Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Veltins-Arena (Gelsenkirchen) · Zuschauer: 61.400 · Schiedsrichter: Manuel Gräfe

» Rückspiel: Wolfsburg - Schalke 2:1

1:2
(0:0)
0:1 Dzeko (55.)
1:2 Dzeko (81.)

Meister wieder siegreich

Matchwinner für die "Wölfe": Edin Dzeko
Die anfangs durchschnittliche Bundesligapartie zwischen Schalke und Wolfsburg steigerte sich in der Endphase zu einem dramatischen Schlagabtausch. Edin Dzeko hatte der Form aus der vergangenen Saison ein wenig hinterher gehinkt - bis er seine Torjägerqualitäten im Spiel gegen das Team seines Ex-Trainers per Doppelpack wieder demonstrierte und die Partie damit entschied.

„Wir sind das frischere Team“, erklärte Felix Magath vor dem Spiel, darauf anspielend, dass Wolfsburg unter der Woche einen Champions-League-Termin wahrnehmen musste. Als wollten die „Wölfe“ ihrem Ex-Coach klarmachen, dass diese Mehrarbeit sowie die letzten drei Bundesliganiederlagen an ihnen abgeperlt waren, rissen sie schnell die Initiative an sich und bestimmten die Anfangsphase. Gefährlich wurde es in der 11. Minute, als Neuer redlich Mühe hatte, einen 16-Meter-Schuss Josues um den Pfosten zu lenken. Schalke brauchte eine knappe Viertelstunde, um das Spiel wieder zu öffnen. Mit einem Kopfballversuch Bordons (14., neben den rechten Pfosten) verzeichneten auch die Gastgeber eine erste gute Tormöglichkeit und anschließend wurde der Rasen in beiden Spielhälften in vergleichbarem Maße strapaziert. Zunehmend verlagerte sich das Geschehen dann aber in Richtung Gäste-Tor. Schalke glich die Anfangs-Überlegenheit des VfL in der Endphase der ersten 45 Minuten aus, erwirkte jedoch nur noch in der 41. Minute eine für den Gegner kritische Situation, als Rafinha nach leichtem Tackling von Josue im Sechzehner strauchelte. Schiedsrichter Gräfe erachtete die Situation nicht als elfmeterreif. Auf der anderen Seite verpasste Wolfsburg aus kurzer Torentfernung die durchaus mögliche Führung, als Grafite eine Hereingabe Riethers über den Stiefel rutschte (38.).

Eigentlich hätte Schalke sich den besseren Einstand in die zweite Hälfte sichern müssen. Farfan zeigte Schäfer auf rechts die Rückleuchten und legte das Leder prima für Kenia auf - der semmelte die Kugel aus elf Metern jedoch knapp über die Querlatte (48.). Wolfsburg zeigte ebenfalls reges Interesse an Offensivaktionen und schnappte in Person Dzekos in der 55. Minute zu: Kurze Ecke Misimovic zu Riether, hohe Flanke an den langen Pfosten, Kopfball Dzeko - 1:0 für die Gäste. Schalke hatte an diesem Rückstand zu knabbern und der VfL bemühte sich um einen weiteren Treffer. Erst als Neuer Gentners Schuss aus spitzem Winkel abgewehrt hatte, bekamen die Knappen wieder Luft (62.). Westermann wagte einen 30-Meter-Distanzschuss und hätte Lenz damit beinahe überrascht (65.), dann probierte Magath mit Auswechslungen das Blatt zu wenden. Kuranyi und Altintop ersetzten Asamoah und Kobiashvili. Tasächlich bekamen die Gastgeber wieder Oberwasser und hatten auch Erfolg. Nach einer Ecke auf den kurzen Pfosten köpfte Höwedes den Ausgleich (80.). Die Schalker Freude hielt jedoch nicht lange vor: Auf Zuspiel des eingewechselten Hasebe brachte Dzeko die „Wölfe“ umgehend erneut in Führung (81.). Das Spiel hatte mächtig an Fahrt gewonnen und war dramatisch bis in die Schlussminuten. Reklamationen aus der 83. Minute, als nach Kuranyis Kopfball die Pille hinter der Linie gewesen sein soll, bevor Lenz richtig zupackte, wehrte der Schiri ab. Schalke kämpfte weiter, konnte aber auch in der auf vier Minuten veranschlagten Nachspielzeit keine Ergebniskorrektur mehr bewirken.

André Schulin
Spieltag

6. Spieltag

Freitag, 18.09.2009 Schalke1:2 Wolfsburg
Samstag, 19.09.2009 Hannover1:1 Dortmund
Samstag, 19.09.2009 Bochum2:3 Mainz
Samstag, 19.09.2009 M'gladbach2:4 Hoffenheim
Samstag, 19.09.2009 FC Bayern2:1 Nürnberg
Samstag, 19.09.2009 Stuttgart0:2 1. FC Köln
Sonntag, 20.09.2009 Frankfurt1:1 Hamburg
Sonntag, 20.09.2009 Hertha BSC0:4 Freiburg
Sonntag, 20.09.2009 Leverkusen0:0 Bremen

„Es ist ein Sehnenabriss am Schambeinknochen. Hört sich lustig an, ist aber trotzdem beim Fußball passiert.”

— Thomas Strunz