ersten Saisontreffer. Gentner, in seinem letzten Spiel für den VfL, lieferte - wie schon beim 1:0 - die Vorarbeit und Riether köpfte aus kurzer Distanz ein.

Die endgültige Entscheidung in dem munteren Spiel fiel noch vor der Pause. Und sie verschaffte dem VfL noch einen versöhnlichen Saisonausklang: Dzeko versetzte seinen Gegenspieler Jung, steuerte in zentraler Position aufs Gästetor zu und ließ Fährmann mit einem platzierten Abschluss keine Chance (34.). Dieser Treffer sicherte dem Bosnier die Torjägerkanone (22 Treffer), die in der vorigen Saison an den Teamkollegen Grafite gegangen war. Weitere Tore gelangen weder Dzeko noch einem anderen Wolfsburger, obwohl in der zweiten Hälfte noch einige gute Möglichkeiten heraussprangen. Frankfurt tauchte sporadisch auch immer wieder vor Benaglio auf. Wolfsburgs Keeper musste in der 63. Minute die Mithilfe der Querlatte in Anspruch nehmen, um einen Treffer Altintops zu verhindern. In der 86. Minute traf der Frankfurter Stürmer dann aber doch noch. Ochs hatte von rechts geflankt, der am langen Pfosten postierte Altintop ließ sich die Chance nicht entgehen.

André Schulin

Spielstatistik VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt

VfL Wolfsburg

-

Eintracht Frankfurt

3:1 (3:0)

Bundesliga 2009/2010, 34. Spieltag
08.05.2010, 15:30 Uhr
Volkswagen Arena (Wolfsburg), 30.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)
Tore
1:0 Zvjezdan Misimovic 22. (Rechtsschuss, Gentner)
2:0 Sascha Riether 30. (Kopfball, Gentner)
3:0 Edin Dzeko 34. (Rechtsschuss, Misimovic)
3:1 Halil Altintop 87. (Linksschuss, Ochs)
Wechsel Frankfurt
Nikola Petkovic
für Selim Teber
(3,0)
(46.)
Cenk Tosun
für Martin Fenin
(―)
(75.)
Juvhel Tsoumou
für Halil Altintop
(―)
(89.)